Lufthansa halbiert Flüge auf der Rennstrecke Frankfurt – New York

Im letzten Winter war noch die Boeing 747 von Lufthansa in New York, Foto: Robert

Lufthansa reduziert die Flüge zwischen Frankfurt und New York JFK im Winterflugplan 2026/27 deutlich. Statt zwei täglichen Verbindungen soll zwischen dem 25. Oktober 2026 und dem 27. März 2027 nur noch ein täglicher Flug angeboten werden. Früher flogen auf der prestigeträchtigen LH400 große Maschinen wie die Boeing 747 oder sogar der Airbus A380, bald wird auf der Verbindung nicht einmal mehr eine First Class angeboten. Es ist schon seit Jahren eine wichtige Route, Lufthansa und alle großen Konzernairlines wie Austrian, Brussels, ITA und SWISS fliegen täglich den JFK-Flughafen in New York an. Aus Frankfurt wird der Airport aktuell sogar zweimal pro Tag bedient, doch zum Ende des Sommerflugplans soll eine der beiden Frequenzen ganz wegfallen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Lufthansa reduziert Frankfurt–New York JFK von zwei auf einen täglichen Flug.
📉 Die zweite Verbindung mit Boeing 787-9 entfällt im Winterflugplan 2026/27.
🇺🇸 Newark wird weiterhin täglich mit der Boeing 747-8 bedient.

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Nur noch ein täglicher Lufthansa Flug nach New York JFK

Lufthansa hat den Flugplan für die kommende Wintersaison noch einmal angepasst und reduziert das Angebot zwischen Frankfurt und New York JFK deutlich. Ursprünglich waren auch im Winterflugplan 2026/2027 zwei tägliche Verbindungen vorgesehen. Laut Aeroroutes bleibt zwischen dem 25. Oktober 2026 und dem 27. März 2027 nur noch ein täglicher Umlauf übrig. Lufthansa halbiert damit die Frequenz auf einer ihrer bekanntesten Transatlantikstrecken.

Ursprünglich sollten im Winter täglich sowohl ein Airbus A350-900 als auch eine Boeing 787-9 zwischen Frankfurt und JFK pendeln. Die Verbindung mit dem Dreamliner wurde nun aus dem Flugplan genommen. Übrig bleibt LH400, die mit einem Airbus A350-900 durchgeführt werden soll. Der Hinflug startet nach derzeitiger Planung um 11 Uhr in Frankfurt und erreicht New York um 13:35 Uhr Ortszeit. Der Rückflug LH401 verlässt JFK um 15:55 Uhr und landet am folgenden Morgen um 5:15 Uhr in Frankfurt.

Zum Einsatz soll dabei ein Airbus A350-900 mit drei Reiseklassen und insgesamt 293 Sitzplätzen kommen. Eine First Class wird auf der Verbindung damit nicht mehr angeboten.

Lufthansa verweist auf schwache Nachfrage im Winter

Warum Lufthansa die zweite tägliche Frequenz komplett aus dem Flugplan genommen hat, wurde nicht im Detail erläutert. Gegenüber Simple Flying verweist die Fluggesellschaft allerdings auf die traditionell schwächere Nachfrage in den Wintermonaten.

Insbesondere die Zeit zwischen Januar und Ende Februar gelte als nachfrageschwächste Periode des Jahres. Dies betreffe vor allem Strecken, die nicht überwiegend touristisch geprägt sind und auf denen Reisenden ein großes Angebot zur Verfügung steht. Betroffene Passagiere will Lufthansa über die Flugstreichungen informieren und nach Möglichkeit auf alternative Verbindungen umbuchen.

An Auswahl mangelt es zwischen Frankfurt und New York tatsächlich nicht. Neben Lufthansa fliegt auch Singapore Airlines täglich von Frankfurt nach JFK und setzt dabei eine Boeing 777-300ER ein. Die Fluggesellschaft aus Singapur darf auf der Strecke Passagiere zwischen Deutschland und den USA befördern.

Lufthansa halbiert Kapazitäten auf der Rennstrecke Frankfurt–New York | Frankfurtflyer Kommentar

Die Flüge zwischen Frankfurt und New York gehören zu den klassischen Rennstrecken im Lufthansa-Netz. Mit dem Wechsel auf kleineres Gerät, dem Wegfall der First Class und der baldigen Streichung der zweiten Frequenz kann man aber wohl nicht mehr von einer Rennstrecke sprechen.

Es gibt sicherlich nicht nur den einen Grund für diese Entwicklung. Neben der schwächeren Nachfrage im Winter, die Lufthansa nennt, sind bestimmt die starke Konkurrenz und der daraus resultierende Preiskampf schuld. Eine weitere Erklärung ist der Fokus, den Lufthansa auf Newark legt. Der Flughafen liegt zwar in New Jersey, von dort kann man die Metropolregion New York und Manhattan gut erreichen.

Lufthansa verbindet Newark durchgehend mit der Boeing 747-8, dort ist zudem der Star-Alliance-Partner United Airlines beheimatet, das Netz für umsteigende Passagiere ist entsprechend groß. An dem Airport hat Lufthansa übrigens auch die erste eigene Lounge im neuen Allegris-Stil eröffnet.

 

3 Kommentare

  1. Es wundert nicht – von und nach JFK transportiert LH nur Passiere mit Start- oder Endziel JFK. Alle Umsteigeverbindungen zu den Netzwerkpartnern werden am EWR abgewickelt. Da ist man zusammen mit United entsprechend präsent.
    Darüber hinaus ist das Winterhalbjahr ohnehin meist schwächer nachgefragt. Das umgekehrt höhere Flugaufkommen im Sommer bildet LH ja sogar in ihren Flugnummern ab:
    alle „Basisflüge“ ex FRA nach Nordamerika beginnen mit der 4 und enden auf 0.
    die zweite Rotation am Tag erhält dann diesem Muster folgend die Endziffer 2, etc.

    Mal sehen, ob sich die Frequenz zum Nordsommer ’27 signifikant steigert – wenn auch United wieder Anschlussflüge ab JFK anbieten kann.

  2. Also ich bin gerade erst am Dienstag mit der LH400 in der First nach JFK geflogen. Deine Aussage „inzwischen wird auf der Verbindung nicht einmal mehr eine First Class angeboten.“ stimmt also nich ganz.
    Am Sonntag geht’s mit LH401 in First zurück.

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