Ein neues Urteil gegen Klimakleber der „Letzten Generation“, die mit einer Blockade des Flughafens Nürnberg Schlagzeilen machten, zeigt, dass dieses Kapitel noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Eine 25-Jährige, die sich auf die Startbahn des Flughafens Nürnberg klebte und so den gesamten Flugverkehr lahmlegte, wurde nun verurteilt.
✈️ Urteil gefällt: Klimakleberin nach Flughafen-Blockade in Nürnberg verurteilt.
⚖️ Strafe: 10 Monate Haft auf Bewährung plus 150 Stunden gemeinnützige Arbeit.
🚫 Massive Folgen: 80 Minuten Stillstand des Flugverkehrs und hohe Kosten.
Es war ein trauriges Kapitel unserer jüngeren Geschichte. Junge Menschen klebten sich aus aktivistischen Gründen auf die Straßen deutscher Großstädte, um den Verkehr zum Erliegen zu bringen. Sogar vor Flughäfen machten sie nicht halt. Während derartige Aktionen mittlerweile zu Gespenstern der Vergangenheit gehören, beschäftigen sich Gerichte immer noch mit den Tätern.
So wurde nun ein Urteil gefällt, welches im Zusammenhang mit einer Blockade des Flughafens Nürnberg (NUE) im Sommer 2024 stand. Damals hatten sich mitten in den Sommerferien zwei Frauen Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens verschafft. Sie klebten sich auf die Startbahn und blockierten so den gesamten Flugverkehr. 80 Minuten vergingen, ehe wieder Starts und Landungen möglich waren.
272-fache Nötigung
Die nun verurteilte 25-Jährige Klimakleberin war geständig. Das wirkte sich milder auf das Urteil aus. Sie wurde zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Amtsgericht Nürnberg sah den Tatbestand der 272-fachen Nötigung sowie der Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch als voll erfüllt an. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, gilt die Aktivistin der „Letzten Generation“ auch in dem Sinne als vorbestraft, dass ihre Verurteilung im Führungszeugnis sichtbar ist. Hinzu kommt, dass sie zusätzlich 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten muss.
Ihr 29-jähriger Mittäter erschien am Donnerstag, den 26. März 2026, nicht zur Urteilsverkündung. Sein Verfahren wurde daher durch das Amtsgericht Nürnberg abgetrennt.
Urteil nach Flughafen-Blockade: Klimakleberin in Nürnberg verurteilt | Frankfurtflyer Kommentar
Lange Zeit wurden die Aktionen der Klimakleber von Politik und Medien unterstützt. Erst als die Dimensionen zu groß wurden und dadurch auch transparent wurde, wie katastrophal schlecht unsere kritische Infrastruktur geschützt ist, verschärfte sich die Gangart. Die „Letzte Generation“ ließ alsbald von ihren Aktionen ab und verschwand in der Bedeutungslosigkeit bzw. suchte sich andere Betätigungsfelder.
Dass nun weitere Urteile gefällt werden, ist richtig und wichtig. Während zehn Monate auf Bewährung noch sehr milde wirken, sind die zivilrechtlichen Prozesse der Betroffenen nicht zu unterschätzen. Denn die Kosten, die Fluggesellschaften und Flughäfen durch solche Protestaktionen entstehen, können schnell in einen sechsstelligen Bereich gehen.
Zum Glück hatte das Klimakleben zuletzt auch den romantischen Aspekt verloren, da die Betroffenen auch dazu bereit waren, ihre Interessen mit drastischen Mitteln durchzusetzen.
Was denkt Ihr: Zu mildes Urteil oder völlig überzogene Reaktion des Gerichts? Kommentiert gerne unter dem Beitrag.
Quelle: dpa via aero.de
Gemeinnützige Arbeit = Pipi-Fax
Im Straßenbau hingegen werden immer Leute gesucht!
Nachteil: Nach wenigen Stunden schmerzt der Rücken und es wird eine Invalidenrente zugesprochen. Kommt also den Staat viel teurer zu stehen!
Wichtiger als die Strafdauer ist die Verurteilung selbst, denn aus der Schadenersatz kann man sich, wenn er in Folge einer Straftat anfällt, nicht durch Privatinsolvenz befreien. Die Dame wird also die nächsten 30 Jahre damit verbringen ihre Schulden abzubezahlen, welche die Fluggesellschaften und der Flughafen einfordern werden. Diese Strafe wirkt viel abschreckender als das bisschen gemeinnützige Arbeit.