Während man bei Lufthansa überlegt, in einigen Schmalrumpfflugzeugen breitere Sessel in der Business Class zu installieren, werden parallel einige Maschinen der Airbus-A320-Flotte aufgefrischt. Highlights sind deutlich größere Gepäckfächer, Halterungen für mitgebrachte elektronische Geräte und Stromanschlüsse. Gleichzeitig quetscht man aber zwei zusätzliche Sitzreihen in den Kurz- und Mittelstreckenflieger. Lufthansa zeigt nun erste Einblicke in die modernisierte Kabine.
✈️ Erstes Retrofit abgeschlossen: Der Airbus A320 D-AIZY ist bereits im Liniendienst unterwegs.
💺 Mehr Komfort, aber mehr Sitze: Neue Geven-Sitze mit USB-C – gleichzeitig steigt die Kapazität auf 180 Plätze.
🧳 40 % mehr Stauraum: Deutlich größere Gepäckfächer sollen Boarding-Probleme reduzieren.
Mit dem jetzt abgeschlossenen Retrofit des ersten Airbus A320 mit der Registrierung D-AIZY („Zulu Yankee“) ist das Programm offiziell im Liniendienst angekommen. Insgesamt sollen bis 2029 38 Flugzeuge des Typs Airbus A320 modernisiert werden. Der Umbau dauert pro Maschine rund 30 Tage, rund 1.000 Bauteile von etwa 100 Zulieferern werden dabei ersetzt oder neu eingebaut.
Neue Sitze von Geven mit überarbeitetem Komfort
Herzstück der Modernisierung sind neue Sitze des italienischen Herstellers Geven. Lufthansa verspricht eine ergonomischere Formgebung sowie horizontal bewegliche Kopfstützen. In der Business Class soll zusätzlich die Rückenlehne weiter nach hinten verstellbar sein. Optisch orientiert sich das Kabinendesign an den neu ausgelieferten Langstreckenjets, man möchte also eine einheitlichere Markenwelt schaffen.
Jeder Sitz erhält künftig sowohl einen USB-A- als auch einen USB-C-Anschluss. Zusätzlich wird eine Halterung für Tablets und Smartphones integriert. Anders als bei SWISS setzt Lufthansa weiterhin auf „Bring Your Own Device“ statt auf fest verbaute Monitore.
Das europäische Business-Class-Konzept mit freibleibendem Mittelsitz bleibt bestehen. Die Abtrennung zwischen den Klassen wurde etwas verändert, auf den Bildern sieht man neue Trennelemente ohne Vorhang. Die Schiene in der Mitte der Kabine lässt vermuten, dass zumindest hier der Vorhang bleiben wird.

Auffällig sind die überdimensionalen Gepäckfächer, für die sich immer mehr Fluggesellschaften entscheiden. Die neuen Ablagen bieten rund 40 Prozent mehr Volumen. Trolleys können nun vertikal verstaut werden, wodurch mehr Gepäckstücke Platz finden sollen. Der begrenzte Stauraum führte immer wieder zu Frust bei den Passagieren, die bei stark ausgelasteten Maschinen zuletzt eingestiegen sind. Diese fanden keinen Platz mehr, und das längere Boarding führte zu Verspätungen. Es entsteht also eine Win-Win-Situation für Fluggäste und die Airline.
Weniger prominent kommuniziert wird, dass im Zuge des Umbaus auch zwei zusätzliche Sitzreihen integriert werden. Damit steigt die maximale Kapazität der betroffenen Airbus-A320-Flotte auf 180 Sitze an. Das bedeutet niedrigere Stückkosten und eine einheitlichere Bestuhlung, da die neueren Airbus A320neo bereits so ausgeliefert wurden.
Lufthansa hat ersten Airbus A320 umgebaut: So sieht die Zukunft auf der Kurzstrecke aus | Frankfurtflyer Kommentar
Die Modernisierung ist überfällig und bringt sinnvolle Verbesserungen, insbesondere die größeren Gepäckfächer dürften im Alltag einen echten Unterschied machen. Auch USB-C gehört schlicht zum Standard.
Gleichzeitig nutzt man die Gelegenheit, um die Effizienz weiter zu steigern. Zwei zusätzliche Sitzreihen sind kein Komfortmerkmal, sondern ein klares Kostenargument. Da die hinteren Toiletten aber in die benachbarte Bordküche „wandern“, muss der Sitzabstand nicht allzu stark darunter leiden. In der letzten Sitzreihe gibt es allerdings Plätze ohne Fenster und einem besonders beengtem Raumgefühl.
Unterm Strich entsteht eine modernere Kurzstreckenkabine, die Revolution bleibt aus. Wer in der europäischen Business Class einen echten Komfortsprung erwartet hat, wird weiterhin auf Änderungen im Sitzkonzept warten müssen.





