Die Ausmusterung wurde immer wieder nach hinten verschoben, doch nun scheinen die Termine festzustehen. Schon in wenigen Tagen beginnt Austrian Airlines damit, die letzten Boeing 767 auszusortieren, am 1. Dezember endet dann die Ära des Zweistrahlers bei der Fluggesellschaft aus Wien. Parallel wird sich auch Lufthansa vom Airbus A340-600 trennen, dieser spielt im anstehenden Winterflugplan keine Rolle mehr. Damit verschwinden bei der Lufthansa Group noch in diesem Jahr gleich zwei langjährige Flugzeugmuster.
✈️ Zwei Abschiede: Airbus A340-600 und Boeing 767 verlassen noch 2026 die Lufthansa Group.
🇦🇹 Austrian macht den Anfang: Die letzten drei Boeing 767 werden verkauft und anschließend zerlegt.
🇩🇪 Lufthansa zieht nach: Der A340-600 verschwindet noch vor Beginn des Winterflugplans.
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Austrian verkauft die letzten drei Boeing 767
Bei Austrian Airlines soll es nun ganz schnell gehen. Die österreichische Lufthansa-Tochter betreibt derzeit noch drei Boeing 767-300ER mit den Kennzeichen OE-LAE, OE-LAY und OE-LAZ. Die Flugzeuge sind allerdings bereits verkauft. Käufer ist das US-Unternehmen Cobra Aviation Services, das die Maschinen in die USA überführen und dort zur Ersatzteilgewinnung zerlegen will. Die OE-LAZ soll als erste Maschine ausgemustert werden und im Oktober in die USA fliegen. Die beiden anderen Exemplare folgen gegen Ende des Jahres.
Der letzte kommerzielle Flug einer Austrian Boeing 767 ist derzeit für den 1. Dezember vorgesehen. Damit endet nach 38 Jahren die Geschichte dieses Flugzeugtyps bei Austrian beziehungsweise der früheren Lauda Air. Insgesamt kamen neun Boeing 767 zum Einsatz, alle wurden ursprünglich von Lauda Air bestellt. Der Typ war der erste zweistrahlige Großraumjet des US-Herstellers.
Austrian ersetzt die älteren Langstreckenjets durch die Boeing 787-9. Der vierte Dreamliner ist gerade in Wien angekommen, bis zum Sommer 2027 soll die Flotte auf sieben Exemplare wachsen. Nach der Boeing 767 wird später auch die Boeing 777-200ER verschwinden, die AUA wird im Interkontinentalverkehr langfristig also ausschließlich mit der Boeing 787-9 unterwegs sein.
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Auch Lufthansa verabschiedet den Airbus A340-600
Bei Konzernmutter Lufthansa fällt der Vorhang etwas früher. Der Airbus A340-600 ist nur noch auf wenigen Flügen ab Frankfurt unterwegs, darunter sind die Verbindungen nach New York JFK und Washington Dulles. Nach dem jetzigen Stand ist der Vierstrahler nur noch bis zum 18. Oktober eingeplant.
Konzernchef Carsten Spohr hatte bereits im Mai den 17. Oktober 2026 als Termin für den Abschied genannt. Damit endet eine Geschichte, die sich deutlich länger hingezogen hat als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte der lange Vierstrahler schon wesentlich früher aus der Flotte verschwinden. Während der Pandemie hatte Lufthansa die Teilflotte bereits stillgelegt. Wegen der schnellen Erholung der Nachfrage und der Verzögerungen bei neuen Langstreckenflugzeugen wurden einige Exemplare allerdings wieder reaktiviert.
Gerade die verspäteten Boeing 787-9 sorgten dafür, dass der A340-600 länger gebraucht wurde. Inzwischen erhält Lufthansa regelmäßig neue Dreamliner und kann auf die älteren Vierstrahler verzichten. Im Winterflugplan 2026/27 ist der „Sechshunderter“ dann raus. Ganz verschwindet der Airbus A340 bei Lufthansa aber noch nicht, die kleinere Variante A340-300 wird weiter genutzt. Sollte sich die Boeing 777-9 weiter verzögern, dient das Modell als Backup.

Zwei sehr unterschiedliche Langstreckenklassiker verschwinden
Mit der Boeing 767 und dem Airbus A340-600 gehen zwei Flugzeugtypen, die wirklich ziemlich unterschiedlich sind. Die Geschichte der zweistrahligen Boeing 767 reicht bis Ende der 70er Jahre zurück. Ende der 80er Jahre hat Lauda die ersten Flugzeuge bekommen, die Airline wurde dann später von Austrian übernommen. Der Jet stammt also aus einer anderen Generation als der deutlich größere vierstrahlige Airbus.
Der A340-600 ist schon aufgrund seiner Länge von mehr als 75 Metern markant, lange Zeit war der Typ das längste Flugzeug der Welt. Lufthansa hat die Maschinen mit einer ziemlich großen Premiumkabine ausgestattet. Eine weitere Besonderheit sind die Toiletten im Unterdeck, die über eine Treppe aus der Economy Class erreichbar sind.
Lufthansa Group flottet noch 2026 diese zwei Langstreckenklassiker aus | Frankfurtflyer Kommentar
Bei beiden Flugzeugtypen hat sich der Abschied länger hingezogen als zunächst gedacht. Gerade beim Airbus A340-600 hatten wir schon mehrfach geglaubt, dass nun endgültig Schluss ist. Während der Pandemie hatte Lufthansa die Teilflotte bereits stillgelegt, zunächst sah es auch nicht danach aus, dass die großen Vierstrahler überhaupt noch einmal zurückkehren würden.
Doch es kam anders: Die schnelle Erholung der Nachfrage und die Verzögerungen bei neuen Flugzeugen (und deren Interieur) führten zur Reaktivierung. Damit bekam der A340-600 noch einige zusätzliche Jahre bei Lufthansa geschenkt. Bei Austrian sieht es ähnlich aus. Auch die Boeing 767 wurde länger benötigt, während man auf weitere Dreamliner gewartet hat. Nun kommen die neuen Flugzeuge endlich in ausreichender Zahl und die alten Muster können gehen.
Für Flugzeugfans sind beide Abschiede sicherlich etwas schade. Aus Sicht der Airlines ist der Schritt dagegen nachvollziehbar. Die 767 und insbesondere der vierstrahlige A340-600 sind beim Kerosinverbrauch nicht gerade sparsam und teuer in der Instandhaltung. Wer noch einmal mit einem Lufthansa Airbus A340-600 oder einer Austrian Boeing 767 fliegen möchte, sollte sich jedenfalls sputen. Diesmal sieht es nicht mehr nach Verlängerung aus.




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