Angriff auf Lufthansa: Condor fliegt bald von Frankfurt nach Chicago

Foto: Condor

Condor entwickelt sich immer stärker von einer klassischen Ferienfluggesellschaft zu einem Netzwerkcarrier. Neben den traditionellen Urlaubszielen erweitert die Airline ihr Angebot zunehmend um Destinationen, die auch für Geschäftsreisende attraktiv sind. Im Sommer 2027 folgt mit Chicago der nächste große Schritt: Erstmals verbindet Condor ihren Heimatflughafen Frankfurt täglich nonstop mit der Metropole im Mittleren Westen der USA. Damit tritt die Fluggesellschaft auf einer der wichtigsten Transatlantikrouten direkt gegen Lufthansa und United Airlines an.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Neue USA-Strecke: Condor fliegt ab dem 14. Mai 2027 täglich nonstop von Frankfurt nach Chicago.
🏙️ Netzwerk wächst: Chicago stärkt Condors Angebot für Geschäfts- und Umsteigereisende.
💺 Moderne Flotte: Eingesetzt wird der Airbus A330-900neo mit Business Class und Flat Beds.

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Ab dem 14. Mai 2027 wird Condor die Verbindung zwischen Frankfurt und Chicago O’Hare täglich bedienen. Zunächst ist die Strecke saisonal bis zum 12. September 2027 geplant. Chicago ist nach New York, Los Angeles, Seattle und weiteren Zielen eine weitere wichtige Ergänzung im wachsenden Nordamerika-Netz der Airline.

Dass sich Condor für Chicago entscheidet, überrascht kaum. Die Millionenmetropole zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten Nordamerikas und ist gleichzeitig eines der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze der USA. Über den Flughafen O’Hare bestehen zahlreiche Anschlussmöglichkeiten innerhalb Nordamerikas. Darüber hinaus lebt in der Region eine der größten deutschstämmigen Gemeinden der Vereinigten Staaten, laut Pressemeldung ist die Strecke auch für Besuche bei Familie und Freunden interessant.

Condor-Chef Peter Gerber betont, dass die neue Verbindung sowohl touristisches Potenzial als auch eine steigende Nachfrage von Geschäftsreisenden bietet. Gleichzeitig soll Chicago den Passagieren aus den USA einen Zugang zum europäischen Streckennetz der Airline ermöglichen.

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Condor setzt auf Umsteiger

Während Condor früher fast ausschließlich Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu klassischen Urlaubszielen angeboten hat, wächst das Unternehmen inzwischen immer stärker zu einem Netzwerkcarrier heran. Mit dem Ausbau des europäischen Zubringernetzes und den Kooperationen mit Partnerfluggesellschaften gewinnt der Umsteigeverkehr zunehmend an Bedeutung.

Ein weiterer Baustein ist der geplante Umzug in das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Ab Sommer 2027 sollen dort effizientere Umsteigeverbindungen zwischen den Europaflügen und den Langstrecken möglich sein. Davon profitieren sowohl Urlaubsreisende als auch Geschäftsreisende, die über Frankfurt zu weiteren Zielen innerhalb Europas oder weltweit weiterfliegen.

Auf der neuen Strecke setzt Condor den Airbus A330-900neo ein, der über eine Business Class mit vollständig flachen Betten und direktem Zugang zum Gang verfügt. Der Einstiegspreis liegt aktuell bei rund 710 Euro für Hin- und Rückflug im günstigsten Economy-Zero-Tarif. Dieser beinhaltet lediglich ein kleines persönliches Gepäckstück, während Aufgabegepäck und großes Handgepäck kostenpflichtig hinzugebucht werden müssen.

Foto: Condor Airbus A330neo

Angriff auf Lufthansa: Condor fliegt bald von Frankfurt nach Chicago | Frankfurtflyer Kommentar

Die Strategie von Condor erinnert zunehmend an den Kurs, den Air Berlin vor vielen Jahren einschlug, als sich die Airline schrittweise von einer klassischen Ferienfluggesellschaft zu einem Netzwerkcarrier entwickeln wollte. Auch Condor beschränkt sich längst nicht mehr auf klassische Urlaubsziele, sondern baut ihr Streckennetz gezielt um wirtschaftlich bedeutende Metropolen aus. Durch das wachsende Zubringernetz will die Airline für Umsteigepassagiere attraktiver werden. Man will sowohl Reisende aus Europa als auch aus Nordamerika ansprechen.

Für Lufthansa bedeutet die neue Verbindung zusätzliche Konkurrenz auf einer ihrer wichtigsten Nordamerika-Strecken. Zwar verfügt die Kranich-Airline gemeinsam mit United über ein deutlich größeres Netzwerk und zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Condor setzt immer deutlicher auf Angriff, was den Wettbewerb am größten deutschen Flughafen weiter anheizen dürfte. Mit neuen Langstreckenzielen, dem Ausbau der Zubringerflüge und dem geplanten Umzug ins Terminal 3 hat man zumindest gute Voraussetzungen.

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4 Kommentare

  1. Gute Nachricht! Da sich die Zahlungskraft zudem mehr Richtung Leisure Reisende bewegt, könnte es im Gegensatz zu Air Berlin aufgehen. Jetzt noch ein nettes Meilenprogramm in den Roll out schicken und los geht’s.

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