Review: Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura

Eurowings fliegt primär mit Flugzeugen aus der Airbus-Familie. Foto: Sebastian

Kurzfristig ging es für mich nach Fuerteventura. Eurowings zählte da zu einer der wenigen zuverlässigen und akzeptablen Möglichkeiten diese Kanarische Insel von einem Flughafen meiner Wahl zu erreichen. Und da ein Eurowings Economy Class im Airbus A320 ja auch für viele Urlaubsreisende von Interesse sein dürfte, teile ich in dieser Review meine Erfahrungen mit Euch.

Die Idee mal von heute auf morgen in den Sommerferien einen Flug übers Wochenende auf die Kanaren zu buchen, ist auch selten dämlich. Aber es ging halt nicht anders. Und da ein Vater-Sohn-Trip anstand, entschied ich mich für Flüge ab Düsseldorf. Damit war auch die Rückreise einfacher zu organisieren und wir konnten Ryanair umgehen.

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Buchung

Ich hatte mögliche Flüge per Google Flights herausgesucht. Die Flüge waren natürlich sündhaft teuer. Daher tat ich etwas, was ich normalerweise nicht tun würde. Ich schaute nach möglichen Prämienflügen.

Und bei Lufthansas Vielfliegerprogramm Miles & More gab es diese tatsächlich auch. Und die sinnvollste Möglichkeit eines Fluges nach Fuerteventura war der Direktflug mit Eurowings. Ein reiner Economy Class Flug, der mit Meilen buchbar war.

Die Entscheidung viel schwer, doch so verschwanden 20.000 Meilen plus 41 Euro für mich und 20.000 Meilen plus 41 Euro für das Ticket meines Vaters vom Miles & More Konto.

Zumindest ein kleiner positiver Aspekt: Die Tickets buchten in den Smart Tarif und erlaubten uns freie Sitzplatzwahl, selbst in der Exitrow, die wir dankend annahmen.

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Flugdaten

Flugnr.: EW9552
Sitz: 12 C 12 B (Exitrow)
Kabine: Economy Class
Konfiguration: 180 – 186 Economy
Abflug (Plan): 12:48 (11:45)
Ankunft (Plan): 16:01 (15:15)
Reisezeit: 4:14 h
Typ: Airbus A320 (320)
Registrierung: D-ABHF

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Vor dem Abflug

Den Check-In hatte ich schnell online noch im Holiday Inn Express Düsseldorf City Nord vorgenommen. Die Bordkarten hatte ich auf dem Handy. Das ging soweit alles extrem einfach und schnell, genauso wie die S-Bahnfahrt zum Flughafen. Gar nicht schnell ging die Sicherheitskontrolle, die sich für Flugsteig B einmal quer durch die Gastro-Zone und wieder zurück schlängelte.

Katastrophale Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf. Foto: Sebastian

Natürlich mussten wir mit Abflug in B nicht zwingend dort auch durch die Sicherheitskontrolle. Aber irgendwie sah es weder an A noch an C besser aus. Dass sich bei B zwei Warteschlangen trafen, bemerkte ich erst später… viel später.

Und trotzdem blieb noch etwas Zeit für einen Aufenthalt in der Hugo Junkers Lounge, ehe es zu unserem Gate ging.

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Boarding

Unser Gate war eines der letzten in diesem Flugsteig. Lediglich die Non-Schengen-Gates lagen noch etwas dahinter. Und als wir an dem engen Bereich ankamen, war es auch schon ziemlich voll. Da wir auf unseren Tickets die erste Boarding-Gruppe hatten, mogelten wir uns an den wartenden Gästen vorbei. Gut erzogene Kinder merkten dies kritisch bei ihren Eltern an.

Das Boarding begann dann jedoch nicht nach Gruppen sondern gesammelt. Eine etwas unangenehme Situation und so warteten wir einen Moment ab, ehe wir uns kurz vor der Familie mit dem Kind von gerade wieder einsortierten. Und auch diesmal kam ein Kommentar „die drängeln sich schon wieder vor“. Ich fühlte mich ertappt.

Und zur Strafe stoppte das Boarding genau bei uns. Eine allein reisende Dame mit Kind und Kinderwagen hielt den Betrieb auf. Der Kinderwagen war nicht gelabelt worden und die Mitarbeiterin am Gate hatte damit so ihre Probleme.

