Erste Lufthansa Boeing 747-8 wurde bereits aussortiert

Foto: Lufthansa

Lufthansa trennt sich von mehreren Jumbo Jets, darunter auch zwei vergleichsweise junge Boeing 747-8. Kurz nachdem der Verkauf offiziell bestätigt wurde, ist bereits der erste Vierstrahler aus dem aktiven Linienbetrieb verschwunden. Die betroffene Maschine hat ihren letzten regulären Flug für den Kranich noch im alten Jahr absolviert. In Kürze wird das Flugzeug in die USA überführt, neuer Eigentümer ist die United States Air Force.

Das Wichtigste auf einen Blick:
✈️ Erste Boeing 747-8 ausgeflottet: Die D-ABYD absolvierte am 30. Dezember 2025 ihren letzten Linienflug für Lufthansa.
🇺🇸 Verkauf an die US Air Force: Zwei vergleichsweise junge Jumbo-Jets wechseln 2026 in den Besitz der US-Streitkräfte.
💰 Lukrativer Deal: Rund 400 Millionen US-Dollar zahlt die US Air Force für beide Boeing 747-8.

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Letzter Linienflug bereits absolviert

Bei der ersten aussortierten Maschine handelt es sich um die Boeing 747-8 mit dem Kennzeichen D-ABYD aus dem Produktionsjahr 2012. Ihren letzten regulären Einsatz für Lufthansa führte der Jumbo-Jet am 30. Dezember 2025 durch. Der Flug führte nach San Francisco und wieder zurück nach Frankfurt. Danach stand das Flugzeug zunächst am Boden und wurde aus dem regulären Flugplan genommen.

Vergangene Woche hob die „Yankee-Delta“ dann aber nochmal als LH9930 ab. Es handelt sich dabei um eine Sonderflugnummer, in diesem Fall wurde ein rund 1:45 Stunden langer Testflug über Deutschland durchgeführt. Die Route führte von Frankfurt unter anderem über Dresden, Potsdam und Hannover zurück zum Ausgangspunkt. Das Portal aero.de berichtet, dass dieser Testflug im direkten Zusammenhang mit dem Verkauf an die US Air Force steht, die vor der Übernahme einen eigenen Abnahmeflug ansetzte.

Flightradar

Zwei Jumbo-Jets wechseln 2026 in die USA

Neben der D-ABYD wird auch die D-ABYG Lufthansa im Laufe des Jahres 2026 verlassen. Beide Boeing 747-8 stammen aus den Produktionsjahren 2012 und 2013. Während die D-ABYD bereits kurzfristig ausgeflottet wird, soll die zweite Maschine erst im Herbst 2026 folgen und wird bis dahin weiterhin im Linienbetrieb bleiben.

Die US Air Force plant, die beiden Flugzeuge nicht als Präsidentenmaschinen einzusetzen, sondern für Trainingszwecke sowie als Ersatzteilreserve für die künftige Air-Force-One-Flotte. Da die Produktion der Boeing 747-8 inzwischen eingestellt ist, gelten gut gewartete Exemplare als besonders wertvoll.

Finanziell ist der Deal für Lufthansa ausgesprochen attraktiv. Konzernchef Carsten Spohr sprach von einem Angebot, das man „nicht ablehnen konnte“. Insgesamt zahlt die US Air Force rund 400 Millionen US-Dollar für die beiden Flugzeuge – deutlich mehr, als die Maschinen im zivilen Betrieb jemals hätten erwirtschaften können.

So sieht es im Oberdeck der Boeing 747-8 bei Lufthansa aus

Erste Lufthansa Boeing 747-8 wurde bereits aussortiert | Frankfurtflyer Kommentar

Meist mahlen die Mühlen bei der Lufthansa sehr langsam. Hier ging alles aber ganz schnell, der lukrative Deal mit der US Air Force wurde erst im Dezember bekannt. Das Geld will der Kranich in neue Flugzeuge investieren, wobei noch nicht klar ist, welcher Hersteller profitieren wird. In der engeren Auswahl stehen sowohl der Airbus A350-1000 sowie weitere Boeing 777-9.

Lufthansa will sich schon länger von den älteren Teilflotten trennen und insbesondere die Vierstrahler loswerden. Ganz ohne Airbus A340 und die alten Boeing 747-400 geht es aber nicht, da die Nachfolgemodelle nicht so wie einst geplant eingeflottet werden können.

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