Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Eurowings zieht um
Eurowings verlegt ihren Betrieb ab Sommerflugplan in München ins Terminal 2. Davon profitieren umsteigende Fluggäste, die künftig nicht mehr zwischen den Terminals wechseln müssen. Passagiere, die ihre Reise in München beginnen, nutzen die Check-in-Schalter und Automaten der Lufthansa. Nachdem inzwischen auch ITA Airways umgezogen ist, nutzen dann alle Airlines der Lufthansa Group das T2.
Schlichtungsstelle meldet neuen Rekord
Die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr hat im Jahr 2025 einen neuen Abschlussrekord erzielt. Über 46.000 Streitfälle zwischen Reisenden und Verkehrsunternehmen wurden außergerichtlich beigelegt, die Einigungsquote lag bei rund 88 Prozent. Insgesamt gingen etwa 42.000 neue Schlichtungsanträge ein, der zweithöchste Wert seit Gründung der Stelle. Hauptgrund für den leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr waren weniger außergewöhnliche Ereignisse wie Streiks, Extremwetter oder IT-Ausfälle.
Cathay Pacific feiert Jubiläum mit Retro-Lackierung
Zum 80-jährigen Bestehen bringt Cathay Pacific eine ikonische Lackierung aus den 1970er- und 1980er-Jahren zurück. Ein Airbus A350 sowie eine Boeing 747 für Frachtflüge erhalten das grün-weiße Design, das in Hongkong als „Lettuce-Leaf-Sandwich“ bekannt ist. Airline-Chef Ronald Lam erklärte, die Sonderlackierung solle bei vielen langjährigen Kunden Erinnerungen wecken. Neue Ziele plant Cathay Pacific in diesem Jahr nicht, stattdessen will die Fluggesellschaft die Frequenzen auf bestehenden Strecken erhöhen.

Starlux Airlines plant Direktflüge von Taiwan nach Zürich
Die taiwanesische Fluggesellschaft Starlux Airlines will ihr Langstreckennetz weiter ausbauen und plant Direktflüge von Taiwan nach Zürich. Die Aufnahme der Verbindung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Neben Zürich stehen mit Prag, Busan und Bali drei weitere neue Ziele auf dem Expansionsplan. Darüber hinaus kündigte das Management an, Ende 2026 oder Anfang 2027 auch Ziele in Australien und Neuseeland anfliegen zu wollen. Möglich wird das Wachstum durch einen umfangreichen Flottenausbau mit 14 neuen Flugzeugen, die 2026 ausgeliefert werden sollen.
Ein Jahr nach Jeju-Air-Absturz: Angehörige fordern Aufklärung
Ein Jahr nach dem schwersten Flugunglück in Südkorea fordern die Angehörigen der 179 Todesopfer des Jeju-Air-Absturzes weiterhin Aufklärung. Die Boeing 737-800 war Ende Dezember 2024 am Flughafen Muan ohne ausgefahrenes Fahrwerk gelandet, gegen eine Betonmauer geprallt und explodiert. Der Abschlussbericht der Untersuchung liegt bis heute nicht vor. Bei einer Gedenkveranstaltung äußerten die Familien scharfe Kritik am bisherigen Verlauf der Ermittlungen.
Europas pünktlichste Fluggesellschaften
Iberia Express, SAS und Austrian Airlines sind laut Cirium die pünktlichsten Airlines in Europa. In der globalen Top 10 ist keine Fluggesellschaft aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Bei den pünktlichsten Flughäfen weltweit finden sich keine Airports aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. An der Spitze stehen mehrere Flughäfen in Lateinamerika.
Lufthansa Group und Amadeus führen neue Order-ID ein
Die Lufthansa Group hat mit dem Reisedienstleister Amadeus eine neue technologische Grundlage für Buchungen vorgestellt. Kernstück ist eine sogenannte Order ID, die künftig Buchungs- und Ticketnummern ersetzen soll. Unter dieser Kennung werden alle Bestandteile einer Reise zusammengeführt, darunter Flüge, Sitzplatzreservierungen, Gepäck sowie Zusatzleistungen wie Upgrades oder Loungezugang. Laut Lufthansa sollen Reisende ihre Buchungen dadurch einfacher anpassen oder umbuchen können, auch bei Flugplanänderungen.
NTSB lobt Crew nach Zwischenfall mit Boeing 737 Max 9
Nach dem dramatischen Vorfall mit einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines im Januar 2024 hat die US-Untersuchungsbehörde NTSB die Cockpitcrew ausdrücklich gelobt. Beim Steigflug hatte sich eine Türblende im Rumpf gelöst, was zu einem rapiden Druckabfall führte. Die Crew leitete umgehend Notfallmaßnahmen ein und kehrte sicher nach Portland zurück. Laut Abschlussbericht fehlten seit der Auslieferung vier Bolzen an der betroffenen Tür. Als Ursache nannte das NTSB Versäumnisse bei Boeing und eine unzureichende Aufsicht durch die FAA, nicht aber Fehler der Besatzung.
Ryanair-Jet fliegt nach Beschädigung weiter
Portugiesische Ermittler untersuchen einen Vorfall mit einer Boeing 737-800 von Ryanair, die nach dem Bodenkontakt eines Triebwerks in Faro noch rund 24 Stunden im Einsatz war. Beim Anflug bei Gewitter und Seitenwind setzte das Flugzeug hart auf und rollte zur Seite, wodurch die Unterseite der Triebwerksverkleidung die Landebahn berührte. Hinweise im Cockpit gab es nicht, auch mehrere Kontrollen übersahen den Schaden. Erst am Folgetag wurde er entdeckt, woraufhin die Maschine mehrere Tage am Boden blieb. Die Ermittler fordern strengere Inspektionsverfahren.
Qatar Airways treibt Starlink-WLAN zügig voran
Qatar Airways macht schnelle Fortschritte bei der Einführung von kostenlosem Starlink-WLAN an Bord. Inzwischen sind alle Boeing 777 und Airbus A350 der Airline mit dem Hochgeschwindigkeitsinternet ausgestattet. Aktuell läuft die Installation bei der Boeing-787-Flotte, von der bereits mehrere Maschinen umgerüstet wurden. Starlink ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s und wird Passagieren kostenfrei angeboten.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Review: Korean Air Prestige Class | Boeing 787-9 (Business Class)
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