Zehn Ziele in der Auswahl: Austrian Airlines will neue Langstrecke aufnehmen

Boeing 787, Foto: Austrian Airlines

Bei der Flotte von Austrian Airlines ist endlich Bewegung angesagt. Die Airline der Lufthansa Group sortiert nach und nach die Flugzeuge von Embraer und die ältesten Exemplare der Airbus-A320-Familie aus. Auch bei der Interkontinentalflotte tut sich etwas, vor kurzer Zeit kam die dritte Boeing 787-9 nach Wien. Parallel sollen die alten Boeing 767 zwar noch in diesem Jahr gehen, unterm Strich könnte die Langstreckenflotte auf lange Sicht aber ausgebaut werden. Die AUA hat dafür schon eine Liste mit zehn potenziellen Zielen im Hinterkopf.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Austrian Airlines prüft laut Vorstandschefin mindestens zehn potenzielle Langstreckenziele.
🛫 Weitere Dreamliner sollen die alternden Boeing 767 ersetzen und Wachstum ermöglichen.
💰 Neue Langstrecken hängen von besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Wien ab.

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Neue Langstrecken bereits in Vorbereitung

Austrian Airlines beschäftigt sich intern gerade mit dem nächsten Wachstumsschritt auf der Langstrecke. Wie Vorstandschefin Annette Mann gegenüber airliners.de erklärte, existiert bei der Fluggesellschaft eine Liste mit mindestens zehn potenziellen Fernzielen. Die Kandidaten sollen sich über verschiedene Regionen und Kontinente verteilen, eine konkrete Entscheidung wurde jedoch noch nicht getroffen.

Der Zeitpunkt für die Auswahl eines neuen Ziels soll möglichst spät erfolgen. Hintergrund sind die geopolitischen Unsicherheiten in vielen Regionen der Welt. Dadurch möchte sich Austrian Airlines die notwendige Flexibilität bewahren, um auf Veränderungen der Nachfrage oder politische Entwicklungen reagieren zu können.

Mit der Einflottung einer dritten Boeing 787-9, die ebenfalls gebraucht übernommen und zuvor bei Lufthansa unterwegs war, wächst die Langstreckenflotte gerade auf zwölf Flugzeuge. Die Indienststellung des dritten Dreamliners wird allerdings vorerst keine neue Route ermöglichen. Stattdessen will Austrian Airlines bestehende Verbindungen stärken und die Frequenzen auf dem aktuellen Streckennetz erhöhen.

Für die Aufnahme eines neuen Langstreckenziels wäre laut der Managerin eine weitere Flottenerweiterung notwendig. Die Rede ist von einer 13. Langstreckenmaschine, die dann den Weg für eine zusätzliche Interkontinentalverbindung freimachen könnte. Nach aktuellem Stand sollen noch in diesem Jahr zwei weitere Boeing 787 nach Wien kommen, gleichzeitig soll aber die betagte 767-Teilflotte aufgelöst werden.

Diese besteht aus drei verbliebenen Maschinen, die zum Teil schon über 27 Jahre alt sind. Damit endet bei Austrian Airlines eine Ära, die über Jahrzehnte das Langstreckennetz geprägt hat.

Dreamliner ist die Zukunft auf der Langstrecke

Die Boeing 787-9 übernimmt dabei zunehmend die Rolle des Rückgrats der Interkontinentalflotte. Die modernen Dreamliner bieten nicht nur niedrigere Betriebskosten und einen geringeren Treibstoffverbrauch, sondern verbessern auch die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Airlines.

Austrian Airlines könnte dennoch das Interkontinentalnetz ausbauen, das Vorhaben ist an eine klare Bedingung geknüpft: Die Kosten am Standort Wien müssen sinken. Die Airline sieht sich seit Jahren mit hohen Gebühren, Steuern und Personalkosten konfrontiert. Laut Mann zählt Wien mittlerweile zu den teuersten Luftfahrtstandorten Europas. Die Kosten sollen etwa doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt und sogar ein Vielfaches jener in Spanien sein.

Derzeit laufen dazu Gespräche mit dem Flughafen Wien sowie mit politischen Entscheidungsträgern. In den kommenden Wochen könnte sich zeigen, ob die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen werden.

Austrian Airlines Flotte bleibt ein fliegendes Altersheim

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Irgendwie ist die AUA das Schlusslicht im Lufthansa-Konzern. Lange hieß es, dass die Österreicher erst profitabel werden müssen, bevor sie mit der Flottenmodernisierung drankommen. Mit Flugzeugen, die zum Teil aber schon den 30. Geburtstag gefeiert haben, ist dies aber kaum zu schaffen. Austrian kann innerhalb von Europa schon lange nicht mehr mit der Konkurrenz oder erst recht den Lowcostern mithalten.

Auf der Langstrecke haben fast alle Netzwerk-Carrier mit modernen Flugzeugen à la A350 oder B787 die Nase vorn. So langsam wird die AUA-Interkontinentalflotte durch die Dreamliner etwas moderner, intern beschäftigt man sich offensichtlich mit einer Expansion und hat entsprechende Marktanalysen bereits vorliegen. Fragt sich nur, ob es sich bei dem potenziell neuen Ziel um eine Destination handelt, die schon von den anderen bedient wird oder ob die rot-weiße Gesellschaft langfristig eine neue Aufgabe in der Group bekommt.

Was denkt Ihr: Welche Langstreckenziele würden am besten zu Austrian Airlines passen?

 

 

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