Emirates verfügt über ein relativ dichtes Loungenetzwerk, ein paar Dutzend Einrichtungen betreibt der Golfcarrier selbst. Nun hat man der Öffentlichkeit das Design der Zukunft und ein überarbeitetes Konzept vorgestellt. Ziel ist es, noch stärker auf Premium zu setzen und den berechtigten Fluggästen ein entsprechendes Produkt anzubieten. Emirates lässt sich das auch einiges kosten und beginnt die Neuerungen in Deutschland umzusetzen.
✈️ Frankfurt und München sind die ersten Standorte des neuen Emirates-Loungekonzepts.
🍽️ Live Cooking, regionale Küche und neue Premium-Bereiche werten das Lounge-Erlebnis auf.
🛋️ Mehr Ruhe, moderne Arbeitsbereiche und neue Ausstattung sollen den Aufenthalt deutlich verbessern.
Emirates startet neues Loungekonzept in Frankfurt und München
Emirates hat ein neues Loungekonzept vorgestellt, das künftig weltweit an wichtigen Standorten ausgerollt werden soll. Den Anfang machen dabei ausgerechnet zwei Flughäfen in Deutschland: Frankfurt und München. In beiden Städten können berechtigte Passagiere die neu gestalteten Emirates Lounges bereits nutzen. Weitere Standorte sollen noch in diesem Jahr folgen, darunter Manchester im Juli, Mauritius im August und Istanbul im Oktober.
Mit dem neuen Konzept will Emirates das Premium-Erlebnis am Boden stärker an das Produkt in der Luft anlehnen. Das Design orientiert sich an den aktuellen Kabineninterieurs der Airline sowie an den Flagship-Lounges in Dubai. Entsprechend setzt Emirates auf Materialien, Strukturen und die Designelemente der Marke. Dazu gehören unter anderem Marmorelemente, goldene Akzente, dezente Beleuchtung und das beleuchtete Motiv, das auf den Nationalbaum der Vereinigten Arabischen Emirate verweist.
Mehr als 50 Designverbesserungen sollen in die neuen Lounges einfließen. Dazu gehören getrennte Bereiche zum Arbeiten, Entspannen, Essen und für soziale Kontakte. Für Geschäftsreisende gibt es mehr private Zonen, aber auch offene Bereiche, die sowohl als Treffpunkt als auch als Arbeitsplatz genutzt werden können. An jedem Sitzplatz sollen universelle Stromanschlüsse und kabellose Lademöglichkeiten verfügbar sein.
Live Cooking und regionale Spezialitäten
Auch beim gastronomischen Angebot will Emirates nachlegen. Die neuen Lounges sollen stärker auf Live Cooking und regionale Spezialitäten setzen. Neben internationalen Speisen gibt es einen eigenen Bereich mit lokalen Gerichten. Heiße und kalte Buffets werden regelmäßig aufgefüllt, dazu kommen frisch zubereitete Speisen und ein Brotofen, aus dem unter anderem Pizza oder Fladenbrote kommen sollen. Ergänzt wird das Angebot durch Champagner, Weine, Bier, Spirituosen sowie ein neues Barista- und Barkonzept mit Cocktails, Mocktails, Kaffeespezialitäten und Tees.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ruhe und Erholung. Die Lounges sollen als stille Bereiche betrieben werden, um eine möglichst entspannte Atmosphäre zu schaffen. Emirates will dabei sogar einen eigenen Duft einsetzen. Hinzu kommen neue Duschen, Ruhezonen mit Decken, Gebets- und Meetingräume sowie Stillbereiche.
Der Zugang bleibt wie bisher First-Class- und Business-Class-Passagieren sowie Emirates Skywards Platinum- und Gold-Mitgliedern vorbehalten, auch wenn diese in Premium Economy oder Economy Class reisen. Darüber hinaus bietet Emirates weiterhin einen kostenpflichtigen Zugang an.
Emirates modernisiert Lounges: Neues Premium-Konzept startet in Frankfurt & München | Frankfurtflyer Kommentar
Bei Emirates hat das Thema Lounge einen hohen Stellenwert, entsprechend hat man bisher schon ein ordentliches Niveau geboten. Die Einrichtungen außerhalb vom Heimatflughafen haben nicht immer ganz den Anspruch der Marke erfüllt, mit dem neuen Konzept will man diese Lücke offenbar schließen und das Premiumprodukt am Boden sichtbarer aufwerten.
Dass Frankfurt und München zu den ersten Standorten gehören, zeigt, dass Deutschland für Emirates ein wichtiger Markt bleibt, auch wenn die Airline hier weiterhin nicht so wachsen kann, wie sie vermutlich gerne würde.
Hier ein Blick in eine der Lounges außerhalb von Dubai:




Emirates musste in Frankfurt eine komplett neue Lounge bauen, da sie ins Terminal 3 umziehen mussten. Das Terminal 2 wird derzeit geräumt, damit es umgebaut, renoviert und der Lufthansa/Star Alliance in Terminal 1 angegliedert werden kann.
Dass Frankfurt und München die ersten beiden Standorte sind, bedeutet nicht, dass Deutschland ein wichtiger Markt ist, sondern eher, dass man dank Terminalneubau bzw. -ausbau in den letzten Wochen zwei nagelneue Lounges an den genannten Flughäfen eröffnet hat und somit gleich die Chance genutzt hat das Konzept hier einzuführen
Immerhin haben sie die Chance genutzt. Gibt genügend Beispiele wo Airlines hier das alte Konzept beibehalten oder einfach nur einen Vertrag mit einer Partnerlounge abgeschlossen hätten.
So ungefähr wie alte Sitze ins neue Flugzeug bauen.