Streit ums Handgepäck eskaliert: Austrian-Kapitän wirft Passagier raus

Handgepäck sorgt bei Flugreisen immer wieder für Ärger. Zu viele Gepäckstücke oder zu große Trolleys führen regelmäßig zu Diskussionen und können sogar den Abflug verzögern. In Wien eskalierte eine solche Situation derart, dass der Kapitän von Austrian Airlines einschreiten und einen Passagier von Bord entfernen musste. Der Zwischenfall ereignete sich noch vor dem Start eines Airbus A320 nach Amsterdam und sorgte für eine Verspätung.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🧳 Streit ums Handgepäck: Auf Austrian-Flug OS315 eskalierte eine Diskussion um die Verstauung eines Gepäckstücks.
👨‍✈️ Kapitän greift ein: Der Passagier verhielt sich laut Austrian gegenüber einem Crewmitglied „verbal unangemessen“ und musste das Flugzeug verlassen.
Verspäteter Abflug: Der Airbus A320 startete fast eine Stunde später.

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Streit um Handgepäck bei Austrian Airlines

Der Vorfall ereignete sich am 10. September auf Austrian-Flug OS315 von Wien nach Amsterdam. Zum Einsatz kam der Airbus A320 mit der Registrierung OE-LXA. Vor dem Abflug soll ein Passagier von einer Flugbegleiterin gebeten worden sein, sein Handgepäck an einer anderen Stelle in der Kabine zu verstauen. Daraufhin entwickelte sich eine Diskussion, die schließlich eskalierte.

Austrian Airlines hat den Vorfall gegenüber der österreichischen Zeitung „Heute“ bestätigt. Demnach habe sich der Passagier gegenüber einem Crewmitglied „verbal unangemessen“ verhalten. Die Besatzung forderte ihn daraufhin auf, das Flugzeug zu verlassen.

Austrian Airlines A320, Foto: Sebastian

Eine Passagierin schilderte den Vorfall gegenüber „oe24“, demnach sei die Diskussion so weit eskaliert, dass der Kapitän den Mann nicht mehr befördern wollte. Der Kapitän und die leitende Flugbegleiterin sollen den Passagier schließlich aus dem Airbus begleitet haben. Auch seine Tochter verließ das Flugzeug. Die Augenzeugin lobte das Verhalten der Crew und bezeichnete den Umgang mit der Situation als ruhig und professionell.

Für die übrigen Passagiere führte der Vorfall zu einer Verzögerung. OS315 sollte Wien ursprünglich um 14:55 Uhr verlassen, tatsächlich ging es erst um 15:42 Uhr los. Ein großer Teil der Verspätung konnte auf dem Weg nach Amsterdam allerdings wieder aufgeholt werden. Statt der geplanten Ankunft um 16:50 Uhr erreichte OS315 sein Ziel um 17:07 Uhr.

Streit ums Handgepäck eskaliert: Austrian-Kapitän wirft Passagier raus | Frankfurtflyer Kommentar

Wir haben uns erst vor wenigen Tagen in einem Beitrag um Diskussionen ums Handgepäck beschäftigt, diese gehören leider zum Alltag. Gerade auf stark ausgelasteten Flügen reicht der Platz in den Gepäckfächern nicht immer aus, Trolleys und Taschen müssen dann an einer anderen Stelle verstaut werden.

Wie es zu der Situation in Wien kam und was genau zwischen dem Passagier und der Besatzung gesprochen wurde, ist nicht bekannt. Austrian bestätigt allerdings das verbal unangemessene Verhalten. Wenn eine Situation schon vor dem Start derart eskaliert, kann ich nachvollziehen, dass die Crew einen Passagier nicht mehr befördern möchte. Ärgerlich ist so etwas vor allem für die anderen Fluggäste. Immerhin konnte ein großer Teil der entstandenen Verspätung wieder aufgeholt werden.

1 Kommentar

  1. dass es im Flugzeug zu Diskussionen kommt, dürfte eher selten vorkommen. Die „Drecksarbeit“ (Fritze Merz) hat eher das Bodenpersonal am Gate und schon da muss man aufpassen, was man sagt (s.u.)
    Die Crew (also fliegendes Personal) ist bei den meisten Airlines ganz sicher ein oder mehrere Stufen über in der Hierachie und muss 100% respektiert werden.

    Was ihr nicht so eindeutig sagt ist der Hintergrund für den Rauswurf: wer die Crew oder einzelne Mitglieder derart (verbal whatever?) dis-respektiert wird zum Sicherheitsrisiko in Notfall. Der wird sich dann auch nicht an die Anweisungen der Crew halten, wenn der schon vorher so respektlos war. Genaus das ist der Grund weshalb die AuA hier konsequent durchgreift.

    Ich sass mal neben einer diensthabenden FA in einer LX Maschine: angesprochen auf die Tatsache, dass LHG jetzt am Gate die Größe und Gewicht von Handgepäck kontrolliert und dass die Groundcrew „selektiert“ (also nicht alle gleich behandelt) wenn sie kontrolliert, sagte die Dame sinngemäß „wenn einer schlechte Stimmung rein bringt haben wir Anweisung das boarding zu verweigern“. Also immer schön freundlich und ruhig bleiben, falla man stehen bleibt, wirken sich Zeugen die von Ausfällen berichten eher negativ auf die Schadensersatzansprüch aus….den längeren Hebel hat hier der Dienstleister nicht der Kunde!

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