Im letzten Sommer wurde bekannt, dass Lufthansa an einer neuen Uniform für die Crews arbeitet. Nachdem diese über Monate hinweg von den verschiedenen Mitarbeitergruppen getestet wurde, hat die Airline die neuen Kleidungsstücke nun in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das neue Outfit für Cockpit-, Kabinen- und Bodenpersonal wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen und soll ab dem vierten Quartal 2026 schrittweise eingeführt werden.
Neue Lufthansa Uniform: Einführung ab Q4 2026 gemeinsam mit Hugo Boss geplant.
Kaum sichtbare Änderungen: Fokus liegt auf Evolution statt Revolution im Design.
Langfristige Umstellung: Rund 33.000 Mitarbeitende werden ausgestattet.
Lufthansa will sich nach gut zwei Jahrzehnten von der bisherigen Uniform verabschieden. Diese ist seit 2002 im Einsatz, seitdem gab es lediglich kleinere Anpassungen bei Schnitt und Accessoires. Die neue Kollektion umfasst rund 40 einzelne Teile, die flexibel kombiniert werden können. Rund 33.000 Beschäftigte sollen langfristig mit den neuen Outfits ausgestattet werden.
Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung war laut Lufthansa nicht nur das Design, sondern vor allem die Alltagstauglichkeit. Über einen längeren Zeitraum hinweg wurden die Uniformen von rund 150 Personen aus verschiedenen Bereichen getestet, um Passform, Komfort, Funktionalität und Materialqualität zu optimieren. In der Vergangenheit gab es bei diversen Airlines wie Delta oder United zum Teil massive Probleme bei Schnitt und Qualität.

Kaum sichtbare Veränderungen
Ob es bei Lufthansa in diesem Punkt Schwierigkeiten geben wird, wird sich noch zeigen. Beim Kranich können die Mitarbeitenden erst Ende des Jahres auf die neuen Teile zugreifen, in dieser Zeit werden viele Crews wohl parallel die Kleidung im alten Design tragen. Die Unterschiede werden aber vermutlich kaum auffallen, da es kaum sichtbare Veränderungen gibt.
Wer auf einen radikalen Neustart gehofft hatte, könnte schon fast enttäuscht werden. Die neue Uniform wirkt eher wie eine Weiterentwicklung der bisherigen Kollektion. Selbst das geübte Auge muss teilweise genau hinschauen, um Unterschiede überhaupt zu erkennen. Ähnlich wie bei der neueren Lackierung setzt man auch bei der Kleidung hauptsächlich auf das klassische Dunkelblau, das (wie bei den Flugzeugen auch) beinahe schon ins Schwarze geht. Dazu gibt es eher kleinere gelbe Akzente.

Die auffälligsten Neuerungen sind das Cape bzw. der Umhang (Beitragsbild), den sich die Stewardessen überwerfen können. Diesen gab es schon vor vielen Jahrzehnten, damals war er aber komplett in knalligem Gelb gehalten. Auf einigen Teilen wie dem Kleid sieht man auf den Schultern nun auch die Rangabzeichen.
Bei den Männern werden bald auch dunkle Hemden und Pullover bzw. Zip-Jacken getragen. Insgesamt war man beim Entwurf aber doch eher zurückhaltend, man geht den sicheren Weg. Lufthansa steht auch dazu, da das Markenbild traditionell eher konservativ und zeitlos ist, genau das soll sich auch in der neuen Uniform widerspiegeln.

Lufthansa stellt neue Uniform vor: Wie sehen die Crews in Zukunft aus? | Frankfurtflyer Kommentar
Sobald Lufthansa etwas Neues einführt, gibt es viele Diskussionen, aber meist wenig Überraschungen. Das neue Kabinenkonzept Allegris mag eine Ausnahme sein, die Einführung wurde hier aber von den massiven Verspätungen und den Zulassungsproblemen überschattet. Bei der Uniform muss man auch geduldig sein, es würde auch kaum jemanden überraschen, wenn die Einführung dann doch nicht mehr in diesem Jahr stattfinden würde.
Bis dann auch alle Angestellten am Boden und an Bord mit den neuen Teilen ausgestattet wurden, wird es ohnehin noch lange dauern. Das wird auch nicht weiter tragisch sein, da sich die neuen und alten Uniformen zumindest farblich kaum unterscheiden. Entsprechend fallen die ersten Reaktionen aus: Einerseits wird die zeitlose Eleganz und Markenbeständigkeit positiv gesehen. Andererseits wirkt das Update für viele Beobachter überraschend unspektakulär.







Die würden bei LH besser mal Ihren Service und Ihr Produkt prüfen. Dann mit anderen Airlines vergleichen. Da wären Sie schon ein Stück weiter. Es sei denn man vergleicht wie bunt, vielfältig und vegan die anderen im Vergleich sind. Dann ändert sich nix.