Nachdem Lufthansa nun ITA Airways im kommenden Jahr zu 90 % übernehmen möchte, ist man auch bei der Integration der italienischen Airline in die Strukturen der Lufthansa-Gruppe gut voran gekommen. Einer der wichtigsten Schritte war auch die Integration von Miles&More als Vielfliegerprogramm bei ITA Airways, womit das alte Volare-Programm ausgelaufen ist. Bei der Präsentation der Halbjahres-Zahlen der Lufthansa-Gruppe nannte Carsten Spohr auch einige Zahlen, wie die Integration von ITA Airways in Miles&More vorangeht, und hier ist man offensichtlich sehr zufrieden mit dem Fortschritt.
🇮🇹 Starkes Wachstum: Seit Miles&More das Vielfliegerprogramm von ITA Airways ist, wurden in Italien 300.000 neue Mitglieder gewonnen.
✈️ 50.000 Statuskunden: Ehemalige Volare-Vielflieger haben ihren Status zum Miles&More Frequent Traveller oder Senator gematcht.
📈 Integration schreitet voran: Die Zahl der Codeshare-Passagiere zwischen Lufthansa und ITA Airways ist innerhalb von zwölf Monaten um 720 % gestiegen.
Eine für Lufthansa wohl wichtigste Kennzahl ist, dass man in Italien, seitdem Miles&More das offizielle Vielfliegerprogramm von ITA Airways ist, hat nun 300.000 neue Mitglieder gewonnen. Diese Zahl ist auch vor allen Dingen deshalb interessant, da höchstwahrscheinlich ein großer Teil der ITA Airways-Passagiere ohnehin schon ein Miles&More-Konto hatte und sich hier kein neues anlegen musste.
Italien ist für Lufthansa ein sehr wichtiger Markt, weshalb man hier natürlich vor allen Dingen auch an der Gewinnung von neuen Statuskunden interessiert ist, die teils nicht unerhebliche Mengen für Tickets mit der Lufthansa-Gruppe ausgeben. Daher hat man auch ein Statusmatch-Angebot an die Vielflieger von ITA Airways mit Volare-Status gemacht, und diese konnten ihren Vielflieger-Status zum Frequent Traveller- oder Senator-Status matchen.
Von diesem Angebot haben 50.000 ITA Airways-Vielflieger mit einem vormaligen Volare-Status Gebraucht gemacht und sind nun Statuskunden bei Miles&More mit einem Frequent Traveller- oder Senator-Status.

Generell laufe die Integration von ITA Airways in die Lufthansa-Gruppe gut, und man komme hier schneller voran als bei jeder anderen Airline vor ITA Airways, wie zum Beispiel Austrian Airlines oder SWISS zuvor. Auch die Passagiere nehmen das nun ineinander greifende Angebot der Lufthansa-Gruppe und der ITA Airways offenkundig gut an, und in den letzten zwölf Monaten ist die Zahl der Codeshare-Passagiere zwischen den beiden Airmen um 720 % gestiegen.
Durch die Integration von ITA Airways in die Lufthansa-Gruppe, die daraus entstehenden Synergien, sieht man bis 2028 ein Potenzial von 450 Millionen Euro pro Jahr, was ITA Airways zu einer sehr profitablen Airline innerhalb der Lufthansa-Gruppe in einigen Jahren machen könnte.
50.000 neue Statuskunden sind von ITA Airways zu Miles&More über den Status Match gekommen | Frankfurtflyer Kommentar
Es ist traditionell so, dass Italien für Lufthansa der wichtigste Markt in Europa war, außerhalb der eigenen Heimatmärkte. Ist es jetzt natürlich bei der Integration von ITA Airways extrem wichtig, dass man auch die Vielflieger der Airline möglichst schnell möglichst eng an die Lufthansa-Gruppe bindet. Dies scheint auch durchaus erfolgreich gewesen zu sein.
Die Zahl von 50.000 neuen Vielfliegern, die den Statusmatch von Volare zu ITA Airways angenommen haben, finde ich hierbei durchaus interessant. Dabei muss man bedenken, dass es in Italien durchaus schon eine nicht ganz unerhebliche Zahl von Statuskunden der Lufthansa-Gruppe gab, die tatsächliche Anzahl der Vielflieger in Italien wohl deutlich höher liegen dürfte.
Ein wenig muss ITA Airways nun aber auch lernen, mit der neuen und wahrscheinlich höheren Anzahl an Vielfliegern zurechtzukommen. Hier denke ich insbesondere auch an die Lounges, denn meine Erfahrung mit ITA Airways Lounges ist, dass diese recht überfüllt sind und man hier vor allen Dingen in Rom dringend neue Kapazitäten braucht. Interessant wäre auch, ob und wann ITA Airways das Konzept der Business und Senator Lounges adaptieren wird, wie es zum Beispiel Austrian Airlines und SWISS getan haben.
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So viel zum Thema dass einige froh sind wenn A3 und TK Gold wegfallen würde – gerade in München wird man die ITA Gäste sehr stark spüren so dass fremd Gold wirklich nicht mehr auffällt.
Zum threat vorher hoffe ich dass mehr Lounges eröffnet werden und nicht Zugänge restriktiv werden
Tatsächlich muss man Lufthansa durchaus zugutehalten, dass in den letzten Jahren vor allen Dingen an den Hubs durchaus bemüht waren, mehr Kapazitäten zu schaffen. Das ist nicht ganz einfach, und wahrscheinlich könnte man da auch noch deutlich kreativer werden. Allerdings wäre das vermutlich dann wieder sehr teuer.
