Lufthansa Boeing 747-8 wird zur Landung im Kongo gezwungen | Lufthansa schickt 2. Jumbo zur Rettung

Eine Boeing 747-8 von Lufthansa. Symbolbild: Alex

Es gibt Gegenden auf dieser Welt, da sind Ausweichlandungen besonders unangenehm, und Zentralafrika gehört hier ohne Zweifel dazu. Nicht nur, dass die wirklich gut ausgestatteten Flughäfen, die als Ausweichpunkt infrage kommen, rar gesät sind. Man landet hier auch in Gegenden, wo die Airline selber keine Station betreibt und man auch als Passagier nicht unbedingt stranden möchte. Entsprechend unangenehm war wahrscheinlich die Situation für Passagiere und Crew auf Lufthansa-Flug LH573 von Johannesburg nach Frankfurt am 8. August, als man nach knapp fünf Stunden Flugzeit beschließen musste, im Kongo zu landen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

⚠️ Ausweichlandung: Lufthansa-Flug LH573 von Johannesburg nach Frankfurt musste wegen eines unbekannten Geruchs im Kongo landen.
✈️ Rettungsflug: Lufthansa schickte eine zweite Boeing 747-8 mit Ersatzcrew und Technikern nach Brazzaville.
🕐 24 Stunden Verspätung: Die gestrandeten Passagiere erreichten Frankfurt mit einem eigens eingerichteten Sonderflug rund einen Tag später.

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Dabei verlief der Flug aus Johannesburg mit der D-ABYO, einer etwas über zwölf Jahre alten Boeing 747-8, die ersten Stunden sehr normal, und man flog aus Johannesburg nach Norden über Botswana, Simbabwe und Sansibar in den Luftraum der Demokratischen Republik Kongo. Hier meldete die Crew einen nicht identifizierbaren Geruch in der Kabine, weshalb man aus Sicherheitsgründen eine Ausweichlandung veranlasste. Der Flug wurde in die Hauptstadt des Kongos nach Brazzaville umgeleitet.

Lufthansa selbst betreibt im Kongo keine eigene Station und hat entsprechend hier auch kein eigenes Personal. Die Boeing 747-8 musste für weitere Untersuchungen am Boden bleiben, und Passagiere und Crews wurden vorerst in einem Hotel untergebracht. Nach Berichten von Passagieren war die Situation im Kongo direkt nach der Landung allerdings relativ unklar und chaotisch, und es dauerte wohl einige Stunden, bis hier Regelungen gefunden wurden. Was auch nicht weiter überraschend ist, da es hier wahrscheinlich erst einmal aufwendig ist, überhaupt Unterstützung vor Ort organisiert zu bekommen.

Um die Passagiere und die Crew zu retten und auch das Flugzeug zu bergen, hat sich Lufthansa dazu entschlossen, eine zweite Boeing 747-8 aus Frankfurt in den Kongo zu schicken. Die Maschine aus Frankfurt landete als LH 9872 um etwa 21:00 Uhr im Kongo, mit an Bord neben einer Ersatzcrew auch Techniker von Lufthansa Technik, um die gestrandete Boeing 747-8 zu überprüfen.

Etwa um Mitternacht des 7. August, also ziemlich genau 24 Stunden nach der Landung im Kongo, hob die Ersatzmaschine in Brazzaville in Richtung Frankfurt ab, wo sie nach sieben Stunden Flugzeit am Morgen des 8. August sicher landete. Also mit ziemlich genau 24 Stunden Verspätung.

Auch wenn die Passagiere nun mit einer Verspätung von 24 Stunden klarkommen müssen, dürfte die Rettungsaktion von Lufthansa die mit Abstand schnellste Lösung für die allermeisten Passagiere gewesen sein. Vermutlich wäre es nicht ohne Weiteres möglich gewesen, Passagiere mit Linienflügen aus dem Kongo auszufliegen, zumal gerade in Zentralafrika viele Passagiere hier auch nicht über beliebige Routen fliegen können, da es hier Visumsrestriktionen gibt.

Der Pechvogel D-ABYO wurde am Morgen des 8. August aus dem Kongo nach Nigeria ausgeflogen. In Lagos unterhält Lufthansa selbst eine Station, und vermutlich hat man sich daher für diesen Flughafen entschieden. 24 Stunden später wurde das Flugzeug dann mit der Flugnummer LH 9911 von Lagos nach Frankfurt zurückgeflogen. Der genaue Grund für den Geruch in der Kabine ist aktuell noch nicht öffentlich bekannt, allerdings ist man zu einem Testflug in der Gegend um Frankfurt gestartet. flüge mit Passagieren haben allerdings noch nicht in der Stadt gefunden

Lufthansa Boeing 747-8 wird zur Landung im Kongo gezwungen | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist immer eine unangenehme Situation, wenn man außerplanmäßig irgendwo landen muss, und selbst wenn man an einem Standort landet, wo die Airline selber eine Station betreibt, sind diese Situationen meist direkt nach der Landung einigermaßen chaotisch, bis alle Formalien für die teils Hunderten Passagiere geklärt sind, insbesondere wenn wie hier im Kongo noch Visumsangelegenheiten hinzukommen können, die eine Einreise nicht für alle Passagiere problemlos erlauben.

Wenn man dann allerdings noch an einem Ort ist, der sehr schwer zu erreichen ist, wie in diesem Fall, dann ist man häufig darauf angewiesen, dass die Airline einen Sonderflug einrichtet, so wie es Lufthansa in diesem Fall gemacht hat. Vermutlich war dies auch die beste Lösung, die man hätte herbeiführen können, sowohl für die Rettung der Passagiere als auch für das Bergen des Flugzeuges.

Auch wenn es für die Passagiere und die Crew sicherlich kein angenehmer Flug war, ist letztendlich eine Verspätung von 24 Stunden am Zielort hier sogar recht positiv zu sehen. Ich kann mich noch an meine letzte ungeplante Landung in Sofia erinnern, und hier brauchte ich für die Strecke zwischen Sofia und Istanbul am Ende deutlich länger als 24 Stunden, inklusive eines Stopps in Frankfurt.

Danke: AVHerald

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