Die Vereinigten Arabischen Emirate und insbesondere Dubai waren jahrelang ein unglaublich beliebtes Reiseziel. Nach Beginn der Iran-Krise am 28. Februar 2026 hat sich das allerdings schlagartig geändert, und alle europäischen Airlines haben die Flüge nach Dubai komplett eingestellt. Auch bis jetzt ist keine der großen europäischen Airlines nach Dubai zurückgekehrt. Was sich nach einer großen Krise in der Luftfahrt anhört, löst bei Emirates aktuell Goldgräberstimmung aus. Denn die Airline verdient aktuell mehr Geld als noch im Herbst des Vorjahres, das das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte war.
💰 Emirates verdient mehr als im Vorjahr: Trotz der Iran-Krise erzielt die Airline laut CEO Tim Clark aktuell höhere Einnahmen als im Herbst 2025.
✈️ 91 % der Vorjahreskapazität: Emirates hat den Flugbetrieb weitgehend normalisiert. Sieben Airbus A380 stehen wegen fehlender Triebwerke weiterhin am Boden.
🌍 Kaum europäische Konkurrenz: Emirates profitiert von gestrichenen Dubai-Flügen anderer Airlines, hoher Nachfrage und starken Umsteigeverbindungen über Dubai.
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In einem Interview mit Airliners.de hat der Emirates-CEO Sir Tim Clark einige sehr interessante Zahlen über den aktuellen Flugbetrieb von Emirates geteilt. So ist es kein Geheimnis, dass Emirates auch in der aktuellen Situation seit Monaten wieder einen ganz normalen Flugbetrieb betreibt und dabei nicht nur Passagiere von und nach Dubai fliegt, sondern vor allen Dingen auch über den Hub in die ganze Welt befördert. Emirates bietet aktuell 91 % der Kapazitäten an, die man im Vorjahr zum selben Zeitraum angeboten hat.
Dabei sei ein großer Teil der nicht genutzten Kapazitäten auf 7 Airbus A380 zurückzuführen, welche aktuell nicht mit Triebwerken ausgestattet sind und sich am DWC Airport im Deep Storage befinden. Emirates hat hierbei 28 Triebwerke, die darauf warten, überholt zu werden. Allerdings sind die Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie GE aktuell nicht dazu in der Lage, dies pünktlich abzuwickeln.

Interessant ist allerdings vor allen Dingen die Aussage von Tim Clark, dass Emirates trotz der dramatischen Situation Ende Februar in Dubai, in welcher man für drei Tage den Flugbetrieb komplett einstellen musste, inzwischen mehr Geld verdient als noch im Vorjahr. Dies bezieht sich mit Sicherheit nicht auf das Gesamtjahr 2026, welches aufgrund der Situation Anfang des Jahres vermutlich nicht überaus erfolgreich ausfallen wird, allerdings nun auf den Spätsommer und Herbst 2026, wo man offensichtlich noch höhere Preise durchsetzen kann als im Jahr davor.
Dabei hat Emirates auf den Flügen nach Dubai eine Art Monopol, wie der CEO anführt, und auch beim Thema Luftfracht ist man aktuell außerordentlich erfolgreich, was eine erstaunlich hohe Auslastung der Flugzeuge mit sich bringt.
Emirates profitiert allerdings nicht nur davon, dass man die einzige Airline ist, die substanzielle Kapazitäten nach Dubai selbst anbietet, sondern auch weiterhin von der Schwäche anderer Airlines auf dem Weg nach Asien. Emirates kann mit dem Hub in Dubai nach wie vor den geografischen Vorteil ausspielen und sehr effizient Anschlussflüge in große Teile der Welt anbieten, welche auch wieder von den Passagieren sehr umfangreich genutzt werden.
Keine Spur von einer Krise: Emirates verdient mehr Geld als letztes Jahr | Frankfurtflyer Kommentar
Während man in den letzten Wochen vor allen Dingen immer wieder Nachrichten bekommt, dass Airlines aus Europa die Flüge nach Dubai streichen oder weiter nach hinten verlegen, ist es bei Emirates bereits seit Monaten wieder Business as usual. Dabei profitiert man in Dubai aktuell sogar sehr von der Zurückhaltung anderer Airlines und Emirates verdient aktuell wieder richtig Geld, was durchaus interessant ist.
Wirklich überrascht hat mich die Aussage von Tim Clark allerdings nicht, denn wer aktuell nach Dubai kommt, wird überrascht davon sein, wie voll die Stadt schon wieder ist. Auch die Preise haben sich inzwischen wieder deutlich erholt. Es wird allerdings diesen Winter sehr interessant sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob europäische Airlines doch wieder nach Dubai kommen oder ob man hier weiterhin zurückhaltend sein wird und die Kapazitäten eher in andere Teile der Welt schickt. Von Letzterem würde Emirates tatsächlich nachhaltig profitieren.
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