I love Bus-Boarding… not. Foto: Sebastian

Nach über fünf Minuten ging es dann jedoch weiter und es wurde klar, warum es keine Boarding-Gruppen gab. Wir standen vor einem Bus und mussten den Weg zum Flugzeug noch ein Stück weit fahren. Ich liebe ja Bus-Boarding, bin aber einfach nicht klug genug mir zu merken, ob in Düsseldorf die gerade oder ungeraden Gate-Nummern direkt ins Flugzeug führen.

Und während mein Vater noch lästerte, dass es immer wieder Leute gibt, die den Betrieb aufhalten, erklärte sich die Dame, über die er gelästert hatte, uns gegenüber. Es war ihr sichtlich unangenehm den Betrieb aufgehalten zu haben. Und mir war es unangenehm, dass sie unser Gespräch mitbekommen hat.

Irgendwann kamen wir dann jedoch am Bus an und waren mit die ersten, die den Airbus A320 von Eurowings boarden konnten.

Der letzte im Bus ist häufig der erste an Board. Foto: Sebastian

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Kabine

Wenn es etwas gibt, was für Eurowings spricht, dann das man bei Eurowings mit ziemlicher Sicherheit in einem Flugzeug der Marke Airbus landet. Nur wenn gerade mal auf ein Wetlease gesetzt wird, kann das mal anders sein. Auf diesem Flug wurde mit dem Airbus A320 das mittelgroße Kurzstreckenflugzeug eingesetzt.

Auf 30 Reihen verteilen sich jeweils drei Sitze zu linken und drei Sitze zur rechten Seite, so dass maximal 180 Fluggäste das Ziel erreichen können. Eine Business Class gab es auf diesem Flug zu einem Ferienziel leider nicht. Wenn eine Business Class angeboten wird, bekommt Ihr allerdings den gleichen Sitz, bei dem lediglich nur der Mittelsitz B oder E blockiert wird.

Sitzreihe mit mehr Beinfreiheit. Foto: Sebastian

Bis zur Reihe 10 habt Ihr etwas mehr Beinfreiheit. Diese Sitze lässt sich Eurowings jedoch in der Regel extra bezahlen. Genauso wie die anschließenden beiden Notausgang-Reihen mit noch mehr Beinfreiheit. In letzterer nahmen wir auf Sitz 12A und 12C Platz. Der alte Trick, einen Platz am Gang und einen am Fenster zu wählen und den Mittelplatz frei zu lassen. Das ist bei Ryanair keine gute Idee, bei vielen anderen Fluggesellschaften jedoch schon, da sich niemand gerne freiwillig in die Mitte setzt. Insbesondere bei kostenpflichtigen Plätzen.

Und die Strategie ging auch auf. Während des Boardings blieb unser Mittelsitz frei und wir freuten uns. Ihr kennt das vielleicht… denn irgendwann fingen die Flugbegleiter an Tetris zu spielen. In den anderen Exitrows saßen kleine Kinder, die dort nicht bleiben durften und daher musst um arrangiert werden. Auch, weil Sitze doppelt belegt waren.

Sitz am Notausgang. Foto: Sebastian

Es war halt der Flieger ausge- oder vermutlich sogar überbucht und der letzte Fluggast ohne zugewiesenen Sitz durfte natürlich zwischen uns Platz nehmen. Ich bot dem FC Bayern-Fan den Gangplatz an und rückte in die Mitte (wie lang hab ich schon nicht mehr auf dem Mittelplatz sitzen dürfen). Die nächsten vier Stunden deuteten auf Spaß hin.

Sicherheitskarte, Spucktüte und Bordmagazin. Foto: Sebastian

Wenn es Euch auf einen Eurowings Airbus A320 verschlägt, so vermeidet auf jeden Fall die letzte Sitzreihe. In unserem Fall war das Reihe 30. Dort seid Ihr extrem nah an den Toiletten und der Bordküche. Außerdem lassen sich die Sitze nicht vollständig nach hinten kippen. Wer mehr Komfort sucht, wählt – wie wir – die Reihe 12. Dort habt Ihr zum einen ausgezeichnete Beinfreiheit und könnt den Sitz trotzdem noch nach hinten lehnen. Das geht in der vorderen Exitrow (Sitzreihe 11) nicht. Ebenso wenig wie in der Reihe davor. Zumindest ein bisschen mehr Beinfreiheit gibt es in dieser Sitzkonfiguration bis Reihe 10.

