Die offensichtlichste Differenzierung zwischen der Economy Class und der Business Class im Flugzeug ist die Möglichkeit, dass man sich in der Business Class zum Schlafen flach hinlegen kann und hier auf Langstrecken ein Bett bekommt. Dieser große Vorteil der Business Class kommt natürlich auch mit einem enormen Aufpreis. Ein Business-Class-Ticket kann bis zum Zehnfachen des Preises eines Economy-Class-Tickets kosten. Mit der Sleeper’s Row wird Lufthansa nun kreativ und will auch in der Economy Class Betten anbieten.
🛏️ Mehr Komfort: Mit der Sleeper’s Row können Passagiere drei Economy-Class-Sitze allein nutzen.
💶 Variabler Aufpreis: Berichten zufolge kostet das Angebot je nach Flug etwa 200 bis 500 Euro.
⚠️ Nur am Flughafen: Die Sleeper’s Row kann nicht vorab reserviert werden und ist nur nach Verfügbarkeit erhältlich.
Dabei ist die Lufthansa Sleeper’s Row in der Economy Class schon jetzt grundsätzlich auf allen Langstreckenflügen verfügbar, wird aber interessanterweise nicht besonders ausgiebig beworben. Das liegt vermutlich insbesondere daran, dass man die Sleeper’s Row bei Lufthansa in der Economy Class nicht vorab reservieren kann, sondern diese erst nach Verfügbarkeit am Flughafen angeboten wird. Gerade wenn man sich anschaut, wie voll die Flugzeuge aktuell auf einigen Flügen sind, ist die Verfügbarkeit daher vermutlich nicht immer besonders gut.
Die Idee der Lufthansa Sleeper’s Row ist dabei vergleichsweise einfach: Für einen Aufpreis kann ein Passagier drei Sitze in der Economy Class alleine nutzen. Wer schon einmal in den Genuss einer gesamten Reihe in der Economy Class auf einem Langstreckenflug gekommen ist, weiß, dass man sich hier durchaus bequem hinlegen kann. Das kommt natürlich nicht an den Komfort der Business Class oder eines richtigen Bettes heran, aber das flache Liegen ermöglicht durchaus einen recht angenehmen Nachtschlaf.
Um den Komfort zu erhöhen, bekommen Passagiere, die die Sleeper’s Row bei Lufthansa gebucht haben, auch noch eine Matratzenauflage für den Sitz, sowie Decken und Kissen in Business-Class-Qualität.
Der größte Nachteil an diesem Angebot dürfte wohl sein, dass drei Sitzplätze nebeneinander nur eine Liegefläche von etwa 1,50 m bieten, was für einen erwachsenen Menschen meistens deutlich zu kurz ist. Man kann sich hier zwar flach hinlegen, aber in den meisten Fällen nicht komplett ausstrecken.

Wie hoch der Aufpreis für die Sleeper’s Row bei Lufthansa in der Economy Class ist, wird öffentlich nicht kommuniziert. Unseren Recherchen zufolge gab es an Flughäfen wohl bereits Angebote ab 200 Euro, allerdings gibt es auch Berichte von bis zu 500 Euro, die hier für ein Bett in der Economy Class aufgerufen wurden. Vermutlich ist der Preis sehr stark davon abhängig, wie lang der Flug ist und wie gut der Flug ausgelastet ist.
Lufthansa Sleeper’s Row | Auch in der Economy Class kann man jetzt Betten buchen | Frankfurtflyer Kommentar
Wer es schon einmal erlebt hat, auf einer sehr langen Langstrecke in der Economy Class zu sitzen und dabei festzustellen, dass plötzlich die gesamte Reihe neben ihm frei bleibt, kennt das Gefühl. Es fühlt sich an wie ein Sechser im Lotto. Mit der Sleeper’s Row will Lufthansa nun natürlich die Chance minimieren, dass man so etwas zufällig bekommt. Allerdings kann es für den einen oder anderen durchaus außerordentlich attraktiv sein, für eine überschaubare Gebühr ein Bett in der Economy Class zu bekommen, auch wenn man es nicht als vollwertiges Bett wie in der Business Class oder gar First Class ansehen sollte.
Wenn der Preis stimmt, finde ich die Idee der Sleeper’s Row tatsächlich wirklich gut. Allerdings ist Lufthansa nicht der Erfinder dieses Angebots. Airlines wie Air New Zealand oder ANA haben bereits ausgewiesene Sitzreihen in ihren Flugzeugen, die genau für ein solches Angebot vorbereitet sind. Hierbei bieten diese Airlines sogar die Möglichkeit, eine Fußstütze hochzuklappen und so die Liegefläche noch einmal deutlich zu vergrößern, was dann wirklich ein enormer Komfortgewinn ist.
Die Herangehensweise von Lufthansa ist jedoch etwas anders, und man versucht, vor allen Dingen leere Plätze an Passagiere zu verkaufen, die ohnehin auf dem Flug gebucht sind. Persönlich finde ich daran auch nichts falsch, und wer dieses zusätzliche Maß an Komfort insbesondere beim Check-in garantiert haben möchte, sollte hierfür auch bezahlen.
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