Amerikaner lieben Europa und dessen Vielfalt, dabei sind nicht nur Reisen in die Metropolen im Trend. Schon seit Jahren bauen die US-Fluggesellschaften wie United Airlines das Netzwerk aus, zunehmend werden auch kleinere Flughäfen angesteuert. Für 2027 hat das Gründungsmitglied der Star Alliance nun weitere Routen angekündigt, dem Partner Lufthansa dürfte das nicht so gut schmecken.
✈️ United startet im Sommer 2027 elf neue Verbindungen nach Europa.
🌍 Sechs Ziele bekommen damit wieder bzw. erstmals Nonstopflüge in die USA.
🛫 Auf fünf neuen Routen kommt der Airbus A321XLR zum Einsatz.
United baut das Europa-Netz massiv aus
United Airlines setzt die Expansion über den Atlantik fort und hat für den Sommerflugplan 2027 gleich elf neue Verbindungen nach Europa angekündigt. Der Großteil davon startet am wichtigen Drehkreuz Newark bei New York, weitere Flüge kommen ab Washington Dulles und Denver hinzu.
Längst setzt United nicht mehr nur auf die großen europäischen Metropolen. Mit Ljubljana, Toulouse, Valencia, Marseille oder der Azoreninsel Terceira kommen mehrere Ziele hinzu, die derzeit keine Nonstopverbindung mit einer US-Fluggesellschaft haben. Die elf neuen Europa-Verbindungen im Überblick:
| Strecke | Start | Frequenz | Flugzeug |
|---|---|---|---|
| Newark – Luxemburg | 2. April | täglich | Airbus A321XLR |
| Washington – Toulouse | 26. April | täglich | Airbus A321XLR |
| Newark – Ljubljana | 12. Mai | 4x wöchentlich | Boeing 767-400ER |
| Newark – Olbia | 27. Mai | 3x wöchentlich | Boeing 767-300ER |
| Denver – Paris | 27. Mai | täglich | Boeing 787-9 |
| Washington – Mailand | 28. Mai | 3x wöchentlich | Boeing 767-300ER |
| Newark – Catania | 28. Mai | 4x wöchentlich | Boeing 767-300ER |
| Newark – Ibiza | 31. Mai | 4x wöchentlich | Airbus A321XLR |
| Newark – Valencia | 2. Juni | 3x wöchentlich | Airbus A321XLR |
| Newark – Marseille | 4. Juni | täglich | Airbus A321XLR |
| Newark – Terceira | 9. Juni | 3x wöchentlich | Boeing 737 MAX 8 |
Olbia und Catania werden bereits von dem US-Carrier Delta angeflogen, der ebenfalls von New York aus zu den beiden italienischen Zielen fliegt. Weitere Informationen findet Ihr in der Mitteilung.

Airbus A321XLR erschließt neue Märkte
Eine wichtige Rolle bei der Expansion spielt der neue Airbus A321XLR. Gleich fünf der neuen Europa-Verbindungen sollen mit dem Langstrecken-Single-Aisle geflogen werden. United setzt den A321XLR nach Luxemburg, Toulouse, Ibiza, Valencia und Marseille ein. Durch die Reichweite des vergleichsweise kleinen Flugzeugs kann United Strecken anbieten, auf denen der Einsatz eines größeren Dreamliners oder einer Boeing 767 schwieriger zu rechtfertigen wäre.
Dabei soll der A321XLR durchaus ein Premiumprodukt bieten. United plant 20 Polaris Business Class Suiten mit Türen sowie zwölf Premium Plus Sitze. Dazu kommen kostenloses Starlink-Internet für MileagePlus-Mitglieder und ein neues Economy-Produkt. Die ersten internationalen A321XLR-Verbindungen sollen bereits im Dezember 2026 von Washington nach Amsterdam und Dublin starten.
United umgeht die klassischen europäischen Drehkreuze
Lufthansa und andere europäische Netzwerkairlines machen sich schon lange Gedanken, da sie die Entwicklung direkt zu spüren bekommen. Ein Passagier aus den USA mit Ziel Ljubljana, Toulouse oder Valencia musste bislang häufig an einem großen europäischen Drehkreuz umsteigen. United kann einen Teil dieser Kunden künftig direkt ans Ziel bringen.
Gleichzeitig darf man Lufthansa und United nicht einfach als klassische Konkurrenten betrachten. Beide gehören zur Star Alliance und arbeiten auf den Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika eng im Rahmen eines Joint Venture zusammen.
United umgeht Lufthansa-Drehkreuze mit 11 neuen Europa-Routen
| Frankfurtflyer Kommentar
United hat in den vergangenen Jahren auf die Nachfrage reagiert und das Europa-Netz stark ausgebaut, die Fluggesellschaft kommt im Sommer sogar direkt nach Mallorca. Mit dem kleineren Airbus A321XLR können weitere Routen wirtschaftlich geflogen werden, der effiziente Narrowbody wird diese Entwicklung sicherlich weiter beschleunigen. Ein täglicher Flug nach Marseille oder Luxemburg lässt sich mit einem kleineren Jet sicherlich deutlich einfacher füllen.
Durch die Verbindungen profitieren aber auch Reisende aus Europa, die nun auch von kleineren Airports direkt in die USA kommen. Für Lufthansa ist die Entwicklung etwas zwiespältig. United ist einer der wichtigsten Partner über den Atlantik, gleichzeitig sorgen solche Direktverbindungen dafür, dass weniger Passagiere über Frankfurt oder München umsteigen müssen. Durch das Angebot kommen vermutlich aber auch neue Kundinnen und Kunden dazu, die gezielt den Direktflug nutzen und auch nicht woanders gebucht hätten.


Ist doch Quatsch. UA und LH haben ein JV und es wird schon Gründe haben, dass UA nicht Budapest oder Prag anfliegt …