Bei Lufthansa ist eine Ära zu Ende gegangen: Die letzten vier Airbus A340-600 stehen inzwischen in Düsseldorf, wo verwertbare Ersatzteile ausgebaut werden. Eine amerikanische Fluggesellschaft geht unterdessen bei ihrer neuen First Class ungewöhnliche Wege. Trotz breiterer Sitze gibt es weder kostenlose Getränke noch verstellbare Rückenlehnen. Außerdem erfahren wir, auf welchen Flügen Lufthansa ihren neuen Airbus A350-1000 einsetzen will, und warum Ryanair in Belgien kürzt, während die Airline in Süddeutschland wachsen möchte. Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Alle Lufthansa Airbus A340-600 stehen zum Ausschlachten
Bei Lufthansa ist die Ära des Airbus A340-600 endgültig zu Ende gegangen. Am 19. Oktober landete mit Flug LH419 aus Washington der letzte reguläre Passagierflug in Frankfurt. Die vier verbliebenen Airbus A340-600 wurden inzwischen nach Düsseldorf überführt, wo verwertbare Ersatzteile ausgebaut und verkauft werden sollen. Die Maschinen mit den Kennzeichen D-AIHW, D-AIHX, D-AIHY und D-AIHZ stehen dort vorübergehend gemeinsam auf dem Vorfeld. Nächste Woche sollen sie nach Teruel in Spanien fliegen und dort eingelagert werden.
Neue First Class bei Frontier: Keine kostenlosen Getränke und keine verstellbaren Sitze
Die amerikanische Billigfluggesellschaft Frontier Airlines führt ab dem 5. März 2027 eine First Class ein, die mit klassischen Premiumprodukten wenig gemeinsam hat. In den Flugzeugen sollen jeweils acht breitere Sitze in einer 2-2-Anordnung eingebaut werden. Die Rückenlehnen sind allerdings fest eingestellt und lassen sich nicht individuell verstellen. Auch kostenlose Speisen und Getränke sind nicht vorgesehen. Passagiere müssen diese wie in der Economy Class bezahlen. Dafür gibt es mehr Platz und Steckdosen am Sitz. Die Umrüstung der Flotte soll in Kürze beginnen.

Weitere A350-1000 Flüge nach Tokio, Singapur und Shanghai bei Lufthansa buchbar
Lufthansa hat weitere Einsatztage ihres ersten Airbus A350-1000 zur Buchung freigegeben. Der neue Langstreckenjet soll ab dem 3. Dezember 2026 von München aus eingesetzt werden. Neben Tokio-Haneda stehen auch Singapur und Shanghai im Flugplan. Nach Singapur sind im Dezember vier und im Januar zwei Flüge vorgesehen, nach Shanghai jeweils zwei im Dezember und einer im Januar. Tokio wird deutlich häufiger bedient, unter anderem am 5., 7., 9. und 11. Dezember. Die veröffentlichten Termine reichen bis zum 9. Januar 2027. Alle Daten beziehen sich auf Abflüge ab München.
Ryanair streicht 20 Strecken in Belgien – und baut in Süddeutschland aus
Ryanair verändert ihr Streckennetz in Europa deutlich. In Belgien streicht die Billigfluggesellschaft 20 Verbindungen ab Brüssel-Zaventem und Charleroi, zieht sechs Flugzeuge ab und reduziert das Angebot um rund 1,1 Millionen Sitzplätze. Gleichzeitig plant Ryanair im Südwesten Deutschlands weiteres Wachstum. An den Flughäfen Memmingen, Karlsruhe/Baden-Baden und Friedrichshafen sollen zusätzliche Flugzeuge beziehungsweise neue Strecken hinzukommen. In Memmingen wurde bereits eine Kapazitätserhöhung um zwölf Prozent angekündigt. Friedrichshafen wird erstmals auch im Winter bedient. Während Ryanair in Berlin, Hamburg und Bremen kürzt, setzt die Airline damit verstärkt auf kleinere Flughäfen mit niedrigeren Kosten.
Lufthansa hält trotz Insolvenzverfahren an airBaltic fest
AirBaltic befindet sich in einem Chapter-11-Verfahren in den USA, setzt die Zusammenarbeit mit Lufthansa aber fort. Die lettische Fluggesellschaft hat dem zuständigen Gericht in New York entsprechende Wetlease-Vereinbarungen mit Austrian Airlines und der Lufthansa Group zur Genehmigung vorgelegt. Bisher konnte Lufthansa im Sommer über 20 Airbus A220-300 von airBaltic einsetzen. Der künftige Umfang ist noch offen. Lufthansa bestätigte, dass die Zusammenarbeit auch in den kommenden Flugplanperioden fortgesetzt werden soll. Die Letten haben zudem ein digitales Bestellsystem vorgestellt, über das Passagiere Speisen und Getränke direkt am Sitzplatz bestellen können.
