Wie viel Business Class bleibt noch? Icelandair streicht Sitzplatzreservierung und Lounge

Foto: Icelandair

Icelandair bietet mit der Saga Class eine Art Premiumprodukt, welches einer Business- bzw. First Class auf Kurzstrecken bzw. einer Premium Economy Class auf Langstrecken gleicht. Mit breiteren Sitzen, aufgewertetem Service und vielen weiteren Benefits auch am Boden musste sich die Fluggesellschaft aus Reykjavik bisher nicht verstecken. Das ändert sich aber nach und nach, denn die nationale Airline Islands hat den Rotstift angesetzt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

💺 Kostenlose Sitzplatzreservierung entfällt im Saga-Premium-Tarif ab 21. Juli 2026.
🧳 Nur noch ein Freigepäckstück statt zwei im günstigeren Tarif enthalten.
✈️ Icelandair baut die Leistungen der Saga Class weiter ab – Premium Flex bleibt unverändert.

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Icelandair hatte bereits im vergangenen Jahr den Loungezugang für die meisten Saga-Class-Passagiere deutlich eingeschränkt. Nun folgt der nächste Schritt: Ab dem 21. Juli 2026 verlieren neu gebuchte Tickets im günstigeren Tarif „Saga Premium“ weitere bislang selbstverständliche Leistungen. Betroffen sind sowohl die kostenlose Sitzplatzreservierung als auch das Freigepäck.

Weitere Einschnitte für Saga-Premium-Kunden

Die Änderungen gelten für alle Saga-Premium-Tickets, die Berichten zufolge ab dem 21. Juli 2026 neu gekauft werden. Während Passagiere bislang ihren Sitzplatz kostenlos auswählen konnten, entfällt dieser Vorteil künftig vollständig. Selbst beim Online-Check-in besteht dann keine Möglichkeit mehr, kostenlos einen bestimmten Platz auszuwählen. Wer beispielsweise gezielt am Fenster oder gemeinsam mit Mitreisenden sitzen möchte, muss künftig eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung vornehmen. Andernfalls weist das System beim Check-in automatisch einen Sitzplatz zu.

Auch beim Gepäck wird gespart. Bislang konnten Saga-Class-Reisende unabhängig vom Tarif zwei Gepäckstücke mit jeweils bis zu 32 Kilogramm aufgeben. Künftig ist im günstigeren Saga-Premium-Tarif nur noch ein Gepäckstück mit maximal 32 Kilogramm enthalten. Wer weiterhin die bisherigen Leistungen erhalten möchte, muss den teureren Tarif „Saga Premium Flex“ buchen. Dieser kostet z.B. auf der Strecke Frankfurt-Reykjavik-New York ca. 200 Euro mehr.

 

Die Saga Class verliert weiter an Attraktivität

Bereits im vergangenen Jahr hatte Icelandair den Rotstift angesetzt. Seitdem erhalten Passagiere im regulären Saga-Premium-Tarif nur noch Zugang zur hauseigenen Saga Lounge am Flughafen Keflavik. Die Nutzung der mehr als 40 Partnerlounges weltweit – darunter auch in Deutschland – ist seitdem nicht mehr Bestandteil des günstigeren Tarifs. Außerhalb Islands profitieren nur noch Reisende mit einem hochwertigen Ticket oder einem entsprechenden Status im Icelandair Saga Club vom Loungezugang.

Auf den Flügen innerhalb Europas bietet Icelandair mit den breiten Recliner-Sitzen nach wie vor ein deutlich attraktiveres Hard Product als viele Netzwerkairlines, die lediglich eine Economy Class mit freiem Mittelsitz als Business Class verkaufen. Mit dem Wegfall weiterer Inklusivleistungen verliert das Produkt aber an Attraktivität. Die Saga Class entwickelt sich damit immer stärker von einer Business Class hin zu einer gehobenen Premium Economy, wobei sich die Preise eher an einer Business Class orientieren.

Wie viel Business Class bleibt noch? Icelandair streicht Sitzplatzreservierung und Lounge | Frankfurtflyer Kommentar

Icelandair folgt einem Trend, dem sich in den vergangenen Jahren mehrere Fluggesellschaften angeschlossen haben. Immer häufiger werden Leistungen aus Premiumkabinen ausgelagert und nur noch gegen Aufpreis oder in den teureren Tarifklassen angeboten.

Bei vielen Airlines kann man trotzdem mit einem entsprechenden Status profitieren, bei Icelandair sieht man hingegen eher alt aus. Die Gesellschaft ist in keiner Allianz, kaum jemand dürfte die goldene Karte im Saga Club haben. Auf den Transatlantikstrecken verliert die Premiumklasse damit weiter an Profil. Wer den Umstieg in Island bislang in Kauf genommen hat, um von günstigeren Tarifen zu profitieren, wird sich das künftig vielleicht noch einmal überlegen.

1 Kommentar

  1. Nun ist es wirklich die schlechteste Business Class auf dem Nord Atlantik. Man solltet es dann auch Premium Eco nennen. Der fehlende Lounge Zugang ist schon übel….jetzt noch das dazu.

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