Lufthansa hat allerdings zum Beispiel noch keine Zeitbeschränkungen einführen müssen. Nach wie vor darf auch der niedrigste Status in die Lounge. Das sind alles Dinge, die man in der Lufthansa-Welt zwar als selbstverständlich ansieht, aber die es in der großen Airline-Welt nicht sind.
Airlines, die ihren Silberstatus in die Lounge lassen, kann man, glaube ich, an einer Hand abzählen.
Dass LH die Miles&More Mitglieder mit Silberstatus bezüglich Loungezugang besser behandelt, als viele andere Airlines das in ihren Programmen mit den Mitgliedern mit Silberstatus machen, stimmt natürlich. Allerdings muss man dann auch die Unterschiede in den Qualifikationskriterien anschauen. Da ist der Vergleich natürlich ein Stück weit vom jeweiligen Flugprofil und den unterschiedlichen Qualifikationsregeln abhängig. Aber wenn man mal annimmt, dass ein grosser Teil der M&M FTL ihren Status auf Economy Tickets innerhalb Europas erfliegt (oder dass das zumindest die Gruppe ist, für die der Senator / Gold-Status mit benötigten 100 solcher Segmente meist ausser Reichweite liegt), dann brauchen diese Teilnehmer für den M&M FTL 32.5 solcher Segmente. Bei Flying Blue von AF / KLM zum Beispiel (um einen vergleichbaren Wettbewerber zu nehmen) hätten sie damit schon fast Gold-Status erreicht. Dafür benötigt man 36 solcher Segmente, die fliegt der beschriebene Kundenstamm, der bei M&M nur FTL wird, vermutlich ebenfalls. Und dann sieht der Vergleich beim Loungezugang schon wieder ganz anders aus.
Dass der FTL vergleichsweise hohe Qualifikationshürden hat, beziehungsweise hatte, stimmt schon. Mit dem neuen System ist das allerdings gar nicht mehr so unfassbar kompliziert, wenn man das drauf anlegen möchte. Man kann zum Beispiel 120 Statuspunkte einfach durch Übernachtung mit Marriott einsammeln. Wenn man alle Flüge CO2-kompensiert (was vor allen Dingen auf Kurzstreckenflügen wirklich nur ein paar Euro pro Flug kostet), würde man mit etwa 15 Flügen pro Jahr den FTL-Status erreichen.
Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich langfristig durchaus Bedarf an einem Status, weil ich mal jetzt nur zwischen Senator und HON Circle sehe, mit einer Absenkung der Statushürde für den Senator und einer höheren Qualifikation für den Status in-between. In diesem Szenario würde wahrscheinlich der FTL den Lounge-Zugang verlieren und der Senator in die Business-Class-Lounges geschickt werden. Es könnte natürlich auch sein, dass man den Senator aufwertet und einen Status zwischen Senator und FTL noch einführt. Das wäre aber mein Gedankenspiel.
Das mit den zusätzlichen Möglichkeiten Punkte zu sammeln stimmt natürlich, aber:
a) Es gibt auch in anderen Programmen Möglichkeiten Statuspunkte / -meilen abseits von Flügen zu sammeln (z.B. by Flying Blue die SAF Contribution). Das nur auf einer Seite zu betrachten wäre ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.
b) Es ging mir eher darum zu zeigen, dass man bei anderen Programmen, je nach Flugprofil, mit ähnlichem „Aufwand“ Goldstatus erhält wie bei M&M nur Silber (den Senatorstatus ereicht der Eco-Europaflieger auch mit CO2-Kompensation nur schwierig), was ein Grund dafür sein könnte, dass M&M seinen FTLs bislang das „Goodie“ des Zugangs zu den eigenen Lounges gewährt.
Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. An Deine Spekulation eines „Zwischenstatus“ glaube ich nicht wirklich, eher an die Abschaffung des Loungezugangs für FTls mit leichter Absenkung der Qualifikationshürde. Die kosten dann ja nicht mehr viel, dann können es auch mehr sein. Und mit der vergleichsweise hohen Hürde fuer den Senator fährt Lufthansa doch wahrscheinlich ganz gut. Die verursachen Kosten, also limitiert man die Anzahl, und die Optimierer, die weniger Geld beim Konzern lassen, versuchen in den Programmen anderer Star Alliance Gesellschaften den Goldstatus zu erreichen, was heisst, dass diese dann für den Loungezugang an Lufthansa zahlen.
Zum Glück gibts in FCO den HON-Bereich, den brauchts auch in LIN und/oder MXP.
Na ja, der HON Bereich in FCO/Schengen (zumindest der, den ich kenne) ist ja wohl eher ein Witz. Ein kleiner, fensterloser Nebenraum, der vielleicht etwas ruhiger ist, aber sonst keinerlei zusätzlichen Komfort bietet. Oder gibt es da etwas Neues oder habe ich etwas übersehen?
Du hast natürlich recht, aber es gibt seit einigen Monaten einen à la Carte Service mit einer verhältnismässig grösszügigen Auswahl an Speisen und Getränken und hat dort zumindest mehr Ruhe als im übrigen Teil der Lounge (ich war jetzt meistens alleine dort). Die eigene Toilette mit Dusche ist natürlich auch ein Plus (gibts ja beispieslweise nicht mal für die HONs in VIE).
Ich finde aber ehrlich gesagt, wenn man Flying Blue und Miles&More vergleicht, ist der Platinum Status das mit dem Senator vergleichbare Level. Es ist zwar trotzdem einfacher, den Platinum Status zu erreichen als den Senator, aber da ist der Unterschied je nach Flugprofil nicht mehr so groß.
Was ich interessant fände, wäre, wieviel der durchschnittliche Senator denn bei der LHG im Jahr ausgibt.