Ein Level über First Class | Emirates Privatjet für 19 Passagiere

Emirates ist für seine opulente First Class berühmt. Wenn die 14 First Class Suiten im Airbus A380 aber mal nicht genug sind, dann hat die Airline aus Dubai noch etwas anderes im Angebot, denn unter der Marke Emirates Executive vermarktet man einen Emirates Airbus A319 Privatjet den man für bis zu 19 Passagiere nutzen kann. Dabei ist die Nähe zu Emirates bei der Ausstattung des Jets absolut zu erkennen.

Auch wenn der Airbus A319ACJ von Emirates nicht wirklich neu ist, denn es gibt ihn schon seit einigen Jahren, war er mir neu und ich fand ihn irgendwie so interessant, dass ich es gerne mit Euch teilen wollte. Besonders spannend fand ich tatsächlich wie man die Emirates First Class in einen Airbus A319 verbaut hat.

Im Grunde teilt Emirates den Airbus A319 Privatjet im vorderen Bereich in einen klassischen Privatjet und im hintern Bereich findet man 10 etwas aufgeblasene Emirates First Class Suiten, wie man sie auch aus dem Airbus A380 kennt. Dabei sind vor allem die First Class Suiten im hinteren Bereich teilweise ein Komfortgewinn, im Vergleich zu anderen Jets dieser Klasse, welche dort oft auch Passagiersitze haben, aber nicht in dieser Klasse.

Im vorderen Bereich findet man eine Lounge oder Konferenz Area, welche man natürlich auch wunderbar zum Essen nutzen kann. Dabei lässt sich dieses „Wohnzimmer“ natürlich auch recht modular umbauen und man kann aus den Couchtischen auch einen Konferenztisch bauen.

Im hinteren Bereich findet man dann 10 Emirates First Class Suiten, allerdings wurden diese für den Airbus A319 offensichtlich etwas verbreitert, was sie natürlich noch einmal luxuriöser macht.

Im Heck des Flugzeuges befindet sich dann ein Show Spa, in etwa so wie man es aus dem Airbus A380 kennt, also mit Dusche, aber man darf davon ausgehen, dass man im Emirates Privatjet kein fixes Limit pro Passagier an Duschzeit von 5 Minuten verordnet bekommt.

Das wirkliche Potenzial spielt das Flugzeug aber aus, wenn man sich die Schlafplätze anschaut, denn hier kann man durch die First Class Suiten mehr anbieten als die meisten anderen Jets dieser Klasse. So hat man 10 vollwertige Schlafplätze in den Suiten, sowie noch je zwei auf den Couches und drei auf den Sesseln ganz vorne.

Auch wenn die Schlafoptionen im „Wohnzimmer“ sicherlich sehr bequem sind, denn man kann hier gewöhnlich recht vollwertige Betten erstellen, dürften die First Class Suiten im hinteren Bereich angenehmer und vor allem privater sein.

Tatsächlich spiegelt aber die Situation im „Wohnzimmer“ eher die Schlafsituation in den meisten Privatjets wieder, was sie gerade bei vielen Passagieren nicht unbedingt angenehm macht. Zwar haben viele Jets der Größe eines Airbus A319 gewöhnlich einen vollausgestatteten Master Bedroom, daneben müssen dann aber für andere Passagiere Sitze und Couches zum Schlafen umgebaut werden. Der Emirates Privatjet scheint hier durchaus im Vorteil zu sein.

Ein Level über First Class | Frankfurter Kommentar

Tatsächlich war es mir neu, dass Emirates auch einen Privatjet in der Flotte hat, aber in Dubai macht es vielleicht sogar für einen sehr kleinen Personenkreis Sinn, so etwas anbieten zu können, denn wer 10 Full Fare First Class Tickets für sich und seine Familie kauft, für den ist das Chartern eines solchen Jets wohl auch kein Problem mehr und in manchen Fällen wohl auch nicht teuerer.

Leider kann man keine Meilen für Flüge in dem Emirates Privat Jet einlösen, was vermutlich auch gut ist, da ich mir sonst den Kopf zerbrochen hätte, wie ich hier an genügend Meilen kommen könnte um dies einmal zu machen. Auch konnte ich noch nicht herausfinden, wie es mit dem Meilen Sammeln auf diesen Flügen ist und ob man hier Skywards Meilen mitnehmen kann.

11 Kommentare

    • Laut „Deutsche Privatjet“ kann die Reichweite bei diesem Modell durch zusätzliche Tanks von 7.800 auf über 12.000 Km gesteigert werden.

    • Bis vor einigen Jahren flog die Schweizer Privat Jet im Auftrag der LH mit einer solchen A319 als LH762 wimre von FRA nonstop nach Pune und zwar mit reiner C Bestuhlung. Das müssten auch rund 7.000 km mit 48 Paxen gewesen sein. Manchmal im Winter wurde dann aber in Bukarest nachgetankt. Die Mercedes Benz AG hat auch einen A319ACJ, mit dem man quasi als Privatlinie zu Chrysler Zeiten wöchentlich nonstop ab Stuttgart in die USA flog. Dieser Jet hat mWn. ebenfalls 48 Sitze.

    • Dieses Feeling hatte ich 2008 bei Luxair in der Embraer 145, bei 1:2 Anordnung und super Service ein Genuss. Cirrus Air flog mit der damals im Auftrag von LH. Service auf vergleichbarer Strecke eher bescheiden.

  1. danke für die eingestaubte info zu diesem flugzeug, wie du selbst schreibst fliegt der A319 bereits einige Jahre.

    er wurde 2013 geliefert und das angebot besteht seit 2015

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