Emirates hat beim Thema Premium Economy Class lange gezögert, nun kann es dem Golfcarrier gar nicht schnell genug gehen. Am riesigen Hub in Dubai wurde beschlossen, die gesamte Airbus-A380-Teilflotte, die nur zwei Klassen und 615 Sitze an Bord hat, umzubauen. Die Umrüstung beginnt im April. Emirates wird das Angebot, bei dem die Zwischenklasse buchbar sein wird, bis zum Ende des Jahres entsprechend deutlich ausweiten.
✈️ 15 Airbus A380 werden von zwei auf drei Klassen umgebaut.
🛫 Erste Einsätze ab April zwischen Dubai und Amman, später auch Prag.
🌍 Premium Economy wird im gesamten Streckennetz massiv ausgeweitet.
Insgesamt 15 Airbus A380 von Emirates wurden dicht bestuhlt, diese Superjumbos verfügen bislang ausschließlich über eine Business- und Economy Class. Künftig werden diese Flugzeuge in einer Drei-Klassen-Konfiguration unterwegs sein. Laut einer Mitteilung soll der erste umgerüstete Jet bis Mitte April fertiggestellt sein. Die neue Bestuhlung sieht dann 76 Sitze in der Business Class, 56 Sitze in der Premium Economy Class sowie 437 Plätze in der Economy Class vor. Damit verabschiedet sich Emirates endgültig vom reinen Zwei-Klassen-Konzept auf diesen Maschinen.

Der erste umgerüstete Airbus A380 soll zwischen dem 14. April und dem 31. Mai auf den Flügen EK903/904 zwischen Dubai und Amman eingesetzt werden. Ab dem 1. Juni folgt dann ein Wechsel auf die Strecke nach Prag. Bis November 2026 will Emirates alle 15 Exemplare in dieser Variante entsprechend umgebaut haben.
Premium Economy wird im Streckennetz ausgeweitet
Parallel zum A380-Retrofit weitet Emirates das Premium-Economy-Angebot im gesamten Streckennetz deutlich aus. In Europa profitiert unter anderem Zürich von dem Angebot, das ab dem 1. März ausschließlich mit allen vier Klassen bedient wird. Nach Dublin und Mailand wird die Premium Economy auch im Laufe des Jahres durchgehend buchbar sein.
Auf dem US-Markt will man die New York (JFK)-Flüge ab April schrittweise auf eine modernisierte A380-Version umstellen, ab Juni ist das Produkt täglich buchbar. In Asien folgen Ho-Chi-Minh-Stadt ab Mai sowie Hongkong ab Dezember mit entsprechend ausgestatteten Maschinen. Auch in Afrika, dem Nahen Osten und im Indischen Ozean setzt Emirates zunehmend auf Flugzeuge mit Premium Economy.
Noch vor wenigen Jahren hatte die Airline das Produkt bewusst zurückgestellt. Mittlerweile scheint klar: Die Nachfrage nach einem komfortableren Sitz, der aber nicht das kostet was in der Business Class verlangt wird, ist stabil. Emirates muss auch auf den wachsenden Wettbewerb reagieren, viele Airlines haben ihre Premiumklasse schon deutlich früher ausgebaut.
Review: Emirates Premium Economy Class im A380 von Singapur nach Dubai
Airbus A380-Umbau: Emirates setzt noch stärker auf die Premium Economy Class | Frankfurtflyer Kommentar
Emirates ist und bleibt der größte Betreiber des Airbus A380. Mit weit über 100 Exemplaren hat die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Nase weit vorne. Kein Wunder, dass man hier mehrere unterschiedlich bestuhlte Teilflotten einsetzt, um auf die entsprechenden Märkte zu reagieren. Mit dem 615-Sitzer konnte man bislang auf die hohe Economy-Nachfrage reagieren, die Version kommt auch regelmäßig nach Deutschland.
Bald ist es dann vorbei, ab Herbst werden dann alle Superjumbos mindestens drei Klassen an Bord haben. Das bedeutet gleichzeitig, dass man auch weiterhin in einigen Märkten auf eine First Class verzichtet. Die Luxusklasse ist aber auch auf den anderen Flotten nicht durchgehend verfügbar. Bei der Premium Economy geht man hingegen in diese Richtung, die Sitze sind nach wie vor sowohl bei Geschäfts- als auch Privatreisenden gefragt. Wenigstens wird hier Tempo gemacht, in Sachen Umrüstung auf die Game-Changer-First-Class ist hingegen Stillstand angesagt.
Ich finde den Ausdruck „dicht bestuhlt“ hier falsch…..der Sitzabstand ist ja der gleiche würd ich sagen, aber man hat halt First u weniger Biz an Bord, daher einfach nur mehr Eco Sitze