Singapore Airlines will Starlink für Airbus A380 und neue First Class
Singapore Airlines investiert in ein neues Bordunterhaltungssystem und schnelles Internet von Starlink. Ab Anfang 2027 sollen zunächst Airbus A380, A350-900 und A350-900 ULR mit dem Satelliteninternet ausgestattet werden. Für KrisFlyer-Mitglieder sowie Passagiere der First und Business Class bleibt WLAN unter den bisherigen Bedingungen kostenlos. Gleichzeitig werden 41 Airbus A350 und die künftigen Boeing 777-9 mit einem modernisierten Unterhaltungssystem ausgestattet. Geplant sind 32-Zoll-Bildschirme in der First Class, 4K-Auflösung, Bluetooth-Unterstützung und personalisierte Empfehlungen. Die neue Langstreckenkabine und weitere Verbesserungen will Singapore Airlines bereits im November 2026 in Singapur vorstellen.

Sun Express bremst Flottenwachstum trotz neuer Boeing 737MAX
Sun Express verabschiedet sich von ihrem ursprünglichen Ziel, die Flotte auf 150 Flugzeuge auszubauen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines will angesichts hoher Treibstoffkosten und der wirtschaftlichen Lage künftig nur noch um vier bis fünf Prozent jährlich wachsen. Für 2027 sind elf neue Boeing 737MAX geplant, die teilweise ältere Flugzeuge ersetzen sollen. Die erste Boeing 737 MAX 10 wird im ersten Halbjahr 2028 erwartet. Gleichzeitig kommen im Sommer 2027 neun neue Strecken hinzu, darunter Weeze–Antalya, Hannover–Dalaman und Köln/Bonn–Bodrum.
United bietet Starlink inzwischen auf fast jedem zweiten Flug
United Airlines hat inzwischen mehr als 635 Flugzeuge mit Starlink-Internet ausgestattet. Damit steht das schnelle WLAN auf nahezu der Hälfte aller täglichen Flüge zur Verfügung. Pro Woche werden rund 20 weitere Maschinen umgerüstet, bis Ende 2027 soll die gesamte Flotte folgen. Neu ist ein digitaler Starlink Tracker, über den Passagiere ab drei Tagen vor Abflug prüfen können, ob ihre Verbindung bereits Starlink bietet. Auch kurzfristige Flugzeugwechsel werden berücksichtigt. Zusätzlich informiert United über die Verfügbarkeit in der App, per E-Mail und über Benachrichtigungen vor dem Flug.
British Airways: Ganze Flüge nach Mallorca und Kreta nur mit Avios buchbar
British Airways bietet im August 2027 zwei weitere Avios-Only-Flüge an, bei denen sämtliche Sitzplätze ausschließlich mit Prämienpunkten gebucht werden können. Am 14. August geht es von London-Heathrow nach Mallorca und Heraklion auf Kreta, die Rückflüge finden am 21. August statt. Für Mallorca kostet der Hin- und Rückflug in der Economy Class 28.000 Avios plus fünf Pfund, in der Business Class 49.000 Avios plus 40 Pfund. Für Kreta werden 33.500 beziehungsweise 60.000 Avios zuzüglich der genannten Zuzahlungen fällig. Die Buchungen sind seit dem 22. Oktober möglich. Seit 2023 hat British Airways mehr als 50 solcher Sonderflüge angeboten.
Qatar Airways fliegt mit Qsuite und Starlink zum neuen Flughafen Sydney
Qatar Airways nimmt am 15. Dezember 2027 eine neue Verbindung zum Flughafen Western Sydney International auf. Zunächst sind drei wöchentliche Flüge mit einer Boeing 777-300ER geplant, langfristig soll die Strecke täglich bedient werden. Die eingesetzten Flugzeuge verfügen über 354 Sitzplätze, darunter 42 in der Business Class mit Qsuite. Auch kostenloses Starlink-Internet gehört zur Ausstattung. Western Sydney wird nach Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth, Adelaide und Canberra das siebte australische Ziel von Qatar Airways.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Review: Marriott Resort Palm Jumeirah, Dubai | Mit Nightly Upgrade Awards in die Palm Suite
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