Review: Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante

Iberias Ableger Air Nostrum brachte mich nach Alicante. Foto: Sebastian

Die Iberia Business Class auf Inlandsflügen hatte auf dem Weg von Fuerteventura nach Madrid einen mehr als ordentlichen Eindruck bei mir hinterlassen. Nun wurde die Reisedauer auf dem Weiterflug von Madrid nach Alicante nochmals etwas kürzer. Diesmal war nicht Iberia Express sondern Air Nostrum der Betreiber der CRJ-1000, die mich zum Ziel bringen konnte. Sollte sich ein ähnlich hoher Wohlfühlfaktor, wie am Abend zuvor einstellen? Ohne zu viel zu spoilern, in dem Fall kann die Bewertung natürlich nicht ganz mit dem vorherigen Leg mithalten.

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Flugdaten

Air Nostrums „Papa Alpha“. Foto: Sebastian
Flugnr.: IB8860
Sitz: 2A (Fenster)
Kabine: Business Class
Abflug (Plan): 12:27 (12:00)
Ankunft (Plan): 13:07 (13:10)
Reisezeit: 00:41 h
Typ: Mitsubishi CRJ-1000 (CRJX)
Registrierung: EC-MPA

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Vor dem Abflug

Ein Abflug gegen Mittag und zuvor ausgiebig Zeit für einen Besuch der Iberia Lounge Dali im Terminal 4. Das war zunächst einmal ein mehr als vernünftiger Einstieg in die Weiterreise nach Alicante. Auch schon vorher die Sicherheitskontrolle via Fast Track steuerten ihren Teil zu einem positiven Flughafenerlebnis bei.

Weite Wege am Flughafen Madrid. Foto: Sebastian

Unbequem wurde es dann bei der Suche nach dem Abfluggate. Profis ahnen sicher, dass ein Gate im Nummernbereich zwischen 90 und 100 kein gutes Zeichen ist. Und so war es natürlich auch. Das Abfluggate für den Flug IB8860 war an diesem Tag K98 und lag ganz ganz ganz am Ende des Terminal 4. Ein langer Weg und daher auch ein Unsicherheitsfaktor, der mich zum frühzeitigen Verlassen der Lounge veranlasste.

Schalter Gates K92-K98. Foto: Sebastian

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Boarding

Etwas verwirrt hatten mich zunächst die unterschiedlichen farblichen Markierungen der Gates K92, K94, K96 und K98, bei denen es keine wirkliche räumliche Trennung untereinander, sondern nur einzelne Counter gibt. Als das Boarding dann zunächst für Statusgäste und Reisende in der Business Class begann, erklärte sich das System. Die farbliche Markierung wird hinter dem Schalter, an dem die Bordkarten gescannt werden, weitergeführt. Es handelt sich um ein Farbleitsystem, welches am Boden und an den Wänden zur richtigen Tür führt. Und in dem Fall ist Tür wörtlich zu verstehen, denn der Tunnel für die Abfluggates K92-K98 führt lediglich zu ein paar Türen, die direkt am auf dem Vorfeld enden. Unsere Tür war natürlich die letzte am Ende des Tunnels.

Farbleitsystem an den „zu Fuß“-Gates. Foto: Sebastian

Das war schon mal sportlich für so einen Vormittag. Und als wären wir nicht schon genug gelaufen, ging es nach kurzer Wartezeit nochmals ein Stück zu Fuß über das Vorfeld bis zum Flugzeug, wo dann über die Treppe der CRJ-1000 eingestiegen wurde. Das, was ich sonst gerne als Ryanair-„Walk of shame“ beschreibe, gibt es als auch bei Iberia, wenn man mit dem Regionalableger Air Nostrum fliegt.

Dann hatte die Odyssee jedoch Ihr Ende und ich konnte auf Sitz 2A Platz nehme und mich auf den Flug vorbereiten.

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Kabine

Der Iberia Express Airbus A321neo hatte natürlich mehr Glanz und Glitter, als ich nun auf dem Anschlussflug erwartete. Und obwohl die EC-MPA ebenfalls erst junge fünf Jahre alt war, wirkte die Kabine natürlich deutlich weniger modern mit Ihren klobigen Ledersitzen.

Etwas aus der Zeit gefallene Ledersessel. Foto: Sebastian

Die CRJ-1000 von Air Nostrum verfügt über 27 Sitzreihen mit einer 2-2-Konfiguration. Netto sind es jedoch nur 26 Sitzreihen, da die Seite in Flugrichtung links erst mit 2 beginnt und die Sitzreihe auf der anderen Seite vor den Lavatories schon bei 26 endet.

Blick in die Kabine. Foto: Sebastian

Business Class Reisende sollten sich darauf freuen können, dass der eine Nebenplatz frei bleibt. Auf diesem Flug waren die ersten beiden Reihen für Business Class Gäste reserviert. Danach trennte ein Vorhang die höhere Reiseklasse von der Economy Class. Nur ein weiterer Gast verirrte sich an diesem Tag in die Business Class. Er entschied sich für Sitz 1F, der mit 1D als einzige mit Extra-Legroom eine gemischte Bewertung bei Seatguru erhält. Doch damit liegt Seatguru nicht ganz korrekt, denn auch 2A und 2C vor dem Bulkhead haben ebenfalls etwas mehr Beinfreiheit.

