Jetzt mit 50.000 Bonuspunkten: Lohnt sich die Hilton Honors Kreditkarte für 6 Euro im Monat?

Foto: Robert

Die Hilton Honors Kreditkarte kostet 6 Euro im Monat und bietet dafür einige interessante Vorteile. Der wichtigste ist der automatische Gold Status im Hilton Honors Programm. Damit gibt es in vielen Hotels kostenloses Frühstück, Zimmerupgrades und zusätzliche Punkte. Hinzu kommen Versicherungen, ein schnellerer Weg zum Diamond Status und die Möglichkeit, bei alltäglichen Einkäufen Hilton Honors Punkte zu sammeln. Doch lohnt sich das tatsächlich für 72 Euro im Jahr? Aktuell ist die Frage besonders interessant, denn Hilton bietet für kurze Zeit 50.000 Willkommenspunkte statt der üblichen 6.000 Punkte. Wir schauen uns an, wie viel die Vorteile wert sind, wie schnell man die Jahresgebühr wieder hereinholen kann und für wen sich die Hilton Honors Kreditkarte wirklich lohnt.

Was bekommt man für 6 Euro im Monat?

Hilton Honors gehört zu den großen Hotelprogrammen und bietet bereits ab der Gold-Stufe einige interessante Vorteile. Normalerweise muss man sich diesen Status durch Übernachtungen oder Aufenthalte verdienen. Mit der Hilton Honors Kreditkarte bekommt Ihr ihn dagegen automatisch und behaltet ihn, solange Ihr die Karte besitzt.

Die Advanzia Bank stellt die Karte in Deutschland aus. Neben dem Gold Status gibt es weitere Leistungen:

  • 6 Euro monatliche Gebühr beziehungsweise 72 Euro im Jahr
  • Automatischer Hilton Honors Gold Status
  • Fast Track zum Hilton Honors Diamond Status
  • 2 Hilton Honors Punkte pro Euro Umsatz bei Hilton
  • 1 Hilton Honors Punkt pro Euro bei sonstigen Kartenumsätzen
  • Reiseversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen
  • Weltweite Bargeldabhebungen ohne gesonderte Abhebegebühr des Kartenanbieters, allerdings mit Sollzinsen ab dem ersten Tag
  • Kein Wechsel des Girokontos notwendig

Die Möglichkeit, bei jedem Einkauf Punkte zu sammeln, ist nett. Der entscheidende Vorteil ist aus unserer Sicht aber der Gold Status. Gerade für Reisende, die nur gelegentlich in einem Hilton Hotel übernachten, kann dieser deutlich mehr wert sein als die Kartengebühr.

Schon das Frühstück kann die Jahresgebühr ausgleichen

Zu den wichtigsten Vorteilen des Hilton Honors Gold Status gehören kostenloses Frühstück beziehungsweise ein Food-&-Beverage-Guthaben, Zimmerupgrades nach Verfügbarkeit und 80 Prozent zusätzliche Bonuspunkte bei qualifizierenden Aufenthalten.

Besonders das Frühstück macht sich schnell bemerkbar. In vielen europäischen Hilton Hotels kostet dieses regulär 20 bis 30 Euro pro Person und Tag. Wer zu zweit unterwegs ist, kann daher bereits bei einem kurzen Aufenthalt einen erheblichen Gegenwert erhalten. Entscheidend ist, ob das jeweilige Hotel tatsächlich ein kostenloses Frühstück anbietet und ob Ihr dieses auch nutzen würdet. In den USA gibt es bei vielen Marken stattdessen ein tägliches Guthaben, das nicht immer die gesamten Frühstückskosten deckt.

Auch bei ohnehin inkludiertem Frühstück entsteht kein zusätzlicher Gegenwert. Trotzdem kann der Gold Status für viele Reisende bereits nach wenigen Übernachtungen interessant sein.

Upgrade im Waldorf Astoria Palm Jumeirah Dubai, Foto: Robert

Zimmerupgrades und zusätzliche Punkte als weitere Vorteile

Neben dem Frühstück können auch die Zimmerupgrades interessant sein. Hilton Honors Gold Mitglieder dürfen in vielen Hotels auf ein besseres Zimmer hoffen, teilweise sogar auf eine Executive-Kategorie. Garantiert ist ein Upgrade allerdings nicht, und der Umfang hängt von der Marke und der Verfügbarkeit ab.

