Qantas-Deal: Australien Direktflüge aus Frankfurt werden wahrscheinlicher

Foto: Qantas

Für Qantas werden Ultralangstreckenflüge immer wichtiger, unter dem „Project Sunrise“ will man dieses Angebot weiter ausbauen und auch weitere europäische Destinationen direkt mit Australien verbinden. Schon heute fliegt die Känguru-Airline direkt von Perth (PER) nach London (LHR) und Rom (FCO), die italienische Hauptstadt ist saisonal im Flugplan. In diesem Sommer kommt Paris (CDG) dazu, die Strecke will man nicht nur während der Olympiade bedienen. Frankfurt (FRA) gehört schon lange zu den Wunschdestinationen der Australier, die Airline legt nun zusammen mit dem westaustralischen Flughafen Perth die Weichen für einen weiteren Ausbau.

Milliardenschwere Investitionen

Der Deal wurde am Freitag bekannt gegeben, Perth wird künftig ein noch wichtigeres Drehkreuz und womöglich ein richtiges Tor in Richtung Europa. Nach Kritik, Streitigkeiten und einem langen hin und her haben sich Airline und Airport nun geeinigt. Man will auf lange Sicht investieren und hat dafür einen Zwölfjahresvertrag abgeschlossen. Mit gut 3 Milliarden Euro will man u.a. die bestehende Infrastruktur modernisieren, ein neues Terminal errichten und eine zusätzliche Startbahn bauen.

Darüber hinaus soll auch außerhalb des Terminals gebaut werden, in einer Mitteilung ist die Rede von neuen Parkhäusern, einer besseren Anbindung auf dem Landweg und einem Hotel. Vorher werden aber die bestehenden Einrichtungen renoviert und modernisiert, in den heute genutzten Bereichen wird es zu Stoßzeiten sehr eng.

Airbus

Mittelfristig wollen sowohl Qantas als auch die Lowcost Tochter Jetstar alle Flüge in das neue Terminal verlagern. Nach der Eröffnung im Jahr 2031 will man jährlich 4,4 Millionen zusätzliche Sitzplätze von und nach Perth anbieten. Neben weiteren Inlandsflügen und dem Zubringernetz sollen auch neue Flughäfen in Asien, Indien, Afrika und angesteuert werden.

Schon vor der Fertigstellung der Bauarbeiten erwartet man bei Qantas die Auslieferung des ersten Airbus A350-1000. Insgesamt wurden 24 Exemplare bestellt. Die Hälfte davon ist nach jetzigem Planungsstand für Ultralangstrecken vorgesehen. Damit will man eines Tages auch direkt von Sydney (SYD) nach London oder New York. Die anderen Jets sind als Ersatz für ältere Muster wie Airbus A380 vorgesehen. Auch neue ultralange Verbindungen sind möglich, die bestehenden Routen werden gut angenommen, Auslastung und Margen sind hoch. Eine direkte Anbindung an Frankfurt ist für Qantas durchaus interessant und wird immer wahrscheinlicher.

Qantas-Deal: Australien Direktflüge aus Frankfurt werden wahrscheinlicher | Frankfurtflyer Kommentar

Die langen Nonstopflüge nach Europa und in die USA scheinen sich für Qantas zu lohnen. Am Project Sunrise wird schon seit Jahren gebastelt, während der Pandemie lagen die Pläne aber eine Weile auf Eis. Mit dem Deal zwischen der australischen Fluggesellschaft und dem Airport in Perth werden die Weichen für den weiteren Ausbau gestellt.

Frankfurt ist der nächste Flughafen, der auf der Wunschliste für die Erweiterung in Europa steht. Früher wurden Sydney und der größte deutsche Flughafen mit einem Zwischenstopp in Singapur (SIN) und später Dubai (DXB) miteinander verbunden.

 

5 Kommentare

  1. Berichtigung: es werden NICHT „gut 3 Milliarden EURO“ investiert für Bau, Umbau etc für den Flughafen Perth, sondern „around $3 billion“ australische Dollar.

  2. Ich verstehe das Konzept von Qantas mit Perth nicht, da will doch kaum jemand hin, 99 % aller Fluggäste wollen nach Sydney, Melbourne oder Brisbane, eventuell noch Cairns. Also muss man in Perth umsteigen. Dann kann ich aber auch mit jeder anderen Gesellschaft , die nach Australien fliegt reisen und eben in Dubai, Doha oder Singapur umsteigen. Attraktiv für Fluggäste wären doch nur Nonstop Flüge nach Sydney und Co, aber doch nicht nach Perth.

  3. Also wir waren schon zweimal in perth und werden bestimmt nochmal hinfliegen.
    Perth ist die Perle Australiens , da es nicht so mit Touristen wie z.b.Sydney überlaufen ist.
    Wer natürlich Hektik und überfüllte Innenstädte haben möchte soll lieber an die ostküste.

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