Seit Jahrzehnten würde Emirates gerne mehr Ziele in Deutschland anfliegen, und hier ist besonders Berlin im Fokus der Airline aus Dubai. Hierbei beschränken aber aktuell noch die Flugrechte aus dem bilateralen Abkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten, welches vor fast 40 Jahren geschlossen wurde, die Expansion nach Berlin, denn bisher darf Emirates nur vier Ziele in Deutschland ansteuern, und das Kontingent ist mit Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg bereits erschöpft.
🛫 Verhandlungen laufen: Emirates möchte Berlin anfliegen, stößt aber noch auf rechtliche Hürden.
🏛️ Politische Bewegung: Kanzler Merz diskutiert Flugrechte mit der Regierung der VAE.
🌍 Potenzial für Ostdeutschland: Direktverbindung könnte Wirtschaft und Tourismus stärken.
Dabei scheitert der Wunsch von Emirates, nach Berlin zu fliegen und damit die Bundeshauptstadt an das enorme, weltweite Netzwerk von Emirates anzuschließen, vor allem am politischen Willen, und dem Vernehmen nach würde hier Lufthansa auch sehr fleißig lobbyieren, um eine Erweiterung des Abkommens zu verhindern.
Es scheint aber Bewegung in die Sache zu kommen, und Emirates hat vor Kurzem wohl sogar schon Slots in Berlin beantragt, um vorerst einen täglichen Flug mit einer Boeing 777 nach Dubai durchführen zu können. Aus diesem Antrag geht hervor, dass ein Start im Dezember 2026 angedacht ist, wobei eine offizielle Genehmigung noch fehlt.
Nun wird berichtet, dass Bundeskanzler Friedrich Merz auf seiner Reise durch den Nahen Osten, bei welcher er unter anderem auch Gespräche mit der Regierung in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt hat, auch das Thema der Erweiterung von Flugrechten diskutiert hat, wie ein Regierungssprecher der ZEIT sagte.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wünschen sich einen Ausbau der Verbindungen von und nach Deutschland, weshalb auch das Thema Landerechte – neben vielen anderen Themen – angesprochen wurde.
In Berlin selbst spricht man sich inzwischen auch sehr offen für eine Verbindung aus Dubai mit Emirates aus, und die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Kai Wegner (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), sagten hierzu in einer gemeinsamen Erklärung:
Die Menschen und Unternehmen in der Hauptstadtregion erwarten, dass es mehr Direktverbindungen ohne unnötige und ökologisch fragwürdige Umstiege an anderen europäischen oder deutschen Flughäfen gibt. Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort, wird mehr Investitionen in die Region bringen und neue Arbeitsplätze schaffen.
Kanzler Merz verhandelt mit Dubai | Bundesregierung offen gegenüber Emirates Flügen nach Berlin
Die Emirates-Flüge nach Berlin sind seit Jahren ein Politikum, und ganz offensichtlich wird das Ganze an höchster Stelle verhandelt. Es scheint so zu sein, als würde hier aber langsam etwas Bewegung in die Sache kommen, nachdem es jahrzehntelang nicht möglich war, für Emirates hier irgendetwas zu erreichen.
Tatsächlich wäre es für Berlin ohne Zweifel ein Gewinn, an das Emirates-Netzwerk angeschlossen zu werden. Sicherlich würde dies aber vor allem für die Condor- und Eurowings-Flüge nichts Gutes bedeuten, und ich vermute, dass diese deutschen Airlines nicht gegen Emirates bestehen können oder wenn, dann nur über sehr günstige Preise. Wobei auch auf der Strecke Berlin–Dubai immer gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft, also für die Passagiere wäre es wohl positiv.
Wenn ich mal im Kaffeesatz lesen darf:
DE hat angekündigt, die Strecke im Winter wieder bedienen zu wollen (bisher war das ja im CodeShare mit EK). Sollte EK ab Dezember wirklich dürfen werden alle bis dahin DE-Buchungen auf EK umgebucht und DE zieht sich zurück. EW kann dann natürlich einpacken, außer man verschenkt die Tickets, selbst mit HypermegaPremium BizzSeat.
Wenn nicht bleibt eben alles beim alten.
Ein Thema seit 20 Jahren.
Die Anbindung würde gewisse Vorteile für Reisende ab Berlin bringen: Mehr Auswahl, um von Berlin nach Melbourne, Sydney oder Auckland mit nur noch einem Stop zu kommen. Das geht schon jetzt auch mit Qatar und Turkish. Die beiden haben über die Jahre gute Passagierströme gezogen, die früher über Frankfurt, München, Amsterdam oder so flogen. Auch dieser Effekt hat zumindest in Teilen zu weniger Verbindungen von LH vom BER nach FRA oder MUC geführt. Vor gar nicht so langer Zeit flog man die beiden Strecken teilweise noch im Halbstundentakt.
Spohr hat diese Woche noch bei einer Abendveranstaltung ggü. BM Schnieder sehr deutlich gemacht, das Lufthansa von ihm erwartet. Deshalb wäre ich (noch) zurückhaltend, dass hier wirklich etwas zum Winter passieren wird.
Was die Anbindung von Berlin angeht: Ich freue mich über jeden regelmäßigen Widebody. Der BER wird trotzdem ein Tier 3-Flughafen mit eher wenigen Interkont-Direktverbindungen bleiben. Vielleicht kommen irgendwann noch ein, zwei 321XLR-Connections in die USA/Kanada oder Indien hinzu. Richtig schön wären Direktverbindungen nach Singapur / Sao Paulo / Johannesburg. Dann wäre man ziemlich unabhängig vom alten LHG-Hub-Modell.
Man darf eben auch nicht vergessen, dass QR und TK und dann eben auch EK ein überlegenes Produkt gegenüber LH haben. Und Umsteigen in FRA von T1A nach B/C ist auch nicht ideal. Hätte LH am Boden und in der Luft ein besseres Produkt, würde bestimmt mancher bei LH bleiben. Leider ist zudem das Streckennetz von LH in zB Asien u Südamerika erbärmlich. Be LH Streckenplanung herrscht seit Jahren Stillstand und eher Abbau vor….