Willkommen in dem heißen Sommerwochenende! Auch heute blicken auf die vergangene Woche, im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum (Eis-)Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Bundesweite Bahnstörung legt Zugverkehr zeitweise lahm
Eine schwerwiegende IT-Störung hat den Bahnverkehr in Deutschland am Dienstagabend vorübergehend vollständig zum Erliegen gebracht. Ursache war eine Störung des digitalen Bahnfunknetzes, weshalb sämtliche Züge an Bahnhöfen angehalten wurden. Auch Reisende von und zu deutschen Flughäfen waren von den massiven Einschränkungen betroffen. Die Deutsche Bahn arbeitete nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung des Problems, während zahlreiche Eisenbahnunternehmen ihre Fahrgäste aufforderten, Reisen zu verschieben oder alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Die genaue Ursache der Störung war zunächst unklar. Erst nach und nach konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden.
SWISS verlängert Zusatzflüge
SWISS reagiert auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Indien und verlängert ihre zusätzlichen Flüge zwischen Zürich und Delhi bis zum Ende des Sommerflugplans am 24. Oktober 2026. Neben der regulären täglichen Verbindung bleibt damit ein zweiter täglicher Umlauf mit einem Airbus A330 im Angebot. Gleichzeitig setzt die Lufthansa-Tochter ihre Flüge nach Dubai weiterhin aus. Sämtliche Verbindungen in die Vereinigten Arabischen Emirate bleiben nun ebenfalls bis einschließlich 24. Oktober gestrichen. Ursprünglich war die Strecke nach Beginn des Iran-Krieges aus Sicherheitsgründen eingestellt worden, inzwischen nennt SWISS vor allem operationelle Gründe für die erneute Verlängerung der Suspendierung.
Flughäfen Leipzig und Dresden prüfen Umbau der Infrastruktur
Die Mitteldeutsche Flughafen AG hat eine umfassende Prüfung der Infrastruktur an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden gestartet. Dabei wird unter anderem untersucht, ob in Dresden langfristig ein kleineres und wirtschaftlicheres Terminal sinnvoll wäre. Hintergrund ist, dass die bestehende Anlage für deutlich mehr Passagiere ausgelegt wurde als zuletzt abgefertigt wurden. Auch in Leipzig/Halle stehen mögliche Änderungen bei Check-in, Gepäckabfertigung und Boarding auf dem Prüfstand. So könnten Passagiere künftig häufiger zu Fuß über das Vorfeld zu ihren Flugzeugen gelangen. Konkrete Entscheidungen gibt es noch nicht, zunächst sollen verschiedene Konzepte weiter ausgearbeitet und bewertet werden.
American Airlines modernisiert Airbus-Kabinen
American Airlines startet in diesem Sommer ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für ihre Airbus-A319- und Airbus-A320-Flotte. Die Kabinen erhalten zusätzliche Premium-Sitze mit Sichtschutzflügeln und mehr Stauraum, größere Gepäckfächer, USB-C-Anschlüsse an jedem Platz sowie eine neue Innenverkleidung und Beleuchtung. Das Design orientiert sich an den neuesten Boeing 787-9 und Airbus A321XLR der Airline. Künftig verfügen die A319 über zwölf und die A320 über 16 Premium-Sitze. Darüber hinaus plant American Airlines, beide Flugzeugtypen ab 2027 mit Starlink-WLAN auszurüsten.

Lufthansa plant Flugschule in Portugal
Lufthansa Aviation Training treibt die Pläne für einen neuen Ausbildungsstandort in Portugal voran. Gemeinsam mit Lufthansa Technik wurde bereits eine Absichtserklärung mit dem portugiesischen Verteidigungsministerium unterzeichnet. Die neue Einrichtung soll vor allem Militärpiloten der Bundeswehr und weiterer europäischer Partner ausbilden. Lufthansa hatte bereits angekündigt, nach einem zusätzlichen Standort für die Pilotenausbildung in Europa zu suchen und Portugal als möglichen Kandidaten genannt. Über die European Flight Academy bildet der Konzern bereits Cockpitnachwuchs für die gesamte Lufthansa Group aus.
Defekte Klimaanlage sorgt für Rettungseinsatz am Flughafen Frankfurt
Ein technischer Defekt an einem SunExpress-Flug von Frankfurt nach Antalya hat am Sonntag einen Rettungseinsatz ausgelöst. Wegen eines Ausfalls des Hilfsaggregats funktionierte die Klimaanlage am Boden nicht, wodurch sich die Kabine stark aufheizte. Mehrere der 189 Passagiere klagten über Kreislaufprobleme und mussten medizinisch versorgt werden. Nach einer Untersuchung konnten die Betroffenen ihre Reise später am selben Tag fortsetzen. SunExpress entschuldigte sich für den Vorfall und kündigte an, den gesamten Ablauf umfassend zu überprüfen.