Die neue Abtrennung muss ein Aprilscherz sein. Welchen Grund soll es jetzt noch geben Business Class zu fliegen, wenn noch nicht mal mehr ein Vorhang die Klassen trennt?
Jetzt wird Tür und Tor geöffnet, dass Economy-Passagiere die Business Class Toilette nutzen und sich auch beim Aussteigen vordrängeln.
Mit einer solchen Abtrennung wie in der interkontinentalen Premium Economy sollte Lufthansa ihre europäische Business Class in Premium Economy umbennen. Dann macht die Benennung zumindest Sinn.
Wieder mal nicht mitgedacht, liebe LH.:
– Abtrennung ist ein Joke, reicht nicht mal an den Gang.
– Sitzlehne scheint kürzer zu sein, also weniger gut anzulehnen.
– Falls kein Vorhang, massive Verschlechterung.
– Sitz sieht schmaler aus, mehr Abstand zw. Sitzen und weniger Privatsphäre.
– Reduktion von 3 auf 1 Toilette (die Hinten sind dann ja nicht mehr nutzbar, da zu eng)
Der Traum vom Fliegen ist innerhalb Europas zum Albtraum geworden.
Die letzte Reihe und die WCs hinten sind ein Witz! Ich bin 180 groß und normalgewichtig, sitze nur in der Business Class und finde bspw. den Sitzabstand bei British Airways viel zu knapp. Lufthansa passt sich auch hier wieder nach unten an andere an. Und das in Zeiten, in denen Menschen eher größer werden und etwas breiter.
Deutschland regelt gesetzlich die Mindestgrößen von Hundezwingern, die EU macht gesetzliche Vorgaben für den Mindestrand und Durchmesser einer Pizza Napoletana. Um den Platz und um den Sitzabstand von wie Vieh zusammengepferchten Passagieren kümmert sich niemand.
Warum nicht?
Alors, die früheren Legebatterien für Hühner sind in der Europäischen Union schon lange verboten, für die Ausgestaltung der Käfige gibt es seitdem klare Regeln.
Nein, es liegt nicht an den Passagieren, die geizig sind, und es liegt nicht an den Suchmaschinen, bei denen eine Airline oben auftauchen müssen.
Bei den Discount-Töchtern kann die Lufthansa den Sitzabstand weiter verringern, bei der Lufthansa Airline ist es unterirdisch. Da kann Lufthansa Kopfstützen, einen USB-C-Port, eine Halterung für Devices oder eine Infrarot-Gesichtsmaske in die Lehne einbauen:
Eng ist eng. Das wird immer mehr zur klassischen Käfighaltung.
Aber wen wundert es, dass man in Frankfurt eifrig überlegt, wie man die Paxe noch mehr im Flieger zusammenquetschen kann.
Die Lufthansa war seit 10 Jahren keine Premium-Airline, und sie wird so keine Premium-Airline: So sieht die Zukunft auf der Kurzstrecke aus.
Zeit für ein Einschreiten aus Brüssel und für Mindeststandards. Oder wie soll das mit den künftigen Umrüstungen weitergehen?
Warum ich Lufthansa immer mehr meide?
Weil ich keinen Platz mehr für meine Knie finde. Sitzabstände sind zu gering, auch als Business Passagier.
Breite brauche ich nicht, bin nicht dick.
kein Vorhang mehr zur Business? Ist ja wie bei condor.
Ständig Eco Gäste vorne, die sich teils frech dann noch auf freie Plätze setzen. Kommentar von einem SEN.
Wenn man solches sieht, fragt man sich, warum ,man noch LH fliegen sollte. Wo ist der Unterschied zu Easyjet und Ryanair?
Wieso setzt man auf Transport, statt auf Reiseerlebnis? Die Flüge könnten 150-200% teurer werden, dann fliegen zwar weniger, aber der Ertrag stimmt dennoch. Stattdessen eine anständige Kabine mit entsprechendem Komfort. Man sollte einfach in die andere Richtung denken, statt immer weiter nach unten zu zielen.
Und diesen Schwachsinn mit dem Handgepäck sollten sie auch gleich beenden. Ein Rucksack, mehr nicht, alles andere gehört in den Bauch. Dann hört auch endlich diese dämliche Warterei beim Ein- und Aussteigen auf und es klappt vielleicht irgendwann mit der Pünktlichkeit. Bei grossen Flughäfen ist das Gepäck ja mittlerweile gleich schnell am Gepäckband wie man selbst.
Die LH-Flüge werden 150% oder 200% teuer UND die Anordnung wird enger so wie bei Easyet oder Ryanair. Wie üblich will die LH Premium sein und scheitert bei der Umsetzung einmal mehr krachend.
Sehr oft Reise ich nur mit Handgepäck, die 2x 8kg sind wichtig, und das muss so bleiben. Was im Handgepäck ist, möchte und werde ich nicht aus der Hand geben.