Jetzt läuten wir wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche zurück. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Lufthansa fliegt Riad auch im Sommer 2026 an
Lufthansa wird die im Oktober 2025 gestartete Verbindung von München nach Riad auch im Sommerflugplan 2026 fortführen. Die Strecke wird weiterhin dreimal wöchentlich mit einem Airbus A350-900 bedient. Die Flugzeiten ermöglichen Anschlüsse am Münchner Drehkreuz. Neben Riad werden von Airlines der Lufthansa Group auch Dammam und Jeddah angeflogen.
Air India startet neue Boeing 787-9 mit Einschränkungen
Air India nimmt am 1. Februar 2026 erstmals eine neu ausgelieferte Boeing 787-9 in den Liniendienst auf. Wegen noch offener Zertifizierungsfragen bleiben 18 Sitze in der Economy Class gesperrt, zudem sind die Schiebetüren der Business-Class-Suiten nicht nutzbar und bleiben offen. Die Maschine ist für bis zu 296 Passagiere ausgelegt, zum Start verkauft die Airline jedoch nur einen Teil der Plätze. Der erste Einsatz erfolgt auf der Strecke Delhi–Frankfurt.
Airbus-Tausch gegen A321 XLR
Bleiben wir bei Air India, am Rande der Luftfahrtmesse Wings India hat die Airline angekündigt, 15 ursprünglich bestellte Airbus A321neo in die Langstreckenvariante A321 XLR umzuwandeln. Die Auslieferung der Flugzeuge ist für die Jahre 2029 bis 2030 geplant. Insgesamt hatte Air India in den Jahren 2023 und 2024 bei Airbus Dutzende Airbus A350, A320neo und über 200 A321neo bestellt.
American-Airlines-Gewerkschaft fordert Rücktritt des Konzernchefs
Die Flugbegleitergewerkschaft von American Airlines fordert den Rücktritt von Konzernchef Robert Isom. In einem offenen Brief wirft sie dem Management ein Muster des Scheiterns vor und macht die Führung für die schwache finanzielle Performance verantwortlich. Auslöser ist nicht nur ein massiver operativer Zusammenbruch mit rund 10.000 gestrichenen Flügen nach dem letzten Wintersturm, sondern auch die geringe Gewinnbeteiligung.
Kopftuch bei Sicherheitskontrollen zulässig
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine Luftsicherheitsassistentin bei der Passagier- und Gepäckkontrolle eines Flughafens grundsätzlich ein religiöses Kopftuch tragen darf. Eine Ablehnung einer Bewerbung allein aus diesem Grund stelle eine unzulässige Benachteiligung wegen der Religion dar. Das Gericht sah das Tragen des Kopftuchs nicht als wesentliche berufliche Anforderung an und bestätigte die bereits zugesprochene Entschädigung in Höhe von 3.500 Euro.
Eurowings mit Tankstopps auf Dubai-Flügen
Die Luftraumsperrung über dem Iran zwingt Eurowings zu Umwegen auf Flügen zwischen Deutschland und Dubai. Die eingesetzten Airbus A320neo müssen auf der Ausweichroute teils zusätzliche Tankstopps einlegen. In den vergangenen Tagen kam es dabei unter anderem zu Zwischenlandungen in Thessaloniki. Auf dem Rückflug erhöht zudem der Gegenwind den Treibstoffverbrauch. Zeitweise konnten die Flüge über Saudi-Arabien jedoch auch ohne Tankstopp durchgeführt werden.
Ryanair plant kostenloses Wlan
Ryanair will innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre kostenloses Wlan in der gesamten Flotte einführen. Konzernchef Michael O’Leary erklärte, dass technologische Fortschritte die derzeit noch hohen Zusatzkosten reduzieren sollen. Aktuelle Systeme verursachen durch außenliegende Antennen zusätzlichen Luftwiderstand und damit Mehrkosten beim Treibstoff. Künftig könnten Antennen vollständig im Flugzeug integriert werden. Ryanair betont, dass man den Internetzugang nicht kostenpflichtig anbieten will.
Streichkonzert in Wien
Bleiben wir bei Ryanair, der Lowcoster zieht für den Sommerflugplan 2026 fünf in Wien stationierte Flugzeuge ab. Dadurch entfallen neun Strecken und rund eine Million Sitzplätze. Die Airline begründet den Schritt mit der österreichischen Luftverkehrssteuer sowie gestiegenen Flughafengebühren. Diese machten den Standort im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zunehmend unattraktiv.
United plant Premium-A321neo als „Coastliner“
United Airlines plant offenbar eine neue Teilflotte von Airbus A321neo mit Premium-Konfiguration für transkontinentale Flüge innerhalb der USA. Die Flugzeuge sollen 161 Sitze erhalten, darunter 20 Lie-Flat-Sitze in der Business Class und eine eigene Premium Economy. Rund 40 Maschinen sind vorgesehen und sollen vor allem ältere Boeing 757 ersetzen. Eine offizielle Ankündigung steht noch aus, es wurden aber schon Flugzeuge mit entsprechenden Stickern gesichtet.
Kollision bei Washington vollständig vermeidbar
Nach Einschätzung der US-Untersuchungsbehörde NTSB war die tödliche Kollision zwischen einer CRJ700 und einem Militärhubschrauber nahe des Flughafens Washington-Reagan zu 100 Prozent vermeidbar. Die Ermittler machen schwere Versäumnisse der Luftfahrtbehörde FAA verantwortlich. Die kreuzende Helikopterroute galt seit Jahren als bekanntes Sicherheitsrisiko, entsprechende Warnungen seien jedoch ignoriert worden.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Das mit Ryanair klang doch erst vor ein paar Tagen ganz anders?