Überführung nach Frankfurt: Lufthansa Airbus A380 kann Fahrwerk auf gesamtem Flug nicht einfahren

Foto: Lufthansa

Endlich kommt sie wieder! Der erste Lufthansa Airbus A380 wurde nun von dem Flugzeugfriedhof im spanischen Teruel nach Frankfurt geflogen, wo man das Flugzeug für einen weiteren Flug auf die Philippinen vorbereitet, um es dort bei Lufthansa Technik über den Winter fit für den Passagiereinsatz bei Lufthansa im Sommer 2023 zu machen.

Dabei war der erste Flug der D-AIMK nach über 900 Tagen absolut kein alltäglicher und der Airbus A380 brauchte auch deutlich länger als geplant, denn man hob in Spanien erst um 16:05 Uhr mit etwa fünf Stunden Verspätung ab und brauchte dann auch über drei Stunden nach Frankfurt.

Der Grund für die lange Flugzeit war, dass der Lufthansa Airbus A380 auf dem Überführungsflug von Teruel nach Frankfurt das Fahrwerk nicht einfahren konnte, was zur Folge hatte, dass man tiefer und deutlich langsamer fliegen musste als man es normalerweise machen würde mit einem Airbus A380 auf dieser Strecke.

Dabei kam die Tatsache, dass man das Fahrwerk des Airbus A380 nicht einfahren konnte für die Piloten des Super Jumbos nicht überraschend, denn dies war schon vor Beginn des Fluges als Sicherheitsmaßnahme geplant. Der Grund hierfür war, dass man in Spanien nicht testen konnte ob das Ein- und Ausfahren des Fahrwerks nach der sehr langen Standzeit noch einwandfrei funktionierte.

Hierfür fehlt auf dem Flugzeug Friedhof die Ausstattung, denn man muss den Airbus A380 am Boden auf besonderen Stelzen aufbocken und kann dann wenige Zentimeter über dem Boden das Fahrwerk zu Testzwecken ein und ausfahren. Um hier keine Überraschungen zu erleben hat man auf das Einfahren des Fahrwerks verzichtet.

In Frankfurt hat Lufthansa Technik das benötigte Equipment für die Fahrwerkstests, sodass man hier diesen nun durchführen wird, zusammen mit weiteren Tests um das Flugzeug für seine erste Langstrecke seit fast drei Jahren vorzubereiten. Dabei fliegt man den Airbus A380 nach Manila zu Lufthansa Technik, wo er komplett überholt wird um dann wie ein neues Flugzeug ab April 2023 ab München zu fliegen.

Überführung nach Frankfurt: Lufthansa Airbus A380 kann Fahrwerk auf gesamtem Flug nicht einfahren | Frankfurtflyer Kommentar

Dass der Airbus A380 das Fahrwerk auf diesem Überführungsflug aus Spanien nicht einfahren konnte, war keine Überraschung für die Mannschaft von Lufthansa, allerdings finde ich, dass es sehr deutlich zeigt, was es für ein Aufwand ist dieses Flugzeug wieder für den Flugbetrieb fit zu machen.

Seit Oktober sind Techniker von Lufthansa in Spanien und haben den Airbus A380 für die Überführung vorbereitet und nun wird es noch fast ein halbes Jahr und tausende Arbeitsstunden dauern, bis der Lufthansa Airbus A380 endlich wieder mit Passagieren fliegen darf.

Dabei ist die Rückkehr des Airbus A380 ein Symbol wie kein anderes für den unerwartet schnellen Aufschwung des Flugverkehrs, was erstmal ein gutes Signal ist. Ich für meinen Teil freue mich aber auch darauf, noch einmal mit dem Lufthansa Airbus A380 als Passagier fliegen zu dürfen.

16 Kommentare

  1. Der Titel ist hat schon etwas von Klickbaiting.
    Das Fahrwerk konnte nicht eingefahren werden, weil man es so entschieden hat. Nicht, weil die Funktion nicht verfügbar war.

    • Wenn man jetzt schon wieder mit der Erbsenzähler Klickbait Keule kommen will, dann bitte auch korrekt!

      Man konnte das Fahrwerk nicht einfahren, weil der dafür vorgesehene und nötige Test nicht gemacht werden konnte. Ganz frei war diese Entscheidung wohl nicht, denn wie immer gibt es dafür Prozeduren.

