Frankfurt Airport hat jetzt CT Scanner | Kürzere Wartezeiten und mehr Komfort an der Sicherheitskontrolle

Wer in den letzten Monaten und besonders im Sommer 2022 in Frankfurt abgeflogen ist, musste viel Zeit und Geduld mitbringen. Dies lag insbesondere an überlasteten Sicherheitskontrollen (vorrangig durch Personalmangel) und daraus resultierenden massiven Warteschlangen. Nun soll aber alles besser werden, denn der Frankfurter Flughafen stellt nun auf CT Scanner an der Sicherheitskontrolle um, was die Wartezeiten massiv verkürzen soll.

Dabei hat der Frankfurter Flughafen zum 1. Januar neben den ersten CT Scannern an der Sicherheitskontrolle auch die Aufgabe der Kontrolle selbst übernommen und hat sie damit nicht mehr an eine Fremdfirma ausgelagert. In der Verantwortung der Bundespolizei bleibt die gesetzliche Rechts- und Fachaufsicht und die Gewährleistungsverantwortung für die Luftsicherheit, der bewaffnete Schutz der Kontrollstellen, die Zertifizierung und Zulassung von neuer Kontrollinfrastruktur sowie die Zertifizierung und Rezertifizierung der Luftsicherheitsassistenten.

Insgesamt an sechs spuren im Terminal 1, Bereich A, hat man bereits die CT Scanner installiert, welche eine deutlich schnellere Kontrolle der Passagiere erlaubt. Die moderne Technik bietet deutlich hochauflösendere Bilder und man kann auch elektronische Geräte, genauso wie Flüssigkeiten im Handgepäck lassen, was sehr viel Zeit einspart.

Sechs Geräte ist allerdings erst der Anfang und man will, nachdem die CT Scanner endlich in Deutschland zugelassen sind, diese an allen 170 Kontrollspuren in Frankfurt installieren.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG sagte:

Der Start der neuen CT-Scanner in Frankfurt ist eine gute Nachricht für unsere Gäste. Die moderne Technik spart Zeit und erleichtert die Kontrollen für unsere Passagiere. Die neue Arbeitsteilung am Frankfurter Flughafen zeigt, was möglich ist, wenn Politik, Flughäfen und Airlines gemeinsam an einem Strang ziehen. Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen sollten dadurch auch in Frankfurt künftig vermieden werden. Das ‚Frankfurter Modell‘ kann damit zum Vorbild für andere deutsche Flughäfen werden. Das ist dringend nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland nachhaltig zu sichern.

Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat sagte:

Es ist gut, dass seit diesem Jahr die Fraport AG die Steuerung der Luftsicherheitskontrollen am Flughafen Frankfurt übernommen hat. Wir sind davon überzeugt, dass Polizeibeamtinnen und -beamte im Bereich der operativen Polizeiaufgaben wesentlich sinnvoller eingesetzt sind. Klar ist allerdings auch: Bei der Sicherheit gibt es keine Abstriche.

Die Corona-Pandemie hat zu massiven Personalproblemen im Flugverkehr geführt, bei Airlines und an den Flughäfen selbst.

Der Staat hat Airlines und Flughäfen in der Corona-Zeit mit Milliarden gestützt. Wir erleben jetzt, dass wieder deutlich mehr Menschen unterwegs sind. Das ist eine gute Nachricht für die Luftverkehrswirtschaft, aber auch eine Herausforderung für alle daran beteiligten Akteure. Denn die Reisenden erwarten hier zurecht, dass Kontroll- und Abfertigungsprozesse funktionieren. Und, das muss man klar sagen: Die Reisenden haben hier nach der Corona-Zeit einige herbe Enttäuschungen erlebt mit Flugstreichungen und sehr langen Wartezeiten. Die Airlines und Flughafenbetreiber sind hier in der Pflicht – im Sinne der Reisenden. Und auch im Sinne der Allgemeinheit, die die Luftverkehrswirtschaft durch die schwere Krise getragen hat.

