Emirates versteigert „schöne“ Vielfliegernummern für guten Zweck (mit bis zu 20 Jahre Platinum Status)

Emirates – oder vielmehr Emirates Skywards, das Vielfliegerprogramm der Airline aus Dubai – hat gerade eine sehr ungewöhnliche, aber nicht uninteressante Auktion aufgelegt, bei welcher man „schöne“ Vielfliegernummern unter den Mitgliedern versteigert. Der Erlös dieser Auktionen soll einem guten Zweck zugeführt werden, und das Ganze läuft im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen von Emirates Skywards.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Emirates versteigert „schöne“ Vielfliegernummern für den guten Zweck.
💎 Gewinner erhalten bis zu 20 Jahre Emirates-Platinum-Status.
💰 Gebote erreichen bereits über 100.000 € – Auktion läuft bis 17. Januar.

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Als kleiner Bonus gibt es zu der „schönen“ Emirates-Skywards-Nummer dann auch noch den Platinum Status, also den offiziell höchsten Status bei Emirates (wenn man von dem geheimen und „Invitation Only“-Status IO absieht), für bis zu 20 Jahre on top. Die Auktionen laufen noch bis zum 17. Januar, und man darf davon ausgehen, dass die Nummern nicht günstig verkauft werden. Dennoch kann sich das Ganze für eingefleischte Emirates-Fans durchaus lohnen – zumindest, wenn man sich das Ganze schön rechnen will.

Dabei kommt die Idee zum Versteigern von „schönen“ Vielfliegernummern wohl aus der sehr besonderen Situation der Nummernschilder in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier werden auch die Nummernschilder von Autos verkauft und für einen guten Zweck versteigert. Besonders „schöne“ Nummernschilder, die entweder besonders kurz sind oder besondere Zahlenkombinationen aufweisen, haben hier schon Millionenbeträge in Auktionen erzielt.
Emirates hat dieses Konzept nun auf die Vielfliegernummern übertragen und versteigert folgende „schöne“ Skywards-Nummern:

  • 2111111111
  • 6000000005
  • 6999999996
  • 7000000000
  • 7000000070
  • 7070000000
  • 7777777770


Wie man bereits sieht, sind die Gebote für die Nummern schon jetzt nicht günstig, und man erwartet wohl, dass diese bis zum Ende der Auktionen noch deutlich nach oben gehen. Das aktuelle Höchstgebot von 470.000 AED für die EK-7000000000 entspricht etwa 109.000 Euro.

Wie lange man den zu den Nummern gehörenden Skywards-Platinum-Status mit Vorteilen wie First-Class-Lounge-Zugang in Dubai bekommt, ist vom Höchstgebot abhängig. Wer aber bereit ist, über 1,5 Millionen Dirham – umgerechnet also etwa 350.000 Euro – zu bezahlen, der kann den Status für 20 Jahre erhalten.

Wer nun Interesse an einer dieser „schönen“ Emirates-Skywards-Nummern hat und auch einen Skywards-Platinum-Status für mehrere Jahre erhalten will, der kann bei Emirates Auctions ein Gebot abgeben. Beachten sollte man aber, dass man mindestens 20 % des Gebots als Deposit hinterlegen muss, welches man allerdings erstattet bekommt, wenn man nicht der Höchstbietende ist. Auch kann man wenigstens das Deposit mit Kreditkarte hinterlegen und somit Meilen sammeln, während der Auktionsbetrag per Banküberweisung oder Scheck beglichen werden muss.

Ob sich das Ganze lohnt, muss man wohl für sich selbst bewerten. Allerdings sind 20 Jahre Platinum-Status für 1,5 Millionen Dirham für so manchen kein schlechter Deal, wenn man sich das Ganze schön rechnen will. Dies würde 75.000 Dirham, also umgerechnet etwa 17.500 Euro pro Jahr, bedeuten. Wenn man bedenkt, wie aufwendig es für viele Skywards-Platinum-Kunden ist, den Status zu erreichen, sind dies vielleicht sogar günstige Werte.

Emirates versteigert „schöne“ Vielfliegernummern für guten Zweck (mit bis zu 20 Jahre Platinum-Status) | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist grundsätzlich eine schöne Idee, um Gelder für die Emirates Foundation und damit für karitative Zwecke zu sammeln. Der Kundenkreis für diese „schönen“ Emirates-Skywards-Nummern wird wohl eher begrenzt sein, aber es reichen ja eine Handvoll sehr potenter Bieter, um hier recht hohe Summen zu erreichen.

Schaut man sich die Auktionen von Nummernschildern in Dubai an, dann kann man nur mit Spannung erwarten, welche Summen hier am Ende für diese Nummern bezahlt werden. Die bis zu 20 Jahre Platinum-Status werden hier vermutlich sogar in den Hintergrund rücken, denn wer solche Summen für eine Nummer ausgibt, der wird wohl wenig Probleme haben, den Status zu erreichen – oder fliegt ohnehin immer First Class oder Privatjet?

2 Kommentare

    • Das Miles&More Nummern System lässt dies ja nicht wirklich zu, da in der Nummer auch der Status kodiert ist.

      Ich befürchte aber, dass in Deutschland nicht so eine Affinität zu „schönen Nummern“ vorhanden ist wie in den UAE oder der arabischen Welt. In Dubai werden für Nummernschilder oder auch Telefonnummern teils Millionen gezahlt.

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