Bei den drei Allianzen der Fluggesellschaften hat sich in den letzten Jahren einiges getan, in Sachen Wechsel sowie Ein- und Austritte geht es auch in Zukunft munter weiter. Das größte Bündnis, die Star Alliance, verliert noch in diesem Jahr einen wertvollen Partner in Asien. Die südkoreanische Asiana Airlines geht in Korean Air auf und verschwindet als Marke. Für Partner wie Lufthansa bedeutet dieser Schritt ein Umdenken.
✈️ Asiana Airlines verlässt die Star Alliance am 16. Dezember 2026.
🇰🇷 Lufthansa setzt künftig auf Seoul Kooperationen mit Jeju Air und Korail.
🎟️ Star-Alliance-Vorteile und Meilengutschriften bleiben noch erhalten.
Die Konsolidierung in der Luftfahrt verändert weiter die Strukturen der großen Allianzen. Nach dem Weggang von SAS konnte sich die Star Alliance zwar über den Zugang von ITA Airways und der Lufthansa-Tochter City Airlines freuen. Ende 2026 steht aber der nächste bedeutende Einschnitt bevor: Asiana Airlines verlässt die Star Alliance.
Die Fluggesellschaft mit Sitz in Seoul wird am 16. Dezember 2026 offiziell aus dem Bündnis ausscheiden. Hintergrund ist die vollständige Integration von Asiana Airlines in Korean Air. Die neue, gemeinsame Airline wird künftig Teil des SkyTeam-Bündnisses sein.
Noch einige Monate Star-Alliance-Vorteile
Für Vielfliegende bleibt zunächst vieles beim Alten. Kundinnen und Kunden der vielen Programme können weiterhin Meilen auf Asiana-Flügen sammeln, sofern diese bis zum 15. Oktober 2026 durchgeführt werden. Auch die Einlösung von Prämienmeilen für Flüge und Upgrades bei Asiana bleibt bis zum Austritt der Airline möglich.
Ebenso gelten die bekannten Star-Alliance-Statusvorteile wie Priority Check-in, bevorzugtes Boarding oder Lounge-Zugang noch bis zum endgültigen Ausscheiden der Fluggesellschaft. Danach endet die Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses vollständig. Mit dem Austritt schrumpft die Star Alliance von derzeit 26 auf künftig 25 Mitgliedsfluggesellschaften.
Lufthansa stellt sich auf die neue Situation ein
Für die Lufthansa Group hat Asiana Airlines bislang eine wichtige Rolle in Südkorea gespielt. Über Seoul konnten Reisende zahlreiche Anschlussverbindungen innerhalb des Landes und in weitere asiatische Märkte nutzen.
Nach Angaben des Konzerns hat man sich jedoch frühzeitig auf den Wegfall des Partners vorbereitet. Bereits ab September 2026 sollen bestehende Buchungen bei Bedarf auf Korean Air umgebucht werden, um die Kontinuität für die Kunden sicherzustellen.
Gleichzeitig verfolgt Lufthansa eine neue Strategie für den koreanischen Markt. Nach eigenen Angaben endet die Reise der meisten Lufthansa-Passagiere ohnehin in Seoul. Deshalb konzentriert sich der Konzern künftig stärker auf die Anbindung der Hauptstadt selbst und auf alternative Möglichkeiten für Weiterreisen innerhalb Koreas.
Neue Partner in Südkorea
Dazu wurde die Zusammenarbeit mit der koreanischen Billigfluggesellschaft Jeju Air ausgebaut. Zusätzlich hat Lufthansa eine intermodale Partnerschaft mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft Korail geschlossen.
Dadurch sollen Passagiere künftig einfacher vom Flughafen Incheon in andere Regionen Südkoreas weiterreisen können. Gleichzeitig will Lufthansa den Lounge-Zugang am Flughafen Incheon auch nach dem Ausscheiden von Asiana weiterhin gewährleisten.
Trotz des Verlusts von Asiana bleibt die Star Alliance in Seoul stark vertreten. Nach Angaben des Bündnisses werden weiterhin 14 Mitgliedsfluggesellschaften den Flughafen Incheon bedienen. Dazu gehören unter anderem Lufthansa, SWISS, Singapore Airlines, Turkish Airlines, United Airlines, Air Canada und EVA Air.
Lufthansa bereitet sich auf den Star-Alliance-Austritt von Asiana vor | Frankfurtflyer Kommentar
Asiana Airlines verschwindet als Marke, für die Star Alliance ist dieser Schritt durchaus empfindlich. Die Fluggesellschaft war über zwei Jahrzehnte Teil des Bündnisses und hat insbesondere in Nordostasien für wichtige Verbindungen gesorgt. Für Lufthansa scheint der Verlust überschaubar, da die meisten Fluggäste der Airline in Seoul bleiben bzw. unabhängig weiterreisen.
Für diejenigen, die in den letzten Jahren im Asiana Club Flüge und Meilen gesammelt haben, wird es schmerzhafter. Wer hier einen Status hatte, muss sich nach Alternativen umsehen oder sich mit dem etwas komplexen Programm von Korean Air zufriedengeben. Immerhin hatte man dazu jetzt auch wirklich lange Zeit.




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