Hinzu kommen 80 Prozent zusätzliche Bonuspunkte auf die regulären Basispunkte. Wer beispielsweise bei einem qualifizierenden Aufenthalt 1.000 Basispunkte sammelt, erhält mit Gold weitere 800 Punkte dazu. Auch das kann sich über mehrere Aufenthalte summieren.

Weitere Vorteile sind die fünfte Nacht kostenlos bei qualifizierenden Prämienaufenthalten, kostenloses WLAN und ein später Check-out nach Verfügbarkeit. Einige dieser Leistungen stehen allerdings bereits Mitgliedern niedrigerer Statusstufen zur Verfügung und sind deshalb kein exklusiver Vorteil der Kreditkarte.

Aktuell gibt es 50.000 Hilton Honors Punkte zur Begrüßung

Besonders attraktiv ist derzeit der Willkommensbonus. Normalerweise gibt es bei der Beantragung der Hilton Honors Kreditkarte lediglich 6.000 Punkte. Für kurze Zeit hat Hilton diesen Bonus auf 50.000 Hilton Honors Punkte angehoben.

Dafür gelten zwei Fristen:

  • Bis zum 5. November 2026: Hilton Honors Kreditkarte beantragen
  • Bis zum 5. Dezember 2026: Den ersten Einkauf mit der Kreditkarte tätigen

Ein bestimmter Mindestumsatz wird in der veröffentlichten Aktionsbeschreibung nicht genannt.

Die 50.000 Punkte können bereits für eine oder mehrere Prämienübernachtungen reichen. Bei teureren Hotels und Resorts lässt sich damit zumindest das Punktekonto für eine größere Einlösung auffüllen.

Rechnet man beispielhaft mit einem Gegenwert von 0,4 Cent pro Hilton Honors Punkt, entsprechen 50.000 Punkte einem möglichen Gegenwert von rund 200 Euro. Das ist allerdings keine feste Bewertung. Je nach Hotel und Einlösung kann der tatsächliche Wert deutlich höher oder niedriger ausfallen.

Allein der aktuelle Willkommensbonus kann die Jahresgebühr damit rechnerisch für mehrere Jahre ausgleichen. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass es sich um einen einmaligen Bonus handelt.

Hier Hilton Honors Kreditkarte mit 50.000 Punkten beantragen

Wie viele Hilton Honors Punkte sammelt man im Alltag?

Mit der Kreditkarte lassen sich auch außerhalb von Hilton Hotels Punkte sammeln. Für jeden Euro Umsatz gibt es einen Hilton Honors Punkt, bei Hilton selbst sind es zwei Punkte pro Euro.

Wer beispielsweise jeden Monat 1.000 Euro mit der Kreditkarte bezahlt, sammelt damit 12.000 Punkte im Jahr. Bei einem angenommenen Gegenwert von 0,4 Cent pro Punkt entspricht das rund 48 Euro.

Monatlicher Kartenumsatz Punkte pro Jahr Beispielhafter Gegenwert
500 Euro 6.000 Punkte 24 Euro
1.000 Euro 12.000 Punkte 48 Euro
1.500 Euro 18.000 Punkte 72 Euro
2.000 Euro 24.000 Punkte 96 Euro

Die Berechnung berücksichtigt ausschließlich reguläre Umsätze außerhalb von Hilton Hotels und ist keine garantierte Auszahlung. Der Gegenwert hängt davon ab, wie Ihr Eure Punkte später einsetzt.

Allein durch alltägliche Ausgaben lässt sich die Jahresgebühr bei entsprechendem Kartenumsatz also rechnerisch ausgleichen. Allerdings gibt es auch andere Kreditkarten, mit denen man Punkte, Meilen oder Cashback sammeln kann. Deshalb würden wir die Hilton Kreditkarte nicht ausschließlich wegen der Punktegutschrift empfehlen.

