Tragödie an Bord von Singapore Airlines-Flug SQ321: Ein Toter und mindestens 20 Verletzte

Die Singapore Airlines Boeing 777 in Star Alliance-Lackierung wird am Flughafen Bangkok von Einsatzfahrzeugen empfangen. Foto: X

Singapore Airlines-Flug SQ321 nahm am Dienstag, den 21. Mai 2024, ein tragisches Ende für einen Passagier. Zwanzig weitere Fluggäste wurden auf dem Weg von London-Heathrow (LHR) nach Singapur (SIN) verletzt. Die Boeing 777-300 geriet in schwere Turbulenzen und musste umgeleitet werden.

Was ereignete sich auf Singapore Airlines-Flug SQ321? Vier Mal am Tag fliegt Singapore Airlines vom Flughafen London-Heathrow zurück in die Heimat. So auch am 20. Mai 2024, als es um kurz nach 22 Uhr Ortszeit mit einer Boeing 777-300 wieder nach Südostasien gehen sollte. Bis kurz vor dem Ziel blieb der Flug völlig unauffällig. Erst kurz vor dem Ziel, als sich die Boeing 777 mit der Registrierung 9V-SWM über der Andamanensee befand, ereignete sich ein Unglück.

Extreme tropische Gewitter sorgten dafür, dass die Maschine in schwere Turbulenzen geriet. Dabei wurden einige Passagiere und Crew-Mitglieder so stark durch die Kabine gewirbelt, dass sie zum Teil schwer verletzt wurden. Für einen Passagier kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an Bord.

Die Cockpit-Besatzung entschied sich daraufhin, den Flug abzubrechen und leitete den Flug nach Bangkok (BKK) um. Dort landete die Boeing 777 um 15:45 Uhr Ortszeit sicher. Auf dem Rollfeld des Bangkok Suvarnabhumi warteten zu diesem Zeitpunkt schon zahlreiche Rettungswagen, die die verletzten Passagiere und Crew-Mitglieder aufnahmen.

Screenshot: Flightradar24.com

An Bord der Boeing 777 waren insgesamt 211 Fluggäste und 18 Singapore Airlines Crew-Mitglieder. Die Airline selbst hat den Vorfall auf X bestätigt und spricht den Angehörigen des Verstorbenen ihr Beileid aus: „Der Flug #SQ321 von Singapore Airlines, der am 20. Mai 2024 von London (Heathrow) nach Singapur flog, geriet unterwegs in schwere Turbulenzen. Das Flugzeug wurde nach Bangkok umgeleitet und landete am 21. Mai 2024 um 15:45 Uhr Ortszeit. Wir können bestätigen, dass es an Bord der Boeing 777-300ER Verletzte und einen Todesfall gibt. Singapore Airlines spricht der Familie des Verstorbenen sein tiefstes Beileid aus.“


Tragödie an Bord von Singapore Airlines-Flug SQ321 | Frankfurtflyer Kommentar

Auf einem Singapore Airlines-Flug kam es am 21. Mai 2024 zu einer Tragödie. Starke Turbulenzen wirbelten Crew und Passagiere durch die Luft. Mindestens 20 Personen verletzten sich dabei, einer verstarb an den Folgen der Verletzungen.

Ob die betroffenen Passagiere angeschnallt waren oder nicht, ist noch unklar. Aber dieser Vorfall untermauert es einmal mehr: Bitte schnallt Euch an, wenn Ihr an Eurem Platz seid. Egal, wie ruhig der Flug gerade ist. Turbulenzen können auch sehr unerwartet auftreten. Und dann ist es vielleicht zu spät.

