FAA schrÀnkt Pre- Departure- Beverages deutlich ein

Die Pre-Departure-Beverages, also die GetrĂ€nke, die in der First- und Business Class noch vor dem Start serviert werden, sind besonders in den USA ein großes Thema. Vielflieger definieren hier die QualitĂ€t einer Crew auch durchaus darĂŒber, ob dieser Service ĂŒberhaupt am Boden angeboten wird oder auch, ob man das gesamte Programm aus der Bordbar serviert oder nur Wasser und Saft.

Das Wichtigste auf einen Blick:

đŸ„‚ Neue FAA-Regel: Ab 1. September mĂŒssen Pre-Departure-GetrĂ€nke bereits vor dem Pushback vollstĂ€ndig eingesammelt und verstaut sein.
đŸ‡ș🇾 Alle Airlines betroffen: Die Vorgabe gilt auf US-FlughĂ€fen auch fĂŒr internationale Airlines wie Lufthansa, SWISS oder ANA.
⏱ Weniger Zeit fĂŒr den Service: Crews mĂŒssen GetrĂ€nke kĂŒnftig frĂŒher wĂ€hrend des Boardings servieren und noch vor Verlassen des Gates wieder einsammeln.

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Ganz stressfrei ist dieser Pre-Departure-Beverage-Service natĂŒrlich vor allem auf einem Flugzeug wie der Boeing 737 oder dem Airbus A320 nicht, denn man serviert die GetrĂ€nke den Passagieren in den ersten Reihen, wĂ€hrend hier Passagiere aus der Economy Class noch einsteigen, oder aber man macht dies erst nach der Beendigung des Boardings.

Dieser Umstand begrĂŒndet es unter anderem, dass US-Airlines die GetrĂ€nke vor dem Start, auch in der First Class, in Plastikbechern servieren, wie man sie aus der Economy Class kennt, getreu dem Motto: Nothing is more First Class than a plastic cup! (zumindest am Boden ist dies in den USA auch wirklich so).

Der Vorteil der Plastikbecher ist aber tatsÀchlich, dass sie sehr einfach zu handhaben sind und auch kurz vor dem Abheben noch schnell entsorgt werden können. Auch können die Passagiere diese Becher noch in der Hand halten bei Start und Landung, zumindest noch bis zum 1. September, dann wird diese 30 Jahre alte Regelung nÀmlich angepasst.

Ab dem 1. September ist die FAA-Richtlinie, dass alle Service Items, und dies inkludiert auch Plastikbecher, vor dem Pushback vollstĂ€ndig verstaut sein mĂŒssen. Sie mĂŒssen hier also aus der Kabine wieder eingesammelt und entsorgt werden, bevor das Flugzeug das Gate verlĂ€sst.

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Diese neue Regelung tritt ab 1. September in Kraft und wird dazu fĂŒhren, dass der Service am Boden deutlich schneller abgewickelt werden muss. Airlines in den USA haben daher schon die Crews aufgefordert, dass man den Pre-Departure-Service frĂŒher und auf jeden Fall im Verlauf des Boardings schon starten soll.

Dabei wird diese Regelung auch fĂŒr internationale Airlines wie Lufthansa, SWISS oder ANA gelten, welche am Boden die Pre-Departure-Drinks nicht aus Plastikbechern servieren, sondern aus echten GlĂ€sern, wie man es in der First- und Business Class (außerhalb der USA) wohl auch erwarten kann.

Auch hier war es immer ĂŒblich, dass diese GlĂ€ser erst beim Rollen zur Startbahn eingesammelt und verstaut wurden, was bei den teils extrem langen Taxizeiten an US-FlughĂ€fen auch alles andere als ein Problem war. Ab 1. September wird man die GlĂ€ser dann auch vor dem Pushback in den USA einsammeln mĂŒssen.

FAA schrÀnkt Pre-Departure-Beverages deutlich ein | Frankfurtflyer Kommentar

Dass die FAA die Regelungen fĂŒr Pre-Departure-Beverages nun nach 30 Jahren so angepasst hat, ist durchaus interessant, denn es ist eigentlich nicht wirklich bekannt, dass es zu nennenswerten ZwischenfĂ€llen mit den Plastikbechern gekommen ist, und auch fĂ€llt es mir schwer zu verstehen, welche große Gefahr hiervon ausgehen soll.

Es scheint auch kein Versehen gewesen zu sein, dass man diese Regelung nun so angepasst hat, denn es gab wohl Interventionsversuche der Airlines. Allerdings ist die Regelung insofern inkonsequent, da Passagiere GetrĂ€nke, die sie selbst an Bord gebracht haben, z.B. in einem Plastikbecher, weiterhin bei Start und Landung in der Hand halten können, auch wenn sie ganz offiziell in der Sitztasche vor ihnen verstaut werden sollen. Das Sichern muss die Crew allerdings nicht prĂŒfen (aufgrund des geringen Gefahrenpotenzials).

TatsĂ€chlich scheint diese Regelung etwas willkĂŒrlich, allerdings bin ich sehr gespannt, wie die Erfahrungen in den USA sein werden, denn ich befĂŒrchte, es wird vorrangig dazu fĂŒhren, dass Crews auf den Service am Boden verzichten werden.

Danke: Simpleflying

3 Kommentare

  1. Viele Airlines sammeln mit Beginn des Pushbacks die Becher, GlÀser etc. ein. Verstehe das Problem nicht. Wenn es mal rappelt, fliegt wenigstens nichts bzw. nicht so viel durch die Gegend.

    • Das problem ist schlicht und ergreifend die Zeit die hier zur verfĂŒgung bleibt, denn tatsĂ€chlich kenne ich es so, dass die PDB Becher nicht vor dem Push Back eingesammelt werden, zumindest nicht zwingend.

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