München schafft 100-ml-Regel ab & Condor streicht ungewöhnliche Route ☕ Coffeebreak

Alaska Airlines Lounge San Francisco, Foto: Robert

Flüssigkeiten im Handgepäck werden am Flughafen München deutlich unkomplizierter, während Condor eine ungewöhnliche China-Verbindung wieder aus dem Flugplan nimmt. Außerdem prüft Lufthansa eine zentralere Steuerung ihrer Flugbetriebe, KLM verschiebt erneut den Start des Airbus A350 und Qantas plant einen 18-Stunden-Flug ohne Zwischenlandung. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch immer 10 Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.

Flughafen München schafft 100-ml-Regel ab

Am Flughafen München ist die bisherige 100-Milliliter-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck aufgehoben worden. Ab sofort dürfen an sämtlichen Sicherheitskontrollen größere Flüssigkeitsbehälter mitgeführt werden. Möglich wird dies durch neue CT-Scanner, in die der Freistaat Bayern rund 45 Millionen Euro investiert hat. Auch Flüssigkeiten und Laptops müssen bei der Kontrolle nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden. Behälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als zwei Litern gehören weiterhin ins Aufgabegepäck. Bei Anschlussflügen sollten Reisende beachten, dass an anderen Flughäfen weiterhin strengere Flüssigkeitsregeln gelten können.

Condor streicht China-Verbindung

Condor stellt ihre Verbindung nach Sanya in China Ende Oktober 2026 ein. Derzeit fliegt die deutsche Airline dreimal pro Woche von Frankfurt über Bangkok nach Sanya. Nach der aktuellen Planung findet der letzte Flug auf dem Teilstück zwischen Bangkok und Sanya am 22. Oktober statt. Zum Einsatz kommt auf der Verbindung ein Airbus A330-900. Die Strecke zwischen Frankfurt und Bangkok bleibt von der Änderung unberührt.

Erstflug gestartet: Condor mit neuem Ziel in Asien

Lufthansa prüft zentralere Steuerung ihrer Airlines

Lufthansa prüft im Rahmen ihres laufenden Turnaround-Programms eine stärkere Zentralisierung bei Lufthansa Classic, City Airlines und Discover Airlines. Nach Informationen des Handelsblatts könnten unter dem Projektnamen „Nexus“ Aufgaben, die bislang von den einzelnen Flugbetrieben erledigt werden, künftig gemeinsam gesteuert werden. Dazu zählt beispielsweise die Einsatzplanung des fliegenden Personals. Lufthansa verspricht sich davon niedrigere Kosten, intern soll das Vorhaben allerdings umstritten sein. Gleichzeitig verschiebt der Konzern zunehmend Kurzstreckenkapazitäten zu City Airlines und Discover.

KLM verschiebt A350-Start erneut und nennt erste Ziele

KLM hat den Start ihres neuen Airbus A350-900 erneut verschoben. Statt am 23. Oktober soll der erste Einsatz nun am 30. Oktober 2026 zwischen Amsterdam und Toronto stattfinden. Gleichzeitig hat die Airline weitere A350-Ziele konkretisiert: Montreal, Nairobi und Daressalam sollen folgen, wobei die Tansania-Flüge über Kilimandscharo oder Sansibar geführt werden. Der KLM-A350 erhält 331 Sitze, darunter 34 in der Business Class und 26 in der Premium Economy. Noch ausstehend ist die EASA-Zulassung der Business Class, deren Zertifizierung sich aufgrund einer neuen Auslegung der Vorschriften verzögert.

Qantas fliegt nonstop von Sydney nach New York

Qantas will ab Mitte 2028 nonstop von Sydney nach New York fliegen. Die rund 16.000 Kilometer lange Strecke soll etwa 18 Stunden dauern und damit mehr als drei Stunden schneller sein als die heutige Verbindung über Auckland. Zum Einsatz kommen speziell für das Projekt Sunrise entwickelte Airbus A350-1000ULR. Die Maschinen erhalten einen zusätzlichen 20.000-Liter-Tank und werden lediglich 238 Passagiere in vier Reiseklassen befördern. Insgesamt hat Qantas zwölf Flugzeuge bestellt. Bereits im Oktober 2027 soll mit Sydney–London eine weitere Ultralangstrecke ohne Zwischenstopp starten.

