Bei Wizz Air flammt wieder der Gedanke auf, Langstreckenflüge anzubieten. Der Ableger der ungarischen Low-Cost-Airline aus Großbritannien will bald über den Atlantik fliegen und den etablierten Fluggesellschaften Paroli bieten. Um dies zu ermöglichen, wurden entsprechende Rechte für Wizz Air UK beantragt. Mit den vorhandenen Airbus A321XLR könnte es dann schon bald von London in die USA gehen.
✈️ Transatlantikpläne: Wizz Air UK beantragt Rechte für Flüge zwischen Großbritannien und den USA.
🌍 Passendes Fluggerät: Der Airbus A321XLR soll Langstreckenflüge über den Atlantik ermöglichen.
💸 Low-Cost-Modell: Wizz Air will Billigflüge in den umkämpften US-Markt bringen.
Wizz Air hatte Passagierflüge in die USA als Geschäftsmodell lange ausgeschlossen. Jetzt ändert der Lowcoster offenbar seine Meinung. Wizz will sich so schnell wie möglich Transatlantikrechte sichern. Ein „Foreign Carrier Permit“ soll der Tochtergesellschaft Wizz Air UK Transatlantikflüge ermöglichen.
Bisher hatte Wizz die USA als Markt für Passagierflüge ausgeschlossen. Die Airline wollte sich auf wachstumsstärkere und weniger wettbewerbsintensive Märkte konzentrieren. In der Vergangenheit hatte man sich noch für Indien interessiert, nun richtet sich der Fokus auf Nordamerika. Mit den Airbus A321XLR hätte man auch schon das passende Gerät in der Flotte, auch wenn die meisten Maschinen des Typs wieder abbestellt wurden.
Derzeit sind die Jets mit der hohen Reichweite auf Flügen von bis zu sieben Stunden unterwegs, Destinationen sind u.a. Metropolen in der Nahost-Region. Bald könnten die Flugzeuge auch nach Boston, New York oder Washington fliegen. Vor wenigen Tagen wurden entsprechende Rechte beim US-Verkehrsministerium beantragt, um künftig Linien- und Charterflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten anbieten zu dürfen.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die Airline um eine beschleunigte Prüfung und Bearbeitung des Antrags bittet. Operateur wäre dann auch Wizz Air UK, die bereits drei Airbus A321XLR nutzt.

Billigflüge in die USA: Wizz Air will das Experiment wagen | Frankfurtflyer Kommentar
Es ist nicht das erste Mal, dass Wizz Air in das Interkontinentalgeschäft einsteigen will. Es gab auch schon die Absicht, Frachtflüge in die USA durchzuführen, damals wurde der Antrag aber abgelehnt. Die Pläne, nach Indien zu fliegen, wurden auch noch nicht verwirklicht, im letzten Jahr hat man zudem das Experiment Wizz Air Abu Dhabi beerdigt.
Natürlich ändern sich die Märkte und die bisherigen Pläne sind Schnee von gestern. Doch warum will man sich jetzt in den umkämpften Markt über dem Atlantik wagen? Kann ein Billigflieger mit dem typischen Geschäftsmodell hier wirklich profitabel sein?
Vielleicht ist der Airbus A321XLR die Lösung: Die Flugzeuge sind sparsam und zuverlässig. Außerdem muss keine teure Widebody-Flotte aufgebaut werden. Mit dem Typ ist man flexibel, man kann zwischendurch trotzdem auch kürzere Strecken und Routen mit hohem Aufkommen durchführen. Fragt sich, ob es die Fluggäste akzeptieren, auf den längeren Flügen auf Komfort zu verzichten. Air France, British Airways, Lufthansa & Co legen gerade in der Economy Class häufig Kampfpreise auf.
Raw Doggen per Zwang. Soll gerade im Trend sein
Der Trend geht genauso schnell wieder vorüber wie das Experiment der Lowcoster auf dieser Strecke
Besser mit Lowcoster in die USA, als übertrieben zu viel für den maroden Kranich zahlen zu müssen.
Gerade auf der Rennstrecke an die Ostküste der USA gibt es immer wieder Flüge für um die 400-500 Euro mit „normalen“ Fluggesellschaften. Und dort hat man zumindest Verpflegung und 8-12 KG Handgepäck dabei.
Ich glaube kaum das sich das für Wizz Air lohnt
Wer will denn jetzt noch immer in die
„Ver(unr)einigten“ Staaten von Amerika fliegen?
Lohnt sich nicht, vor allem nicht in der jetzigen politischen Situation. Bei LH beispielsweise sind auf den US-Strecken auch immer die C- und F-Klassen gut gebucht, während es mehr als genug Platz auf Y und Y+ gibt.