Normale Sitzreihe. Foto: Sebastian

Anschlüsse zum Laden von Mobiltelefon oder Notebook gab es nicht. Zum Start und zur Landung mussten wir – wegen der Positionierung am Notausgang – alle unsere Taschen und losen Gegenstände in den Gepäckfächern über uns verstauen. Das haben viele Urlaubsreisende nicht auf dem Schirm, wenn sie diese Sitze wählen. Denn regelmäßig darf die Kabinencrew hier noch mal kurz vor dem Start kräftig aufräumen.

Blick nach vorn in die Kabine. Foto. Sebastian

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Service

Unser Flug startete deutlich verspätet ab Düsseldorf  und demnach war der Bedarf nach Essen und Trinken groß. Nur kurze Zeit nachdem die Anschnallzeichen erloschen waren, legte die Crew los. Mit einem Verkaufswagen vorne und mit einem so ab Reihe 10. Also nur wenige Reihen vor uns.

Und auch wenn mir klar war, dass Warten durchaus hungrig macht, haben echt viele Leute etwas zu Essen bestellt. Insbesondere warme Gerichte. Und da ganz besonders die Pommes frites, die der absolute Renner waren. Etwas aus der Zeit gefallen wirkte, dass die Flugbegleiter nach jeder Bestellung Richtung Galley mussten, um wieder eine Pommes-Bestellung nach vorne zu geben (notiert auf Servietten).

Das etwas andere Frühstück. Foto: Sebastian

Aber zu meiner Überraschung gab es sowohl Pommes als auch Currywurst noch, als ich mit der Bestellung dran war. Nur die vegane Mayo war aus. Dazu gab es noch ein Veltins Bier. Wie die Currywurst geschmeckt hat, könnt Ihr in meiner Currywurst-Pommes-Review nachlesen.

Da Eurowings auf ein „Buy on Board“-Konzept ohne jegliche kostenlose Verpflegung in der Economy Class setzt und die Crew durchaus motiviert war, gab es jederzeit die Möglichkeit noch einen Snack oder ein Getränk nachzubestellen.

Leider ist die Currywurst im Geschmackstest durchgefallen. Genauso wie der Bierersatz. Foto: Sebastian

Mit etwa einer Dreiviertelstunde Verspätung setzten wir auch zur Landung auf der Insel Fuerteventura an.

Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura | Frankfurtflyer Kommentar

Nachdem ich meinen Heimatflughafen nach Bremen verlegt habe, kam ich nur vereinzelt in den Genuss von Eurowings-Flügen. Mein kurzer Hüpfer mit Eurowings von Wien nach Hamburg war nun auch schon wieder eine Weile her. Aber auch auf einer Reise mit über vier Stunden Flugzeit lässt es sich bei Eurowings durchaus aushalten. Natürlich einfacher, wenn man sich kleine Annehmlichkeiten, wie mehr Beinfreiheit oder auch mal einen Snack zwischendurch gönnt.

Herzlich willkommen auf Fuerteventura. Foto: Sebastian

Nun war die Currywurst leider alles andere als gut. Aber die Auswahl auf der Speisekarte ist für mich wirklich okay. Etwas teuer, aber dafür gibt es gefühlt für jeden Geschmack etwas. Und zu meinem Erstaunen war auch keine meiner 1. Wahl bereits vergriffen oder gar nicht geladen. Aber gut, wir waren auch der erste Flug für die D-ABHF an diesem Tag.

Weitere Teile dieses Trip-Reports:

  • Holiday Inn Express Düsseldorf City-Nord
  • Hugo Junkers Lounge Düsseldorf
  • Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura
  • Sheraton Fuerteventura
  • Iberia Express Business Class im Airbus A321neo von Fuerteventura nach Madrid
  • Madrid Marriott Auditorium Hotel
  • Iberia Lounge Madrid Terminal 5
  • Iberia Air Nostrum Business Class in der Canadair 1000 von Madrid nach Alicante
  • Melia Alicante
  • Sala VIP Costa Blanca Lounge Alicante
  • Eurowings Economy Class im Airbus A319 von Alicante nach Düsseldorf

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