Lufthansa holt zwei Airbus A350 von Flugzeugfriedhof um neue Business Class einzubauen

Lufthansas erster Airbus A350 mit Allegris-Kabine. Foto: Lufthansa

Auf die neue Lufthansa Business Class mussten die Passagiere des Kranich sehr lange warten, aber inzwischen fliegt der erste Airbus A350-900 mit der neuen Business Class ab München und das zweite Flugzeug wurde an Lufthansa ausgeliefert und steht in München. Um die Einführung des neuen Produktes zu beschleunigen, hat Lufthansa nun zwei Airbus A350-900 von einem Flugzeugfriedhof geholt um hier die neue Business Class jetzt auch einzubauen.

Bei den beiden Flugzeugen handelt es sich um Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXR und D-AIXS. Die beiden Flugzeuge wurden im November und Dezember 2023 an Lufthansa von Airbus ausgeliefert, allerdings konnte Lufthansa sie nicht in Dienst stellen, da die neuen Business Class Sitze noch fehlten. Die nötigen Zulassungen fehlten für die Sitze und so konnten sie nicht wie geplant von Airbus eingebaut werden.

Lufthansa hat sich kurzerhand dazu entschlossen die neuen Flugzeuge auf dem Flugzeugfriedhof im spanischen Teruel abzustellen, wo sie auf den Einbau der neuen Sitze warteten. Nachdem die Zulassung für die neue Business Class nun endlich vorliegt, wurden die zwei Flugzeuge nach über einem halben Jahr auf dem Flugzeugfriedhof in der Einlagerung, nach Toulouse geflogen, wo jetzt die neue Lufthansa Business Class eingebaut werden soll.

Nachdem Lufthansa diese beiden Airbus A350-900 bereits übernommen hatte und sie technisch in einem einwandfreien Zustand sind, belaufen sich die Arbeiten wirklich im wesentlichen auf den Einbau der Business Class. Dies sollte in wenigen Wochen möglich sein, sodass man auch mit der Auslieferung dieser Flugzeuge nach München bald rechnen kann.

Lufthansa wird mit diesen Flugzeugen das Angebot an Strecken ausweiten, auf denen man die neue Business Class antreffen kann. So sind dies aktuell noch die Flüge nach Vancouver und Toronto, aber auch Chicago, San Francisco und Shanghai sollen bald mit dem neusten Produkt der Lufthansa bedient werden.

Dabei befindet man sich noch in der Einführungsphase der neuen Business Class und nicht auf allen Flügen der Woche ist die neue Kabine anzutreffen. Auch garantiert Lufthansa nicht, dass man diese Sitze auch wirklich erhält. In wenigen Wochen soll dann aber die 2. Phase starten und dann wird die neue Kabine auf festen Routen eingesetzt werden.

Lufthansa holt zwei Airbus A350 von Flugzeugfriedhof um neue Business Class einzubauen | Frankfurtflyer Kommentar

Langsam geht es voran bei der Einführung der neuen Business Class, auch wenn die vorangegangene Verspätung wirklich beeindruckend war. Ich freue mich nun aber, dass immer mehr Flugzeuge in die Lufthansa Flotte kommen, die die neuen Sitze direkt an Bord haben.

In diesem Jahr soll in etwa jeden Monat ein Flugzeug mit den neuen Sitzen in die Flotte von Lufthansa neu dazu kommen und ab 2025, wenn auch das Umrüsten der Bestandsflotte beginnt, sollen alle 14 Tage ein neues Flugzeug mit Allegris Sitzen ausgestattet oder ausgeliefert werden.

Danke: Aerotelegraph

10 Kommentare

  1. TERUEL ein Flugzeugfriedhof? Das klingt zutiefst negativ. Davis Montan oder McMinnville könnte man eventuell als Flugzeugfriedhof bezeichnen (auch wenn selbst dort so manches Gerät wider von den Toten auferstanden ist), aber TERUEL, wenngleich dort auch Gerät abgewrackt wird wie an vielen anderen Airports weltweit, als Flugzeugfriedhof zu bezeichnen ist wahrlich ein starkes Stück.

      • Was ja perfekt zur scheintoten Lufthansa passt. Mir erschließt sich das Vorgehen nicht. Eine Zertifizierung ist letztendlich ab einem bestimmten Punkt ein formaler Prozess auf Papier. Man hätte die Sitze also auch schon vorher einbauen können bzw. auf Halde produziert haben können und dann ggf. die minimalen notwendigen Anpassungen später vornehmen können. So läuft es bei jedem Zertifizierungsprozess, den ich kenne, zumindest in Sicherheitsbereichen außerhalb der Luftfahrt, wenn man mit dem Produkt zeitig auf den Markt will. Aber weil man dazu dann zu geizig oder risikovermeidend war, hat man die Produktion erst nach der vollständigen Zertifizierung starten lassen und sich offensichtlich noch nicht einmal Produktionsslots für alle Komponenten vorher gesichert. Und muss dann Flugzeuge die man dringend braucht in der Wüste abstellen. Missmanagement nennt man so etwas…

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