Flugstopp an der US-Ostküste: Lufthansa-Maschinen drehen über dem Atlantik um

Noch fliegt der Airbus A340-600, Foto: Lufthansa

Am Montag kam es im Großraum New York zu einem Flugstopp an mehreren Airports. Nachdem ein wichtiges Glasfaserkabel durchtrennt wurde, fiel eine Telekommunikationsverbindung aus und die Kommunikation der Flugsicherung wurde gestört. In Folge wurden zahlreiche Flüge gestrichen oder verspätet, Flugzeuge, die bereits auf dem Weg waren, mussten umkehren oder ausweichen. Auch Lufthansa ist betroffen, einige Maschinen mussten zwischenlanden oder sogar wieder nach Deutschland umkehren.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🇺🇸 Flugverkehr massiv gestört: Mehrere große Flughäfen im Nordosten der USA waren von Flugstopps und Verspätungen betroffen.
✂️ Glasfaserkabel durchtrennt: Bauarbeiter beschädigten in New Jersey eine wichtige Telekommunikationsverbindung der Flugsicherung.
🇩🇪 Auch Lufthansa betroffen: Mehrere Langstrecken aus Deutschland mussten umkehren oder an anderen Flughäfen zwischenlanden.

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Durchtrenntes Kabel sorgt für Flugstopp

Auslöser für die erheblichen Einschränkungen war eine technische Störung bei der amerikanischen Flugsicherung FAA. Nach Angaben des US-Verkehrsministers Sean Duffy hatte ein Bautrupp des Bahnunternehmens Amtrak in New Jersey versehentlich ein Glasfaserkabel durchtrennt. Die Leitung gehört dem Telekommunikationsunternehmen Verizon und ist für die Kommunikation der Flugsicherung von Bedeutung.

Die Probleme betrafen unter anderem das Philadelphia Terminal Radar Approach Control, kurz TRACON. Diese Einrichtung kontrolliert den An- und Abflugverkehr in der Region. Die FAA reagierte mit Flugstopps und weiteren Einschränkungen an mehreren Flughäfen. Offizielle FAA-Meldungen bestätigten unter anderem einen Ground Stop für Newark und Philadelphia aufgrund eines Geräteausfalls.

Betroffen waren zeitweise unter anderem Newark, New York JFK, LaGuardia, Philadelphia und Boston. Im Laufe des Tages konnte der Verkehr an einigen Flughäfen wieder aufgenommen werden, an anderen hielten die Einschränkungen länger an. Insgesamt wurden in den USA mehr als 5.600 Flüge beeinträchtigt, allein im Raum New York waren es rund 1.200.

Boeing 747 von Lufthansa in New York, Foto: Robert

Mehrere Lufthansa-Flüge betroffen

Die Auswirkungen bekamen auch Passagiere auf dem Weg aus Deutschland in die USA zu spüren. Mehrere Lufthansa-Langstrecken waren bereits über dem Atlantik unterwegs, als klar wurde, dass die geplanten Zielflughäfen nicht wie vorgesehen angeflogen werden konnten.

LH400 von Frankfurt nach New York JFK wich nach Boston aus. LH402 auf dem Weg nach Newark musste einen Zwischenstopp in Toronto einlegen. Flug LH404 von Frankfurt nach New York JFK verlief auch nicht nach Plan: Der Airbus A340-300 drehte über dem Atlantik um und flog zurück nach Frankfurt. Flugdaten bestätigen die Rückkehr der Maschine nach rund vier Stunden Flugzeit.

Auch LH412 von München nach Newark musste umkehren. Der Airbus A350-900 mit der Kennung D-AIXW startete kurz nach 16 Uhr in München und drehte ungefähr auf halber Strecke wieder um. Der Jet wird kurz nach Mitternacht wieder in Bayern erwartet.

Der Zeitpunkt der Störung ist besonders ungünstig. In New York beginnt die Generalversammlung der Vereinten Nationen, zu der zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Diplomaten anreisen. Verizon arbeitet an der Reparatur der beschädigten Leitung. Bis sich der Flugverkehr vollständig normalisiert, können die Folgen der Störung allerdings noch zu weiteren Verspätungen führen.

Flugstopp an der US-Ostküste: Lufthansa-Maschinen drehen über dem Atlantik um | Frankfurtflyer Kommentar

Ein durchtrenntes Kabel und plötzlich gerät der Flugverkehr an einigen der wichtigsten Flughäfen der USA durcheinander. Dass die Flugsicherung bei einem Ausfall lieber vorsichtig reagiert und den Verkehr einschränkt, ist natürlich richtig.

Die Folgen bekommen diverse Airlines zu spüren, viele Passagiere verpassen ihren Anschluss, Termine oder kommen gar nicht an. Besonders bitter ist es, wenn man bereits mehrere Stunden über dem Atlantik unterwegs ist und dann am Ende wieder am Startpunkt landet. Ob man in dem Fall trotzdem die Meilen bekommt? (…ja, ich weiß, ich hab als nicht Betroffener leicht reden).

Danke: Westdeutsche Zeitung

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