Emirates zeigt neuen Premium Economy Class Sitz | Näher an Business Class als je zuvor

Emirates hat einen komplett neuen Premium-Economy-Class-Sitz vorgestellt, der die Grenzen zwischen Premium Economy und Business Class noch einmal deutlich verschiebt. Der neue Sitz wird zunächst in neu ausgelieferten Airbus A350 eingebaut und bietet neben einer elektrischen Sitzverstellung auch einen elektrisch verstellbaren Sichtschutz über die gesamte Sitzhöhe.

Das Wichtigste auf einen Blick:

💺 Neuer Premium-Sitz: Emirates stattet kommende Airbus A350 mit einem vollständig elektrisch verstellbaren Premium-Economy-Sitz aus.
🔒 Mehr Privatsphäre: Ein elektrisch verstellbarer Sichtschutz über die gesamte Sitzhöhe schirmt Passagiere vom Sitznachbarn ab.
✈️ Fast wie Business Class: 20 Zoll Sitzbreite, bis zu 39 Zoll Sitzabstand, 4K-Display, Wireless Charging und hochwertiger Service heben das Produkt deutlich ab.

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Emirates spricht in seiner Pressemeldung vom weltweit ersten vollständig elektrisch betriebenen Premium-Economy-Sitz mit einem über die gesamte Sitzhöhe reichenden, elektrisch verstellbaren Privacy Divider. Besonders dieser Sichtschutz sorgt dafür, dass der neue Sitz optisch deutlich näher an moderne Business-Class-Produkte heranrückt.

Dabei wird Emirates die Premium Economy Class im Airbus A350 weiterhin mit lediglich 28 Sitzen in einer 2-3-2-Konfiguration ausstatten. Die Sitze sind 20 Zoll breit und bieten im Airbus A350 einen Sitzabstand von bis zu 39 Zoll. Emirates hat bereits 27 Airbus A350-900 mit der „alten“ Premium Economy Class in der Flotte. Es sollen allerdings noch mindestens 46 Flugzeuge des Typs hinzukommen, die mit den neuen Sitzen ausgestattet werden. Ob und wann andere Flugzeugtypen mit den neuen Premium-Economy-Class-Sitzen ausgestattet werden, ist noch nicht bekannt.

Emirates Premium Economy Class wird elektrisch

Eine der größten Neuerungen ist die vollständig elektrische Sitzverstellung. Über eine in den Sitz integrierte Bedieneinheit können Passagiere ihre Sitzposition verändern und beispielsweise zwischen einem sogenannten Lounge Mode und Meal Mode wählen.

Der Sitz lässt sich dabei in eine Art Cradle-Position bringen. Entscheidend ist, dass sich die Rückenlehne nicht einfach weit in den persönlichen Bereich des Passagiers dahinter bewegt. Dadurch soll auch bei stärkerer Neigung der persönliche Raum der nächsten Reihe erhalten bleiben.

Noch auffälliger ist allerdings der neue Sichtschutz zwischen den Sitzen. Dieser kann elektrisch hoch- oder heruntergefahren und auf der gewünschten Höhe fixiert werden. Wer alleine unterwegs ist, kann sich damit deutlich besser vom Sitznachbarn abschirmen. Wer dagegen gemeinsam reist, kann den Divider vollständig herunterfahren.

Neu ist außerdem der U-Dream-Kopfstützenmechanismus von Safran, bei dem sich die seitlichen Elemente mehrfach verstellen lassen und damit Kopf und Nacken besser stabilisieren sollen. Hinzu kommen eine Fußstütze aus Leder, Wireless Charging und USB-C-Anschlüsse. Der Tisch besitzt außerdem eine integrierte Halterung für Smartphones.

Für das Entertainment steht ein 13,3 Zoll großer 4K-HDR-Touchscreen mit Emirates‘ ice-System zur Verfügung. Bei den neu ausgelieferten Airbus A350 werden außerdem zusätzliche Außenkameras auf der linken und rechten Seite eingebaut.

Premium Economy Class ist bei Emirates ohnehin schon sehr hochwertig

Bereits die aktuelle Premium Economy Class von Emirates gehört meiner Meinung nach zu den besten Produkten dieser Reiseklasse. Auch wir konnten die Emirates Premium Economy Class im Airbus A380 bereits ausführlich testen.

Dabei beschränkt sich Emirates nicht nur auf einen besseren Sitz. Auch beim Service orientiert man sich teilweise an der Business Class. Essen wird unter anderem auf Royal-Doulton-Porzellan mit Leinenservietten und Besteck von Robert Welch serviert. Dazu gibt es eine deutlich hochwertigere Auswahl an Getränken und auf Langstrecken auch Amenity Kits.

Der neue Sitz wird allerdings zunächst nur in neu ausgelieferten Airbus A350 eingebaut. Für die Airbus A380 und Boeing 777, die Emirates aktuell im großen Stil mit Premium Economy Class nachrüstet, ist nach aktuellem Stand weiterhin der bisherige Sitz vorgesehen.

Emirates zeigt neuen Premium-Economy-Class-Sitz | Frankfurtflyer Kommentar

Dieser neue Premium-Economy-Class-Sitz von Emirates kann mich wirklich begeistern. Er wirkt extrem hochwertig und modern und kommt zumindest optisch einem Business-Class-Sitz auf Mittelstrecken inzwischen erstaunlich nahe.

Besonders der hohe Privacy Divider verändert das Raumgefühl deutlich. Zusammen mit der elektrischen Verstellung, dem hochwertigen Design und dem ohnehin bereits sehr starken Serviceangebot von Emirates entsteht hier ein Produkt, das Premium Economy meiner Meinung nach noch einmal neu definiert.

Ganz neu ist ein elektrisch beziehungsweise motorisiert verstellbarer Premium-Economy-Sitz allerdings nicht. Japan Airlines bietet im Airbus A350-1000 ebenfalls bereits ein sehr hochwertiges Premium-Economy-Produkt mit elektrischer Sitzverstellung und hohen Sichtschutzelementen an. Der entscheidende Unterschied bei Emirates ist insbesondere der elektrisch verstellbare Sichtschutz.

Sowohl Emirates als auch Japan Airlines zeigen damit allerdings sehr eindrucksvoll, was in der Premium Economy Class inzwischen möglich ist. Für mich sind das tatsächlich zwei Fünf-Sterne-Produkte in dieser Reiseklasse.

Emirates setzt hier einen neuen Maßstab und zeigt gleichzeitig, wie groß die Unterschiede innerhalb der Premium Economy Class inzwischen geworden sind. Während die Reiseklasse bei manchen Airlines kaum mehr als ein breiterer Economy-Class-Sitz ist, bewegt sich Emirates langsam in Regionen, die man vor einigen Jahren noch eindeutig der Business Class zugeordnet hätte.

1 Kommentar

  1. Diese Art von Sitz geht nur, wenn man als großgewachsene Person in der ersten Reihe sitzt. Denn wenn der Vordermann seinen Sitz komplett zurücklehnt, habe ich ihn mit seinem Kopf fast auf meinem Schoß und für die Beine wird es dann auch unbequem. Da investiere ich entweder lieber in die Business Class oder wenn es unter 6h Flugzeit sind, lieber in der Eco am Notausgang.

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