Fast Track zum Diamond Status und Reiseversicherungen

Wer häufiger bei Hilton übernachtet, kann von einem weiteren Vorteil profitieren: dem Fast Track zum Hilton Honors Diamond Status.

Nach den Konditionen der Kreditkarte reichen dafür 40 statt 60 Statusnächte im Jahr. Zusätzlich gibt es je 5.000 Euro Kartenumsatz fünf Statusnächte. Rechnerisch lässt sich der Diamond Status dadurch auch mit 40.000 Euro Jahresumsatz erreichen, ohne eine Nacht im Hotel zu verbringen.

Der Diamond Status bringt unter anderem einen höheren Punktebonus und Zugang zu Executive Lounges in teilnehmenden Hotels. Besonders interessant ist daher die Kombination aus tatsächlichen Hotelaufenthalten und zusätzlichen Statusnächten durch Kartenumsätze.

Die Kreditkarte bietet außerdem ein Reiseversicherungspaket. Damit der Versicherungsschutz greift, müssen allerdings mindestens 50 Prozent der Transportkosten der Reise mit der Karte bezahlt worden sein. Hinzu kommen Selbstbehalte und weitere Einschränkungen.

Die vollständigen Versicherungsbedingungen solltet Ihr deshalb vor einer Reise prüfen.

Upgrade im Hilton Munich Airport, Foto: Robert

Für wen lohnt sich die Hilton Honors Kreditkarte nicht?

So attraktiv die Vorteile sein können, die Kreditkarte ist nicht für jeden sinnvoll. Wer praktisch nie in Hilton Hotels übernachtet, wird den Gold Status kaum nutzen können. Dann bleiben hauptsächlich die Punkte für alltägliche Umsätze und die Versicherungen übrig.

Auch wer bereits über eine andere Kreditkarte oder auf regulärem Weg den Hilton Honors Gold Status besitzt, bekommt durch die Hilton Kreditkarte keinen zusätzlichen Gold Status. Für diese Reisenden muss sich die Jahresgebühr über die anderen Leistungen rechnen.

Und schließlich sollte man die Karte nicht mit einer kostenlosen Kreditkarte für Bargeldabhebungen verwechseln. Zwar erhebt der Kartenanbieter keine gesonderte Abhebegebühr, allerdings fallen bei Bargeldabhebungen Sollzinsen ab dem ersten Tag an. Dadurch können schnell zusätzliche Kosten entstehen.

Hilton Cairo Nile Maadi, Foto: Robert

Lohnt sich die Hilton Honors Kreditkarte für 6 Euro im Monat? | Frankfurtflyer Kommentar

Für mich ist die Hilton Honors Kreditkarte vor allem eine einfache Möglichkeit, den Diamond Status zu behalten. Normalerweise muss man dafür in jedem Kalenderjahr 60 Nächte bei Hilton verbringen, mit der Karte reichen bereits 40 Nächte. Außerdem bekommt man für jeweils 5.000 Euro Kartenumsatz weitere fünf Statusnächte gutgeschrieben. Gerade die Kombination mit regulären Hotelübernachtungen macht die Sache interessant.

Die 72 Euro Jahresgebühr finde ich überschaubar. Die Karte kann sich aber auch für Reisende lohnen, die bisher keinen Status haben und nur zwei Nächte im Jahr zu zweit in einem Hilton Hotel verbringen. Wer dort kostenlos frühstücken kann, hat die Kosten häufig schon wieder heraus. Ein Zimmerupgrade oder zusätzliche Punkte kommen dann noch obendrauf.

Auch das Sammeln von Punkten im Alltag ist interessant, allerdings gibt es dafür durchaus Alternativen. Ich würde die Hilton Kreditkarte daher in erster Linie wegen der Statusvorteile und nicht als reine Punkte-Sammelkarte empfehlen. Mit den aktuell 50.000 Willkommenspunkten wird das Angebot noch einmal deutlich attraktiver. Wer die Kreditkarte ohnehin beantragen wollte, bekommt derzeit einen erheblich höheren Bonus als üblich. Die Aktion läuft allerdings nur bis zum 5. November 2026.

Jetzt Hilton Honors Kreditkarte mit 50.000 Bonuspunkten beantragen

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