Air New Zealand ist für seine Innovationen berühmt und man hat hier schon einige wirklich spannende Neuerungen für Langstrecken entwickelt, wie einst eine einzigartige Premium Economy Class. Besonderes Augenmerk legt man bei Air New Zealand immer auf die Langstrecken, was auch wenig überraschend ist, denn Flüge ab Neuseeland sind meist sehr lang. Nun macht man in wenigen Tagen für die Passagiere das Skynest buchbar, welches echte Betten in der Economy Class bietet, allerdings nur für 4 Stunden und für einen saftigen Aufpreis von 495 Dollar (ca. 420 Euro).
💸 Hoher Preis: 4 Stunden Schlaf kosten 495 USD (ca. 420 Euro)
✈️ Einsatz auf Ultra-Langstrecke: Verfügbar auf Flügen zwischen New York und Auckland
Für Air New Zealand sind die Skynest-Betten nicht das erste Experiment mit Betten in der Economy Class, denn die Airline bietet auch schon in der Economy Class eine sogenannte Skycouch an, bei welcher man alleine oder zu zweit auf drei Sitzen Platz nehmen kann und dank hochklappbarer Fußstützen hier auch komplett flach schlafen kann, wenngleich die Liegefläche kleiner ist als in einem Bett. Das Skynest ist hier die logische Weiterentwicklung, denn man bietet bis zu sechs Passagieren gleichzeitig ein komplett flaches Bett mit über 2 Metern Länge an.
Untergebracht ist das Skynest in der Boeing 787-9 zwischen der Economy Class und Premium Economy Class und es erinnert stark an ein Crew Rest, in welchem normalerweise Piloten und Flugbegleiter schlafen. Ab dem 18. Mai können dann Passagiere, die zwischen New York und Auckland reisen und bereits über ein Economy Class oder Premium Economy Class Ticket für November 2026 verfügen, hier einen Slot von vier Stunden buchen, um auf den sehr langen Flügen auch komplett flach liegend zu schlafen.
Air New Zealand verlangt für einen Schlaf-Slot von vier Stunden in einem Skynest den stolzen Preis von 495 USD, also etwa 420 Euro. Damit zahlt man zusätzlich zum Economy Class Ticket also noch einmal 105 Euro pro Stunde, um hier flach liegend schlafen zu können, wobei dieser Aufpreis wohl immer noch günstiger als ein Upgrade in die Business Class ist.
Nachdem jede Schlaf- oder Ruheeinheit in dem Skynest von Air New Zealand nur vier Stunden betragen soll, ist auch klar, dass man die Betten doppelt belegen wird. So plant man auch zu Beginn ganz offiziell zwei Sessions pro Flug, wobei die Flüge zwischen New York und Auckland mit über 17 Stunden reiner Flugzeit durchaus genug Zeit für eine dritte Session bieten würden, wodurch immerhin 18 Passagiere in den Genuss dieses Angebotes kommen könnten.
Air New Zealand weist die Passagiere direkt darauf hin, dass das Skynest ein Ort der Ruhe ist, weshalb man vorbereitet in seine Session gehen solle. So wird man auch 30 Minuten vor dem Slot das erste Mal von der Crew erinnert und dann 5 Minuten vorher ein weiteres Mal. Passagiere sollen hier möglichst nicht während des Slots das Bett verlassen und sich bereits Bücher oder Tablets mitnehmen. Kopfhörer sind im Skynest verpflichtend, wenn man Videos schauen will oder Musik hören möchte.
Zum Schlafen bekommen die Passagiere hier auch ein Amenity Kit, Decken und Kissen.
Essen und Trinken ist im Skynest übrigens streng verboten, lediglich Wasser ist hier erlaubt und dieses sollen sich die Passagiere vor dem Schlafengehen auch mitnehmen.
Air New Zealand Skynest | Bett in der Economy Class für 495 Dollar | Frankfurtflyer Kommentar
495 USD für vier Stunden Schlaf oder vielmehr vier Stunden in einem Bett sind sicherlich ein stolzer Preis und die Frage, die sich sicherlich als Erstes stellt, ist: Würdet Ihr es bezahlen?
Klar ist, dass auch Air New Zealand nicht davon ausgeht, dass die Mehrheit der Passagiere in der Economy und Premium Economy Class dieses Angebot nutzt, denn man bietet es nur 12 von 172 Passagieren überhaupt an und dennoch ist es eine außerordentlich spannende Idee. Ich bin hier sehr gespannt, wie die Passagiere dies annehmen werden, denn man muss schon vor dem Flug entscheiden, dass man dieses Angebot nutzen will und nicht erst, wenn man todmüde auf dem 17-Stunden-Flug sitzt und sich nur noch nach einem Bett sehnt, was vermutlich der einfachste Zeitpunkt wäre, um dieses Produkt und auch den Preis zu verkaufen.
Innovativ ist dieses Produkt aber ohne Zweifel und ich bin auf die ersten Erfahrungsberichte sehr gespannt!



Interessante Idee, das große freie Volumen einer Passagierkabine zumindest teilweise zu nutzen.
Bei der Flächennutzung wird jeder Quadratmillimeter genutzt, Volumen ist noch viel verfügbar. Die Frage ist, ob und wie man das nutzen kann.
Vielleicht bekommen wir eine Rückmeldung in einem Jahr, wie der Versuch von den Passagieren angenommen wird?