Beinahe-Kollision & Helvetic springt bei Lufthansa ein ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak

Cappuccino in der ITA Airways Piazza di Spagna Lounge Rom, Foto: Robert

ParisWir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.

Helvetic übernimmt Lufthansa-Zubringer

Nach dem Wegfall von Lufthansa CityLine muss der Konzern sein Zubringernetz neu organisieren. Über 20.000 Flüge wurden über den Sommer gestrichen, den Wegfall soll u.a. Helvetic aus der Schweiz kompensieren. Der Wetlease Partner soll in Kürze eine Embraer E195 in München stationieren und damit nach Budapest, Ljubljana, Prag und Zagreb fliegen.

Defektes Display verletzt Southwest-Kapitän

Ein ungewöhnlicher Zwischenfall ereignete sich vor einigen Tagen bei Southwest Airlines: Kurz nach dem Start löste sich in einer Boeing 737-700 ein Monitor im Cockpit und traf den Kapitän am Kopf. Das mehrere Kilogramm schwere Gerät projiziert normalerweise wichtige Flugdaten ins Sichtfeld der Piloten. Der Copilot übernahm die Kontrolle und erklärte einen Notfall. Die Maschine kehrte zum Ausgangsflughafen zurück und landete nach rund 17 Minuten sicher.

Beinahe-Kollision in Bogotá verhindert

Am Flughafen Bogotá kam es zu einem kritischen Zwischenfall zwischen einer Lufthansa Boeing 787-9 und einer Boeing 777F von Qatar Airways Cargo. Beide Flugzeuge hatten eine Freigabe für dieselbe Landebahn erhalten. Während der Frachter landete, musste der Lufthansa-Jet im letzten Moment durchstarten. Passagiere berichteten von ungewöhnlichen Flugbewegungen. Nach einer Warteschleife konnte die Maschine sicher landen. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde untersucht den Vorfall, bei dem sich die Flugzeuge offenbar sehr nahe kamen.

Inlandsflüge verlieren weiter an Bedeutung

Inlandsflüge spielen bei Geschäftsreisenden in Deutschland eine immer kleinere Rolle. Laut aktueller Analyse des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) ist deren Anteil auf nur noch 13 Prozent gesunken. Die Bahn dominiert hier mit 52 Prozent, während auch das Auto an Bedeutung gewinnt. Als Hauptgrund nennt der Verband nicht nur veränderte Präferenzen, sondern vor allem das deutlich reduzierte Angebot im innerdeutschen Flugverkehr.

Air France und KLM bauen Langstrecke aus

Air France und KLM erweitern ihre Langstreckennetze für Sommer und Winter 2026. Ab Paris wird es zusätzliche Flüge nach Dakar, Shanghai und Tokio geben. Im Winter soll das Angebot nach Indien ausgebaut werden. KLM erhöht parallel die Frequenzen nach Bangkok und setzt auf einigen Karibik-Flügen größere Maschinen ein.

Edelweiss will Frequenzen erhöhen

Auch bei einer Airline der Lufthansa Group wird ausgebaut. Nach angekündigten Streckenstreichungen nutzt der Schweizer Ferienflieger Edelweiss die frei gewordenen Kapazitäten für zusätzliche Frequenzen. Ab Juli wird die Verbindung zu den Malediven auf zwei wöchentliche Flüge erhöht. Auch Windhoek profitiert und wird künftig dreimal pro Woche bedient. Auch das Kurzstreckennetz wird mit Zusatzflügen aufgestockt.

ITA Airways verstärkt Asien-Verbindungen

Positives gibt es in der Hinsicht auch bei ITA Airways zu berichten. Die neue Star Alliance Airline erhöht im Sommer die Kapazitäten nach Asien. Die Strecke von Rom nach Bangkok wird im August von drei auf fünf wöchentliche Flüge aufgestockt. Gleichzeitig wächst die Verbindung nach Delhi auf tägliche Frequenzen, derzeit fliegen die Italiener nur fünf Mal pro Woche zum Indira Gandhi International Airport.

Golf-Airlines kommen wieder häufiger nach Deutschland

Die großen Golfcarrier Emirates, Etihad und Qatar Airways kehren nach den Einschränkungen infolge geopolitischer Spannungen schrittweise zu ihrem Angebot in der DACH-Region zurück. Seit dieser Woche wird die Strecke zwischen Dubai und Frankfurt wieder zweimal täglich bedient. Gleichzeitig zieht die Airline in Frankfurt in das neue Terminal 3 um. Auch auf anderen Strecken, etwa nach Düsseldorf, kommt wieder regelmäßig der Airbus A380 zum Einsatz.

Mehr Ägypten-Flüge im Winter

Corendon Airlines erweitert ihr Angebot im Winterflugplan und nimmt mehrere neue Verbindungen nach Ägypten auf. Ab dem 2. November wird Hurghada zweimal wöchentlich ab Dresden bedient, auch ab Münster/Osnabrück geht es ab Anfang November regelmäßig nach Hurghada. Ab Köln/Bonn werden die Ziele Sharm el-Sheikh und Marsa Alam angeflogen.

Turkish Airlines streicht Verbindung ab Leipzig

Nach all den positiven Nachrichten hier auch eine Streckenstreichung: Der Flughafen Leipzig/Halle verliert eine wichtige Anbindung, Turkish Airlines stellt die Flüge nach Istanbul zum 2. Mai ein. Die Verbindung bestand viele Jahren und wurde laut Flughafen gut nachgefragt. Als Gründe nennt die Airline die gestiegenen Kerosinpreise. Eine Rückkehr wird nicht ausgeschlossen.

Hyatt entwertet Punkte und verschiebt Hotelkategorien

Hyatt nimmt zum 20. Mai 2026 umfassende Änderungen am Bonusprogramm vor. Insgesamt 136 Hotels wechseln ihre Kategorie, wobei 112 Häuser teurer und nur 24 günstiger werden. Gleichzeitig führt die Hotelkette ein erweitertes Preissystem mit deutlich mehr Abstufungen ein, wodurch die benötigten Punkte je nach Datum stark variieren können. In der Spitze steigen die Preise für Prämiennächte um bis zu 67 Prozent.

Hawaiian Airlines gibt eigenen Flugcode auf

Seit dem 22. April 2026 verwendet Hawaiian Airlines das Kürzel „AS“ von Alaska Airlines. Damit verschwinden die HA-Flugnummern, die seit 1929 genutzt wurden. Trotz der Änderungen bleiben beide Marken weiterhin bestehen, auch an Bord tritt Hawaiian Airlines weiterhin eigenständig auf.

Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:

Review: ITA Airways Piazza di Spagna Lounge (Star Alliance Gold), Rom

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