Air Berlin 2.0? Condor startet Flüge von Abu Dhabi nach Bangkok

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Condor ist gerade dabei, sich umfangreich zu modernisieren, und hierfür sucht man auch nach neuen strategischen Partnerschaften. Nachdem man noch vor einem Jahr eng mit Emirates gearbeitet hat, hat man nun einen Shift hin zu Etihad Airways vollzogen und die Partnerschaft ist deutlich enger als die mit Emirates. Tatsächlich will Condor sogar im kommenden Winter von Abu Dhabi nach Bangkok fliegen und das ganze Konzept wirkt fast etwas wie eine Air Berlin 2.0.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Neue Strecke geplant: Condor will ab Oktober 2026 täglich von Abu Dhabi nach Bangkok fliegen.
🤝 Ausbau der Etihad-Partnerschaft: Die neue Strecke soll im Codeshare mit Etihad Airways vermarktet werden.
🌏 Air-Berlin-Erinnerungen: Das Konzept mit Flügen ab Abu Dhabi erinnert an die frühere Zusammenarbeit von Etihad und Air Berlin.

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Eigentlich sollten die Flüge von Condor nach Abu Dhabi schon begonnen haben. Hier wollte man diesen Sommer bereits mit einem Airbus A330-900neo ab Frankfurt in das Emirat fliegen und etwas später auch mit einem Airbus A320-200neo ab Berlin. Diese Pläne wurden aber aufgrund der Spannungen im Nahen Osten auf den Winter 2026/2027 verschoben.

Nun plant man aber einen dritten Abu-Dhabi-Flug bei Condor, denn ab Ende Oktober 2026 will man auch täglich von Abu Dhabi nach Bangkok fliegen, und zwar mit einem Airbus A330-900neo. Der Flug wird auch einen Codeshare von Etihad Airways bekommen, aber parallel zu den bis zu sechs Flügen pro Tag von Etihad Airways selbst.

Passagiere von Condor können somit in Abu Dhabi auf das umfangreiche Streckennetz von Etihad Airways umsteigen oder auch mit Condor selbst nach einem Zwischenstopp oder sogar mehrtägigen Aufenthalt in Abu Dhabi weiter nach Bangkok fliegen. Der Flug von Condor soll wohl auch ein 5th-Freedom-Flug sein, welcher sich dann auch allein, ohne einen Condor-Flug von Frankfurt oder Berlin nach Abu Dhabi, buchen lassen sollte und auch aus dem gesamten Streckennetz von Etihad Airways hinaus.

Aktuell kann man die Flüge noch nicht bei Condor buchen, aber die Flugzeiten sind bereits in das System geladen.

  • DE2558 von Abu Dhabi 22:00 Uhr nach Bangkok 7:15 Uhr+1
  • DEE2559 von Bangkok 19:55 Uhr nach Abu Dhabi 00:10 Uhr+1

Die Nonstop-Flüge von Condor nach Bangkok wird es im Winter 2026/2027 auch weiterhin täglich geben, und die Flüge über Abu Dhabi sind wohl eher als zusätzliches Angebot zu sehen, welches auch sehr attraktive Preise bringen könnte, sobald diese Flüge buchbar sind.

Der neue Sitz in der Condor Business Class des Airbus A330-900neo. Foto: Condor

Partnerschaft schon jetzt mit Etihad Guest

Condor verfügt über kein eigenes Vielfliegerprogramm, aber man hat Partnerschaften mit ausgewählten Partnern. Neu ist, dass man nun auch bei Etihad Guest Meilen für Condor-Flüge sammeln und diese für Condor-Flüge im gesamten Netzwerk einlösen kann.

Vorteile für Vielflieger bei Condor sind hier leider noch keine kommuniziert worden und in der Vergangenheit hat Condor auch bei keiner Partnerschaft wie mit Alaska Airlines oder Emirates Vorteile für Vielflieger gewährt, weshalb ich hiermit aktuell noch nicht rechnen würde.

Bisher gibt es auch leider noch keine Details zu den Raten, mit welchen man Meilen bei Condor und Etihad Guest sammeln oder einlösen kann.

Air Berlin 2.0? Condor startet Flüge von Abu Dhabi nach Bangkok | Frankfurtflyer Kommentar

Die Partnerschaft zwischen Condor und Etihad Airways ist durchaus deutlich größer angelegt als jede Partnerschaft, die Condor bisher hatte, wenn man einmal von der mit Lufthansa als ehemaliger Mutter absieht. Hier könnte sich auch durchaus eine interessante Partnerschaft entwickeln, und sowohl Condor als auch Etihad Airways könnten hier voneinander profitieren.

Allerdings kommt man als Beobachter nur schwer umhin, gewisse Parallelen zu der einstigen Partnerschaft zwischen Etihad Airways und Air Berlin zu sehen. Dabei war hier nicht alles schlecht und die Partnerschaft zwischen Etihad und Air Berlin war nicht der Grund, weshalb Air Berlin hohe Verluste geschrieben hat, dennoch weckt ein solches Konzept, gerade auch mit den Flügen ab Abu Dhabi nach Bangkok, doch gewisse Erinnerungen, die nicht nur positiv sind.

8 Kommentare

  1. Mir erschließt sich der Sinn dieser Flüge einfach nicht. Einerseits bietet Condor weiterhin Nonstopflüge von Frankfurt nach Bangkok an; ein Flug mit Zwischenstopp ist da wesentlich unattraktiver. Andererseits fliegt Etihad selbst schon häufig nach Bangkok; ein zusätzlicher Flug – durchgeführt von Condor – bietet da kaum einen Mehrwert. Oder konnte sich Condor einen interessanten Cargovertrag sichern und nimmt die Passagiere sozusagen als „Bonus“ mit…?

