Condor beendet die Partnerschaft mit Emirates wieder (und setzt jetzt voll auf Etihad?)

Es ist noch nicht lange her, da haben Condor und Emirates eine neue Partnerschaft verkündet. Condor erhielt durch diese Kooperation – ergänzt um eigene Flüge aus Berlin und Stuttgart nach Dubai – Zugang zum Langstreckennetz von Emirates und konnte dadurch zahlreiche neue Verbindungen nach Asien anbieten. Zudem gab es eine Zusammenarbeit mit dem Vielfliegerprogramm Emirates Skywards, sodass auf Condor-Flügen Meilen gesammelt und eingelöst werden konnten. Genau diese Partnerschaft wird nun jedoch wieder beendet.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Partnerschaft beendet: Condor und Emirates trennen sich ab 1. Mai 2026.
🎟️ Skywards-Aus: Keine Meilen mehr sammeln oder einlösen auf Condor-Flügen.
🌍 Strategiewechsel: Condor setzt künftig verstärkt auf Etihad und Abu Dhabi.

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Eine offizielle Kommunikation hierzu gibt es weder von Condor noch von Emirates. Lediglich auf der Emirates-Webseite findet sich der Hinweis, dass Condor ab dem 1. Mai 2026 nicht mehr zum Meilensammeln bei Emirates Skywards berechtigt ist. Es ist davon auszugehen, dass auch die Einlösemöglichkeiten entsprechend entfallen werden.

Condor hatte zuletzt angekündigt, dass man die Flüge aus Berlin nach Dubai zumindest im Sommerflugplan nicht weiter fortsetzen wird – mangels Nachfrage. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass Emirates wohl bald eigene Flugrechte nach Berlin erhalten könnte. Gleichzeitig ist Condor gerade eine neue Partnerschaft mit Etihad Airways eingegangen.

Das Datum 1. Mai ist dabei besonders relevant, denn an diesem Tag startet Condor mit neuen Direktflügen nach Abu Dhabi – von Berlin und Frankfurt. Ab Frankfurt wird sogar der Airbus A330-900neo eingesetzt, womit Condor ein konkurrenzfähiges Premium-Produkt anbieten kann. Ab Abu Dhabi sollen Condor-Passagiere künftig über das Etihad-Netzwerk weiterreisen können, etwa nach Asien.

Auch wenn noch nicht alle Details der Partnerschaft zwischen Condor und Etihad bekannt sind – insbesondere im Hinblick auf das Vielfliegerprogramm und mögliche Meilengutschriften bei Etihad Guest – deutet vieles darauf hin, dass Condor strategisch deutlich stärker auf Etihad setzt. Allein durch das größere Fluggerät ab Frankfurt und die parallelen Flüge mit Etihad Airways entsteht eine ganz andere Präsenz in Abu Dhabi, als sie in Dubai jemals möglich gewesen wäre.

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Bin ich der Einzige, den das Ganze an Air Berlin erinnert? Zwar hatte Air Berlin damals keine Partnerschaft mit Emirates, doch die starke Fokussierung auf Abu Dhabi als Drehkreuz mit Etihad Airways weckt durchaus Erinnerungen. Wieder ist es die zweitgrößte Airline Deutschlands, die eng mit Etihad kooperiert.

Ob dies für Condor ähnlich problematisch endet wie einst für Air Berlin, bleibt natürlich abzuwarten. Die Ausgangslage ist jedoch eine andere, und Condor befindet sich in einer deutlich stabileren Position. Dennoch ist es bemerkenswert, dass man die Partnerschaft mit Emirates ausgerechnet zum Start der Abu-Dhabi-Flüge beendet. Das wirkt weniger nach „möglichst vielen Partnerschaften“ – und eher nach dem Ziel, möglichst starke und enge Kooperationen zu etablieren.

1 Kommentar

  1. Man kann von Frankfurt nach Abu Dhabi fliegen Buchbar ab Mai mit der Condor , auch mit der A330 Neo. Aber es werden bloß Economy Sitze angezeigt, Kein Premium, keine Business. Preis komplett um die 630 Euro . Diesbezüglich werden Sitzplätze zu Reservierung auch nicht angezeigt

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