Frankfurt Airport hat jetzt CT Scanner | Kürzere Wartezeiten und mehr Komfort an der Sicherheitskontrolle | Frankfurtflyer Kommentar

Der Zustand der Sicherheitskontrollen in Frankfurt war besonders im Sommer 2022 absolut inakzeptabel und es ist gut, dass man hierauf nicht nur mit mehr Personal in direkter Kontrolle des Flughafenbetreibers, sondern auch mit moderner Technik reagiert hat.

Tatsächlich konnte ich solche CT Scanner schon an anderen Flughäfen selbst erleben und es ist tatsächlich sehr angenehm, wenn man seine Elektronik und Flüssigkeiten nicht mehr aus dem Handgepäck nehmen muss, insbesondere da es den gesamten Prozess extrem beschleunigt.

Hoffen wir, dass der Frankfurter Flughafen schnell alle 170 Kontrollspuren auf die CT Scanner umgebaut hat und auch dass diese Technik an anderen deutschen Airports Einzug hält. Der Flughafen München verwendet sie auch bereits an einigen Kontrollspuren.

9 Kommentare

  1. Wie sieht es denn mit dem Platz nach der Sicherheitskontrolle aus?

    Der Bereich, in dem man sich wieder zusammensetzen muss. Da hat man in den wenigsten mir bekannten Flughäfen dieser Welt eine Ablage, auf der man seinen diversen Krimskrams ablegen kann, bevor alles wieder dort ist, wo es hingehört.

    Im T2 von MUC ging es einigermaßen, aber dort, wo schon die sehr viel längeren neuen Sicherheitskontrollen installiuert sind, ist dieser Platz dann auch dahin.

    • Platz hast du null. Gerade in Helsinki erlebt. Und schneller geht es auch nur, wenn sie nicht trotzdem jeden Zweiten zum Secondary Screening rufen. Die Leute haben sich hinter dem CT Scanner außerdem gestapelt, weil das Gepäck auch ewig nicht aus der Maschine kam. Ich hoffe doch, dass das ein Einzelfall war. Das ging gar nicht.

  2. Sind am 16.01. durch den CT Scanner in FRA und mussten trotzdem alle Flüssigkeiten und elektronischen Geräte raus nehmen. Vielleicht waren die Kollegen noch nicht richtig geschult. Gefühlt ging es trotzdem ein bisschen schneller als sonst.

  3. Im T1-A Bereich gab es ja schon seit 1-2 Jahren einen CT-Scanner zu testzwecken im provisorischen Anbau beim Economy Screening. Teilweise hab ich mich extra langsam oder „dumm“ angestellt um an den CT-Scanner geschleust zu werden. Ging immer schneller und die Mitarbeiter Vor-Ort sagten auch direkt, das man alles im Handgepäck lassen kann. Von knapp 10 Screenings die ich hatte, wurde 1 zu testzwecken nochmal auf Sprengstoff untersucht… sondern immer direkt durchgewunken.

  4. Früher oft von Berlin THF geflogen .!5 min vor Abflug am Gate .Gepäck wurde gewogen , ein Abschnitt aus dem Ticket heausgetrennt , Lächeln , „Guten Flug“ und rein in den Flieger .Keine boardingpässe ,keine Security , keine Ausweiskontrolle , trotzdem die airlines berechtigt waren. Steuern und „Gebühren“ dementsprechend…
    Fühle ich mich jetzt sicherer und entspannter am Flughafen ???

  5. Die neuen Geräte sind alles andere als sicher. Vieles bleibt unerkannt und wird nicht mehr gefunden. Die alten Geräte sind um Welten besser, aber viel viel langsamer. Es geht nur noch darum in kürzester Zeit möglichst viele Passagiere ins Terminal zu schleusen um lange Wartezeten zu umgehen.

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