Qantas Airbus A350-1000 ULR, Foto: Airbus

Drohne legt Flugbetrieb am BER lahm

Eine Drohnensichtung hat den Flugbetrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg am Mittwochabend vorübergehend lahmgelegt. Gegen 20 Uhr wurde eine Drohne im Bereich der Nordbahn gemeldet, woraufhin der Luftraum um 20:20 Uhr gesperrt wurde. Erst 45 Minuten später konnte der Flugbetrieb wieder freigegeben werden. Während der Sperrung mussten mehrere ankommende Maschinen u.a. nach Dresden ausweichen. Auch nach der Wiederaufnahme des Betriebs kam es am BER noch zu Verspätungen bei Starts und Landungen.

Iberia feiert 100. Geburtstag mit Sonderlackierung

Iberia wird 2027 100 Jahre alt und hat bereits jetzt die Sonderlackierung für das Jubiläum vorgestellt. Einige Flugzeuge der spanischen Airline sollen die auffällige Bemalung mit einer großen „100“ auf Ober- und Unterseite des Rumpfes erhalten. Welche Flugzeugtypen und wie viele Maschinen entsprechend lackiert werden, ist noch offen. Höhepunkt der Feierlichkeiten soll ein Festakt im Juni 2027 im Iberia-Wartungszentrum La Muñoza werden. Daneben sind unter anderem ein Sonderflug für Mitarbeiter, eine Flugschau sowie Ausstellungen in Madrid und mehreren lateinamerikanischen Metropolen geplant.

Das ist die aktuelle Iberia Flotte 2026

„In Klopp we trust“ am Flughafen Nürnberg

Mit einem besonderen Gruß hat der Flughafen Nürnberg die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verabschiedet. Das DFB-Team reiste am Mittwoch aus dem Trainingscamp in Herzogenaurach ab und flog mit einem Airbus A320 von Lufthansa nach Amsterdam. Dort stand das Nations-League-Spiel gegen die Niederlande an. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Airport mit einem Transparent für den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp: Darauf war in Anlehnung an den bekannten Spruch „In God we trust“ zu lesen: „In Klopp we trust“.

Turkish-Airlines-A350 rollt ohne Freigabe auf Startbahn

Ein Airbus A350-900 von Turkish Airlines ist am Flughafen Newark ohne Freigabe auf eine aktive Startbahn gerollt. Die Crew von Flug TK30 nach Istanbul hatte die Anweisung „continue for the runway“ offenbar als Erlaubnis verstanden, auf die Piste zu rollen. Eine ausdrückliche Freigabe dafür hatte die Flugsicherung jedoch nicht erteilt. Nachdem der A350 bereits auf der Startbahn stand, bemerkte der Fluglotse den Fehler und forderte die Piloten auf, die Piste wieder zu verlassen. Ob der Vorfall weitere Konsequenzen hat oder von der US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht wird, ist bislang nicht bekannt.

Turkish Airlines bestellt bis zu 150 Boeing 737 MAX

Bleiben wir bei Turkish Airlines, das Mitglied der Star Alliance hat ihren bislang größten Boeing-Auftrag für Schmalrumpfflugzeuge abgeschlossen. Die Airline bestellt 100 Boeing 737 MAX 8 fest und sichert sich Optionen für weitere 50 Maschinen. Zudem besteht die Möglichkeit, Bestellungen in die größere 737 MAX 10 umzuwandeln. Die Auslieferungen sind für die Jahre 2033 bis 2037 vorgesehen. Zwischenzeitlich stand der Auftrag wegen eines Streits mit Triebwerkshersteller CFM über Wartungskonditionen auf der Kippe.

Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:

Review: Alaska Airlines Lounge San Francisco (SFO) | Eine angenehme Überraschung!

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