Beinfreiheit vor dem Bulkhead. Foto: Sebastian

Die einzig uneingeschränkt guten Sitzplätze befinden sich in der Economy Class. Und zwar in Reihe 18. Das ist die Notausgangreihe, die ebenfalls etwas mehr Beinfreiheit verspricht. Meidet bitte Reihe 22, wenn Euch ein Fenster wichtig ist, sowie 26 D und F sowie 27 A und C, da diese direkt die Wand und Toiletten im Rücken haben.

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Service

Dieser Flug war für die Dauer von 70 Minuten geplant, jedoch effektiv nur 40 Minuten unterwegs. Und während Lufthansa in noch kürzerem Zeitfenster die Business Class eines kompletten Dreamliners mit Service beglückt, konnte die Crew hier ihre Aufmerksamkeit voll auf nur zwei Gäste wenden. Wobei dieser Vergleich nicht ganz fair ist, denn in einer Mitsubishi CRJ-1000 ist natürlich weniger Personal an Board, welches sich dann auch noch nach der Business Class um das restliche Flugzeug kümmern muss.

Kleiner Tapas-Teller. Foto: Sebastian

Und so gab es auch nur einen eingeschränkten Service auf diesem Flug mit einer kleinen Platte Tapas. Diese bestand aus zwei Scheiben Käse, drei Scheiben Lomo Iberico und drei Oliven. Abgerundet wurde der Mittagssnack um abgepackte Grissini und ein Tütchen Nüsse. Die nicht ganz passende Getränkebegleitung war in dem Fall eine Dose Bier und eine Cola Zero.

Und eine Cola zum Durst löschen. Foto: Sebastian

Trotz des überschaubaren Häppchens blieb bei dem kurzem Flug kaum noch Zeit, um nach dem Abräumen des Tabletts noch irgendwie anders produktiv zu werden. Schon erleuchteten die Anschnallzeichen und alles wurde zur Landung am Flughafen Alicante Elche vorbereitet, wo wir um 13:07 Uhr noch drei Minuten eher als geplant ankamen.

Mit dem Bus zum Terminal. Foto: Sebastian

Iberia Air Nostrum Business Class in der CRJ-1000 von Madrid nach Alicante | Frankfurtflyer Kommentar

Das hätte Lufthansa nicht besser machen können. Das war so 1A das, was man auch auf einem Flug von Bremen nach Frankfurt erleben kann. Inklusive des eingesetzten Flugzeugs. Und zumindest auf Bremen bezogen auch was den „Walk of shame“ angeht.

Bei solch einem ultra kurzen Flug ein positives Business Class Erlebnis zu bieten, ist natürlich auch extrem schwierig. Aber ein bisschen Wurst und Käse neben drei Dosen-Oliven auf eine Platte zu schmeißen und dazu verpackte Brotsticks zu servieren, das ist mir irgendwie zu wenig.

Trotzdem war dieser Flug mit dem Iberia Regionalableger Air Nostrum völlig in Ordnung. Und der Weg zum Flugzeug hält definitiv fit.

Weitere Teile dieses Trip-Reports:

  • Holiday Inn Express Düsseldorf City-Nord
  • Hugo Junkers Lounge Düsseldorf
  • Eurowings Economy Class im Airbus A320 von Düsseldorf nach Fuerteventura
  • Sheraton Fuerteventura
  • Iberia Express Business Class im Airbus A321neo von Fuerteventura nach Madrid
  • Madrid Marriott Auditorium Hotel
  • Iberia Lounge Madrid Terminal 5
  • Iberia Air Nostrum Business Class in der Canadair 1000 von Madrid nach Alicante
  • Melia Alicante
  • Sala VIP Costa Blanca Lounge Alicante
  • Eurowings Economy Class im Airbus A319 von Alicante nach Düsseldorf

7 Kommentare

    • Wobei mich Deine Frage nach dem Gepäck jetzt noch mal ins Grübeln gebracht hat. Ich hab noch mal nachgeschaut und war doch mit einem Trolley unterwegs. Der wurde dann aber ziemlich sicher am Gate mit einem DOA-Tag versehen, da ich nicht am Checkin-Schalter war.

    • Nicht abschrecken lassen. Das kam mir vermutlich länger vor, als es wirklich war. Die Distanz bis zum Schalter ist so etwa 600 Meter. Also etwa 10 Minuten. Plus noch der Weg zum Flugzeug. Die Strecke fällt mir aber schwer einzuschätzen.

  1. Grade dieses Wochenende die gleiche Maschine von Madrid nach Frankfurt geflogen. Kleines Handgepäck kann man mitnehmen, Trolleys gibt man vor dem Flieger ab und kommen in den Bauch. Bei Landung stehen die dann wieder vor dem Flieger und man nimmt die dann mit.
    Ein Punkt noch: Es wird auch in der Business voll belegt. Man bekommt also nicht automatisch eine freien Nebenplatz. Bei mir war alles komplett belegt.

    • Ja, das nervt mich bei IAG Group immer total, dass in den kleinen Maschinen die Business voll belegt wird. Da kann man gleich Eco buchen.

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