Quelle: Mirror.co.uk

11 Kommentare

  1. Ich fürchte, man wird nicht darum herum kommen, die Vorschriften zu verschärfen, ich sehe gerade auf Langstreckenflügen immer wieder Leute im Flugzeug herumspazieren, das geht nicht. Außer auf dem direkten Weg zur Toilette oder zur Bar (A380) hat niemand herum zu laufen, das ist zu gefährlich. Es muss auch niemand vor der Toilette in Gruppen warten, das Warten hat angeschnallt auf dem Sitz zu erfolgen. Das Besetztzeichen am Klo ist für alle problemlos zu erkennen. Und wenn das Klo besetzt ist, muss ich da nicht herum stehen.

    • Wegen eines einzelnen Zwischenfalls? Dann dürftest du auch gar nicht mehr auf die Toilette. Und wieso dürfen dann Leute zur Bar aber in der Eco keiner aufstehen?

      Das ist ein Unfall. Sowas passiert. Klar, am Sitz sollte man angeschnallt bleiben. Aber, das Hauptproblem ist doch, wenn Leute Anweisungen ignorieren.

      Ganz verhindern kann man sowas einfach nicht. Im Linienbus ist auch keiner angeschnallt und Leute stehen sogar und keiner macht sich Gedanken darüber, was passiert, wenn scharf gebremst werden muss oder der Bus gar umkippt.

    • Dann kommt man in der letzten Zeit vor der Landung gar nicht mehrdran…auch vorher schwierig,weil ja einige näher sitzen oder trotzdem unsichtbar von der anderen Seite kommen.
      Leider sind auch viele so unverschämt,daß sie sich da fast 10 min „vergnügen“…oft auch umziehen

  2. Die Frage ist, ob es wirklich eine Gewitter Front war, die lässt sich nämlich auf dem Radar erkennen und umfliegen.
    Unerwartete Turbulenzen treten aber gerade über der Adamansee öfter auf.

  3. Klar sollte man sich anschnallen, aber man darf auch aufstehen und sich die Beine vertreten, wenn man zur Toilette muss. Turbulenzen können immer auftreten, aber i.d.R. kommen diese erst langsam bzw. kündigen sich an, dann geht meistens auch das Anschnallzeichen an. Wenn es mal heftiger und unerwartet kommt, wie hier im Video, ist dies zwar tragisch, aber solchen Vorfälle sind doch eher die Ausnahme bei dem heutigen Flugaufkommen. Es gibt keinen Grund hier die Vorschriften zu verschärfen, da auch bei vielen Fluggesellschaften die Ansage kommt, dass man sich während des Fluges anschnallen sollte.

    • Ach genau. Also ich halte fest: man kann eigentlich zu jeder Zeit nicht angeschnallt sein, weil man ja auf die Toilette gehen musste.
      Ausserdem kündigen sich Ihrer Ansicht nach Turbulenzen langsam an, die sagen sozusagen erst beim Flugzeug Bescheid, damit jeder noch zum Flugzeugsitz zurück gehen kann. Oder können Sie Ihre Behauptung durch Fakten erhärten, dass Turbulenzen langsam kommen (wobei ich mich frage, was bei der Geschwindigkeit eines Flugzeugs langsam sein soll)….

  4. Ich mache mir immer um die Crew sorgen. Als Passagier schlafe ich selbst angeschnallt. Abschnallen tue ich mich nur, wenn der Gang zur Toilette unumgänglich wird. Und da bin ich bei dem Kommentar von Jürgen B., dass man die frei Toilette am Sitz abwarten sollte. Bemühe mich stets dass so kurz wie möglich zu halten.
    Aber wenn Turbulenzen angekündigt werden, dann hat die Crew noch Aufgaben zu erfüllen. Ich hab mal bei. einem Flug mit Malaysian erlebt, wie der Pilot eine Ansage an die Crew in Bahasa ( Malaiisch) machte und die Stewardess die Farbe wechselte.
    Turbulenzen sind kein Spaß! Hab mir selbst mal hart den Schädel angehauen. Der Flieger übersteht das locker. Die Profis im Cockpit beweisen immer wieder, dass sie uns sicher runter bringen. Aber als Passenger sollte ich meinen Teil dazu beitragen und angeschnallt bleiben

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