  2. Nur mal ein paar theoretische Gedanken: Mit den o.a. Flugplandaten WFP26/27 lassen sich die Anschlüsse von/nach FRA leicht ermitteln; FRA-AUH später Vormittag (z.B. 11:00) füttert direkt in den EY Knoten AUH nach Fernost. Rückflug gegen 02:00 am AUH-FRA mit ARR gegen 06:00. Vorteil EY, die komplette Rotation AUH-FRA-AUH kann eingespart und das A/C woanders gewinnbringend verwendet werden. Vorteil DE 1: Neue Hubanbindung in AUH mit hoher Connectivity nach AP, Zusatzpotentiale. Vorteil DE 2: Kombination mit dem bisherigen BKK-Umlauf ermöglicht über eine W-Rotation einen Tages-Rückflug nonstop Ex BKK-FRA, der jetzige Nachtflug bleibt, wird aber etwas früher via AUH als 1-stop nach FRA geführt ( lt. Pressemitteilung ). Somit kann BKK als Double-Daily operiert werden. Vorteil DE 3 (gesponnen): Veröffentlichte Flugzeiten ex BER sind BER-AUH 10:00-19:20 und 02:20-06:20 zurück. Na, macht es klick? BER füttert in den gleichen Knoten und es gibt sogar ein 1-Stop BER-(AUH)-BKK, so dass DE sich aus FRA und BER in AUH selbst füttert. Vorteil DE 4: wenn man das im Winter erfolgreich testet, könnte man diese W-Rotation später mal mit A330 direkt als Langstrecke aus BER betreiben (BER-AUH-BKK-FRA-BKK-AUH-BER). BER hat Langstrecke, EY ist in BER präsent (mit DE-Code) und DE erweist sich als wichtiger Partner. ABER, alles nur mal so ausgedacht und ohne Realitätsbezug 😉

  3. DE ist für EK ab/an BER attraktiv, solange EK nicht selbst BER bedienen darf: Jedoch nur mit 339 und mindestens 21/7. Dafür dürfte jedoch DEs 339 Flotte zu klein sein und die steht obendrein in FRA. Und nur für 32Ns sind die Slots in DXB zu wertvoll.

    EY kann auch nicht BER bedienen und dürfte auch mindestens 21/7 für BER-AUH benötigen, aber nur mit 32Ns; z.B. plant EY den Winter in ZRH genau so. Und für DE dürfte es leichter sein, ihre 32Ns außerhalb FRAs einzusetzen, als ihre 339s.

    Mal vorausgesetzt DE hat die notwendige Anzahl von 32Ns in BER, dann sollte wenn Frieden herrscht, sogar mehr als 21/7 möglich sein. Diese Commuter können aber nur als Eco Basic/Touristenklasse unterhalb EYs Eco vermarktet werden.

    Dann bleibt für DE nur noch STR übrig, bei denen EY Codeshares wirtschaftlich sinnvoll sind: Da kann DE die E190-E2 ihres Wet Lease Partners 2L einsetzen, wenn die E2 anders als damals ABs 320 auch wirklich STR-AUH schafft.

    Vermutlich wird EY auch nix gegen fünfte Rechte abseits ausgetretener Pfade sagen z.B. UTP, wenn dies mit akzeptablen Standzeiten für DE einher geht. Vor diesem Hintergrund betrachtet, sehe ich sowohl FRA-AUH als auch AUH-BKK skeptisch:

    Das kann EY auch selbst machen und DEs Standzeiten in BKK werden höchstens geringfügig reduziert, jedoch um den Preis zusätzlicher Standzeiten in AUH. Auf mich wirkt diese Kooperation zu kompliziert; man soll sich lieber nur auf BER konzentrieren.

  4. Condor = Air Berlin 2.0
    Hat man jetzt aber auch wirklich schon überall mehrfach gelesen, so langsam ist der Spruch mehr als durch gelutscht.
    Lasst euch mal was anderes einfallen als den immer gleichen Einheitsbrei.

    • Leider ist es jedoch gar nicht durch gelutscht. Wenn DE den gleichen Weg wie AB geht, dann war´s das mit innerdeutschem Preiswettbewerb. Es ist nicht bzw. nur sehr schwer möglich z.B. FRA-BKK als Direktflug außerhalb der Star Alliance zu etablieren.

      Und die Parallelen sind unverkennbar: DE fliegt den Abendflug FRA-AUH, obwohl es EY selbst kann – das hatten wir damals mit AB und dem Abendflug DUS-AUH. AB flog seinerzeit 5. Recht AUH-HKT – heute DE 5. Recht AUH-BKK.

      Andererseits wurde von AB nie systematisch die Anbindung deutscher Standorte an AUH umgesetzt, bei denen EY nicht randurfte: Aktuell nur 7/7 bei DEs BER-AUH, obwohl es mit 32N m.E. mindestens Potential für 21/7 hat.

      Ähnlich lieblos wurde damals STR-AUH verfolgt und HAM-AUH wurde seinerzeit gar nicht erst in Betracht gezogen. Von solchen sinnvollen Erweiterungen hört man heute auch wieder nix, obwohl es an beiden Standorten definitiv Nachfrage gibt, wenn auch nicht für Widebodies.

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