Etihad streicht geplanten Ausbau nach Deutschland
Etihad Airways hat mehrere geplante Erweiterungen ihres Deutschland-Flugplans zurückgenommen. Die ursprünglich ab September vorgesehenen zusätzlichen täglichen Verbindungen von Abu Dhabi nach München und Düsseldorf werden nicht aufgenommen. Beide Strecken sollten mit dem neuen Airbus A321LR bedient werden, die entsprechenden Flüge wurden jedoch aus dem Winterflugplan gestrichen. Auch auf der Route nach Frankfurt gibt es Änderungen: Die zweite tägliche Verbindung wird zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember 2026 vorübergehend ausgesetzt. Ab dem 15. Dezember kehrt sie zurück und wird dann erstmals mit einem Airbus A321LR durchgeführt. Die tägliche Boeing-787-Verbindung nach Frankfurt bleibt unverändert bestehen.
Dieter Vranckx übernimmt Aufsichtsratsvorsitz bei Austrian Airlines
Bei Austrian Airlines kommt es zu einem Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats. Dieter Vranckx wurde mit Wirkung zum 23. Juni zum neuen Vorsitzenden gewählt und folgt auf Till Streichert, der sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat. Vranckx gehört seit Juli 2024 dem Vorstand der Lufthansa Group an und verantwortet als Chief Commercial Officer das kommerzielle Geschäft des Konzerns. Zuvor leitete der 53-Jährige unter anderem Swiss und Brussels Airlines. Erst kurz vor seiner Wahl war Vranckx von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der österreichischen Lufthansa-Tochter gewählt worden.
Condor nimmt Windhoek wieder ins Streckennetz auf
Condor baut ihr Langstreckennetz weiter aus und kehrt nach Namibia zurück. Ab Ende Juni 2027 fliegt der Ferienflieger die Strecke zwischen Frankfurt und Windhoek wieder dreimal pro Woche. Die Flüge starten jeweils dienstags, donnerstags und samstags in Frankfurt, die Rückflüge erfolgen am darauffolgenden Tag. Zum Einsatz kommt der Airbus A330neo. Windhoek gehörte bereits von 2014 bis 2021 zum Streckennetz der Airline und wird nun aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Reisen ins südliche Afrika wieder aufgenommen.
Eurowings präsentiert neuen Markenauftritt und weitere Winterziele
Eurowings hat ein umfassend modernisiertes Corporate Design vorgestellt. Das bekannte Flügelsymbol rückt künftig stärker in den Mittelpunkt des Markenauftritts und wird durch eine neue Hausschrift sowie ein vereinfachtes Designsystem ergänzt. Parallel baut die Lufthansa-Tochter ihr Streckennetz im Winter 2026/27 aus. Neu sind unter anderem Direktflüge von Berlin und Hamburg nach Jerez de la Frontera, von Köln/Bonn nach Klagenfurt und Pristina sowie von Hannover und Stuttgart nach Kairo. Außerdem verbindet Eurowings Hannover künftig auch direkt mit Alicante.

Discover Airlines stockt München-Windhoek auf
Discover Airlines baut ihr Langstreckenangebot nach Namibia aus. Ab April 2027 fliegt die Lufthansa-Tochter die Strecke zwischen München und Windhoek ganzjährig fünfmal pro Woche. Bislang wird die Verbindung dreimal wöchentlich angeboten, neu kommen Flüge an Montagen und Donnerstagen hinzu. Gemeinsam mit den täglichen Verbindungen ab Frankfurt und der Rückkehr von Condor nach Windhoek wächst das Angebot zwischen Deutschland und Namibia auf insgesamt zwölf wöchentliche Flüge der Lufthansa Group und drei weitere Condor-Verbindungen.
Münchner Konzertarena nimmt wichtige Planungshürde
Die geplante „Munich Arena“ nahe dem Flughafen München ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Stadtrat von Freising hat die notwendigen Änderungen für die planungsrechtliche Grundlage beschlossen. Die rund 20.000 Zuschauer fassende Mehrzweckarena soll in Zusammenarbeit mit dem Konzertveranstalter Live Nation entstehen und vor allem internationale Konzerte ausrichten. Die Eröffnung ist derzeit für das Jahr 2029 vorgesehen, ein Termin für den Baubeginn steht allerdings noch nicht fest. Vor dem Baustart müssen weitere Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden.
Malaysia Airlines prüft Zukunft ihrer Airbus A350
Die Malaysia Aviation Group will bis Ende 2026 über die Zukunft der sieben Airbus A350-900 ihrer Tochter Malaysia Airlines entscheiden. Die Überprüfung erfolgt im Rahmen der langfristigen Flotten- und Wachstumsstrategie des Konzerns. Eine Entscheidung über die Zukunft der Langstreckenjets ist bislang nicht gefallen. Gleichzeitig laufen die aktuellen Flugzeugauslieferungen planmäßig, bis Jahresende erwartet die Airline elf neue Maschinen. Trotz steigender Kerosinkosten infolge des Nahost-Konflikts hält die Unternehmensgruppe an ihren Wachstumsplänen fest. Bis 2035 soll die Flotte der Mainline auf insgesamt 116 Flugzeuge anwachsen.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Review: Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 nach Newark inkl. Zubringer
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