      • Ich bin da bei Paul – der Titel ist eher so Bild-Niveau, er suggeriert, dass es ein Problem gegeben hätte. „KANN Fahrwerk nicht“ – gekonnt hätte er sehr wohl.

        • Du kannst das so finden, aber Fakt ist, er hätte es nicht gekonnt, weil nicht gedurft. Dass er es ohne Probleme gekonnt hätte ist eher eine Behauptung als belegbar ;).

          • Trotzdem suggeriert der Titel, dass es während des Fluges zu unerwarteten Problemen mit dem Fahrwerk gekommen ist.
            Dem war ja eindeutig nicht so, sondern es war ein geplantes Vorgehen.
            Daher finde ich solche Titel, wie sie vergleichbar ab und an bei euch vorkommen, einfach schade, das hättet ihr nicht nötig, glaube ich.

          • Nicht korrekt. Man hätte gedurft, aber aufgrund fehlender Testmöglichkeiten hat sich LH bzw. der Pilot entschieden, das Fahrwerk nicht einzufahren.

      • Hi Christoph,
        ich bin schon lange Leser auf eurer Seite und finde eure Arbeit richtig klasse. Es gab schon den ein oder anderen Tipp oder Deal, den ich hier gefunden habe und für den Großteil finde ich auch die Artikel super. Ich habe bei der Überschrift nur sehr schnell drauf geklickt, weil mich die A380 Rückkehr sehr interessiert und ich mich gefragt habe, ob da noch ein weiteres Hindernis entstanden ist. Dass es sich bei dem „Vorfall“ um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt hat, macht es für mich nicht weniger interessant und für genau solche Infos finde ich die Seite super. Mich hat es einfach gewundert, dass die Überschrift (gezielt) was anderes suggeriert.

    • Es ist schon bemerkenswert wenn alle Leser hier dasselbe wahrnehmen-inkl. meiner Wenigkeit- und sich der Autor dennoch demonstrativ weigert seinen „missglückten“ Aufhänger zuzugeben 😉

    • Lasst es doch einfach gut sein und erfreut euch daran, dass Ihr solche Infos überhaupt bekommt. Ich verstehe nicht wieso immer wieder zumgenörgelt und die Berichterstattung kritisiert wird. Sorry, habt Ihr nix besseres zu tun…?!?

    • Es gab sogar mal ein A310, der ist bis auf die Azoren gesegelt. Spaß macht sowas aber sicherlich nicht….

      Da fängt man im Cockpit das rechnen an, wenn sowas über Wasser passiert.

  2. „DARF Fahrwerk nicht einfahren“ wäre der Sache / Wahrheit schon näher gekommen.
    „KANN Fahrwerk nicht einfahren“ tönt halt hingegen schon reisserischer!

  3. kann, soll, darf, mag nicht… mein Gott Leute, was ist mit Euch los? Christoph ist doch nicht hier um seine Abschlußarbeit der Journalistenschule zu schreiben.🥲

    Etwas ganz anderes, gehört zwar nicht hierher, aber ich finde keinen anderen Platz: Ich habe aus den letzten Jahren viele Meilen, die ich in einen first class Flug einlösen möchte, aber ich finde (ohne LH Status) keinen einzigen bis Juni (nach Japan). Ist es so kimmer oder nur weil ich keinen Status habe? Danke für die Info!

    • So wie die Preise für reguläre Flüge nach Japan derzeit aussehen, wird es wohl keinen Grund geben, Prämienplätze herauszugeben. Da scheint alles für die nächsten Monate rappelvoll zu sein.
      Ja, ich suche auch. 🙁

  4. Habe die Überschrift des Mails am Nachmittag auf meinem Handy gesehen… und ja ich schliesse mich an – finde es auch ziemlich reisserisch und das muss wirklich nicht sein, wenn man objektiv und faktisch berichten möchte. Schade. Dort, wo ich zuvor davon gelesen hatte, war es ganz nüchtern so geschrieben – ohne Aufregung:

    „Um keine Risiken einzugehen, soll das Fahrwerk auf dem Flug nach Frankfurt nicht eingefahren werden – erst dort ist bei Lufthansa Technik ein voller Test der Fahrwerksmechanik möglich. So ist die A380 mit dem Taufnamen Düsseldorf 3:30 Stunden unterwegs. Normalerweise würde der Flug von Nordspanien nur 1:45 Stunden dauern.“

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