Am 4. Juni 2026 krachte am Flughafen Frankfurt eine relativ neue Boeing 787-9 von Lufthansa bei der Vorbereitung auf einen Flug auf die Nase. Mehrere Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, der moderne Dreamliner mit der Registrierung D-ABPQ wurde erheblich beschädigt. Nach umfassenden Untersuchungen wurde nun klar, dass man den Jet reparieren kann. Konzernchef Carsten Spohr ist optimistisch, das Flugzeug soll noch im Jahr 2026 wieder abheben.
🔧 Lufthansa kann die am Flughafen Frankfurt beschädigte Boeing 787-9 D-ABPQ reparieren.
✈️ Konzernchef Carsten Spohr erwartet den Dreamliner noch in diesem Jahr zurück im Liniendienst.
🚑 Bei dem Zwischenfall am 4. Juni wurden zwei Menschen schwer und 21 weitere leicht verletzt.
Boeing 787 krachte am Flughafen Frankfurt auf die Nase
Der ungewöhnliche Zwischenfall ereignete sich am 4. Juni 2026 am Flughafen Frankfurt. Die Boeing 787-9 mit der Registrierung D-ABPQ stand am Gate A15 und wurde für den Lufthansa-Flug LH450 nach Los Angeles vorbereitet. Passagiere waren noch nicht an Bord. Unter den insgesamt 28 Personen im Flugzeug waren die Crew sowie Angestellte vom Boden und aus der Technik. Im Cockpit hatte man versucht, ein Problem am Fahrwerk zu lösen. Im Rahmen eines Tests wurde das Bugfahrwerk eingefahren, woraufhin der Dreamliner mit dem vorderen Rumpf auf den Boden schlug.
Der Vorfall hatte deutlich schwerwiegendere Folgen als zunächst bekannt. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurden zwei Menschen schwer und weitere 21 Personen leicht verletzt. Auch der Dreamliner wurde erheblich beschädigt. Die BFU stellte unter anderem Schäden am Rumpf im Bereich der vorderen Frachttür sowie einen verbogenen Türmechanismus fest. Besonders bitter für Lufthansa: Die D-ABPQ war zu diesem Zeitpunkt noch nahezu neu. Der Dreamliner war erst wenige Monate zuvor zur Flotte gestoßen und mit der neuen Allegris-Kabine ausgestattet.

Verriegelungsstift am Bugfahrwerk war nicht eingesetzt
Die BFU veröffentlichte inzwischen erste Erkenntnisse zu dem Zwischenfall. Demnach war der Sicherungs- beziehungsweise Verriegelungsstift des Bugfahrwerks zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht eingesetzt. Die Ermittelnden fanden diesen anschließend in einer Aufbewahrungskiste für die Verriegelungsstifte der Fahrwerke.
Ob beziehungsweise in welchem Umfang dies für den Unfall ursächlich war, ist allerdings noch Gegenstand der Untersuchungen. Die BFU hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Untersuchung der Unfallursache noch nicht abgeschlossen ist. Direkt nach dem Zwischenfall war zunächst unklar, ob eine Reparatur der relativ neuen Boeing 787 überhaupt wirtschaftlich und technisch möglich sein würde. Inzwischen gibt es diesbezüglich gute Nachrichten für Lufthansa.
„Wir können das Flugzeug erfreulicherweise reparieren“:
Diese Worte kamen vom Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr im Rahmen der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen. In den ersten Tagen nach dem Zwischenfall sei dies noch nicht klar gewesen. Inzwischen ist Spohr sogar optimistisch, was eine vergleichsweise schnelle Rückkehr betrifft. Lufthansa gehe fest davon aus, dass die D-ABPQ noch im laufenden Jahr wieder in den Liniendienst zurückkehren kann.
Bis dahin muss Lufthansa den Ausfall innerhalb der Langstreckenflotte anderweitig kompensieren. Im aktuellen Sommerflugplan wird die ausgefallene Boeing 787-9 durch einen Airbus A340-300 ersetzt. Die Maschine war ursprünglich als Reserve vorgesehen und musste aufgrund des Ausfalls wieder für den regulären Flugbetrieb aktiviert werden.

Auf die Nase gekracht: Lufthansa will beschädigten Dreamliner noch 2026 wieder einsetzen | Frankfurtflyer Kommentar
Das sind zunächst einmal gute Nachrichten für Lufthansa. Die D-ABPQ war zum Zeitpunkt des Unfalls erst wenige Monate im Einsatz und gehört damit zu den neuesten Flugzeugen der Flotte. Solche Schäden müssen aufwendig bewertet werden. Manchmal wird bei Untersuchungen nach solchen Unfällen ein Totalschaden festgestellt, da sich eine Reparatur nicht lohnt.
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