München als südlicher Hub der Lufthansa ist eine wahre Erfolgsgeschichte, die der Flughafen München und Lufthansa zusammen in einem Joint Venture seit 2003 schreiben. Damals eröffnete man mit einer gemeinsamen Betreibergesellschaft das Terminal 2, und nun soll es nach mehreren Ausbaustufen noch einmal ausgebaut werden. Der neue „T-Stiefel“ am Satellitenterminal soll noch einmal Platz für zusätzliche 10 Millionen Passagiere schaffen.
✈️ Ausbau geplant: Terminal 2 in München erhält Erweiterung für 10 Mio. zusätzliche Passagiere.
🌍 Fokus Langstrecke: Lufthansa will Wachstum künftig verstärkt ab München treiben.
🤝 Langfristige Partnerschaft: Zusammenarbeit mit Flughafen München bis mindestens 2056 gesichert.
Damit wird Lufthansa das Wachstum der Airline vor allem auf München fokussieren, und man plant, das Langstreckenangebot ab Bayern deutlich auszubauen. Hierbei hat München nun aufgrund besserer Standortbedingungen den Vorzug gegenüber Frankfurt bekommen.
Die Partnerschaft in München zwischen Lufthansa und dem Flughafen, welche 2003 begann, soll nun bis mindestens 2056 weitergeführt werden, was zeigt, wie langfristig man hier in München investieren will.
Das Terminal 2, welches exklusiv von Lufthansa und ihren Star Alliance Partnern genutzt wird, wurde bereits acht Jahre nach seiner Eröffnung an die Kapazitätsgrenze von 25 Millionen Passagieren gebracht. Daher hat man damals das Satellitenterminal gebaut, welches 2016 eröffnet wurde und seine planerische, zusätzliche Kapazität von 11 Millionen Passagieren schon 3 Jahre später erreicht hatte.
Im Jahr 2025 hat Lufthansa im Terminal 2 über 32 Millionen Passagiere abgefertigt, und mit dem neuen T-Stiefel wird man hier allein bei Lufthansa auf deutlich über 40 Millionen Passagiere kommen können.
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, sagt:
Vertrauensvolle und langfristige Partnerschaften sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Erfolg als global führende Airline-Gruppe. In München wird das besonders dadurch deutlich, dass wir gemeinsam mit der FMG und ihren Anteilseignern ein leistungsfähiges Drehkreuz geschaffen haben, das seit vielen Jahren zur weltweiten Spitzengruppe zählt. Mit Premium-Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung ist München zu einem zentralen Pfeiler unseres Drehkreuzverbunds geworden. Die nun vereinbarte, gemeinsame Erweiterung des Terminal 2 und das dadurch ermöglichte Kapazitätswachstum wird unsere einzigartige Partnerschaft und gemeinsame Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben. Diese Zukunftsinvestition ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt – sie ist ein klares Bekenntnis zu Bayern als Tor zur Welt, zum Wirtschaftsstandort Deutschland und zur globalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Luftverkehrsdrehkreuze. Die aktuellen geopolitischen Krisen zeigen einmal mehr, wie wichtig diese leistungsfähige Infrastruktur als Teil eigenständiger globaler Anbindung ist. Auch in unser Passagier- und Cargo-Drehkreuz in Frankfurt werden wir in den kommenden Jahren weiter investieren. Denn die Lufthansa Group steht wie kein anderes Unternehmen dafür, Deutschland und Europa optimal mit der Welt zu verbinden.

Dr. Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaats Bayern, sagt:
Herzlichen Glückwunsch zu 100 Jahre Lufthansa! Bayern ist Luftfahrt-Land und der Flughafen München ist unser Tor zur Welt. Seit 2003 pflegen der Flughafen und die Lufthansa nun schon eine weltweit einzigartige und erfolgreiche Partnerschaft. Gemeinsam wollen wir den Satelliten am Terminal 2 weiter ausbauen – in der Endstufe für bis zu zusätzlich zehn Mio. Passagiere pro Jahr. Zudem wird die Lufthansa ihr Langstreckennetz in München mit zusätzlichen Langstreckenflugzeugen und noch mehr Qualität und Service erweitern. Das ist ein Mega-Deal und ein Meilenstein für den Luftverkehrsstandort. Als Staatsregierung stehen wir zur Luftfahrt: Wir werden Drehkreuze weiter stärken, eigene Kompetenzen und Kapazitäten fördern und setzen uns für die Senkung der Luftverkehrsabgabe ein. Als Exportnation brauchen wir die Luftfahrt. Nur so werden wir im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen. Danke für die gute Zusammenarbeit und alles Gute für die Zukunft!
Auch in Frankfurt wird weiter investiert
Auch wenn Lufthansa nun den klaren Zuschlag an München für ein weiteres Wachstum auf der Langstrecke gegeben hat, wird Frankfurt als Lufthansa Hub natürlich alles andere als unbedeutend.
Lufthansa Cargo investiert über 600 Millionen Euro in ein neues Frachtabfertigungszentrum an ihrem wichtigsten Standort Frankfurt. Mit der Eröffnung des Terminal 3 im Süden im April 2026 ergibt sich ab diesem Jahr zudem die Möglichkeit, das Herzstück des Flughafens im Norden langfristig zu stärken.
So will die Lufthansa Group gemeinsam mit Fraport und FraAlliance den Hub-Betrieb im nördlichen Teil des Flughafens um das Terminal 1 optimieren. Hierfür wurde bereits in diesem Monat das Projekt „Campus Nord“ gestartet. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des operativen Betriebs und damit auch das Reiseerlebnis für die Gäste der Lufthansa Group und ihrer Allianz-Partner im Terminal 1 weiter zu verbessern.
Lufthansa baut in München aus: Terminal 2 bekommt Anbau für 10 Millionen zusätzliche Passagiere | Frankfurtflyer Kommentar
Nun ist die Entscheidung also gefallen, und Lufthansa baut in München weiter aus. Dabei war diese Entscheidung fast zu erwarten, denn auch wenn es in der jüngeren Vergangenheit ein paar operative Probleme in München gab, ist München für die Passagiere der angenehmere und besser strukturierte Hub der Lufthansa.
Spannend wird nun sein, wie das Wachstum der Lufthansa in München aussehen wird, welches sehr stark über weitere Langstrecken getrieben werden soll.
Natürlich können wir uns auch schon jetzt über hoffentlich neue Lounges im neuen Terminal freuen, auch wenn wir uns hier noch fast 10 Jahre gedulden müssen, bis dieses Gebäude fertig ist.
Ich kann diese Entscheidung nicht ganz nachvollziehen. Auch wenn der Lufthansa-Vorstand seit längerem München gegenüber Frankfurt bevorzugt, so würden aus meiner Sicht dennoch alle objektiven Faktoren (bestehendes Netz, Runway- und künftig auch Terminalkapazität, geographische Lage des Flughafens, Verkehrsanbindung) für einen Ausbau von Frankfurt sprechen.
T-„Stiefel“???
Um Himmels Willen. Wo kommt das denn her?