Eurowings reagiert auf Nahost-Krise: Dann eben öfter nach Mallorca

Eurowings Wegbier, Foto: Robert

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür, in wenigen Tagen beginnen in den meisten Bundesländern die Ferien. Durch den Nahost-Konflikt und dessen Auswirkungen haben sich aber die Pläne von vielen Reisenden geändert. Auch Eurowings verspürt diese Verschiebung, die Lufthansa-Tochter reagiert darauf mit zusätzlichen Flügen nach Westeuropa. Dabei ist Spanien wieder besonders gefragt, Dauerbrenner bleibt Mallorca. Die beliebteste Ferieninsel der Deutschen wird 100 zusätzliche Flüge erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Mehr Flüge: Eurowings legt 170 Zusatzflüge bis Ende Mai auf.
🏝️ Fokus Spanien: Mallorca und Kanaren profitieren besonders stark.
⚠️ Streikrisiko: Einschränkungen an spanischen Flughäfen möglich.

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Eurowings reagiert damit sehr kurzfristig auf die aktuelle Veränderung der Nachfrage. Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten beobachtet die Airline eine klare Verlagerung der Verkehrsströme. Statt Fernzielen oder Destinationen im östlichen Mittelmeerraum stehen plötzlich klassische Urlaubsregionen in Westeuropa wieder hoch im Kurs. Spanien profitiert einmal mehr von dieser Entwicklung.

Um die gestiegene Nachfrage aufzufangen, hat Eurowings bis Ende Mai rund 170 zusätzliche Flüge aufgelegt. Insgesamt entspricht dies etwa 36.000 zusätzlichen Sitzplätzen. Der Fokus liegt dabei klar auf touristischen Strecken mit hoher Nachfrage. Neben Mallorca werden auch die Kanaren deutlich aufgestockt, ebenso wie Ziele wie Málaga, Faro, Neapel oder Nizza.

Eurowings Economy Class im Airbus A320neo von Berlin (BER) nach Dubai (DXB), an Bord. Foto: Robert

Flexible Planung

Ungewöhnlich ist dabei, wie schnell man bei Eurowings inzwischen auf Marktveränderungen reagiert. Die Kapazitäten konnten innerhalb von wenigen Wochen verschoben werden, da man u.a. auch von dem Vertrieb durch die Kanäle der Lufthansa Group profitiert.

Zum Start der Osterferien rechnet Eurowings allein am ersten Wochenende mit rund 200.000 Passagieren. Parallel dazu wird mit dem Sommerflugplan 2026 das Angebot weiter hochgefahren. Anfang April geht es richtig los, ab dann sind rund 500 Flüge täglich geplant. Neben klassischen Sonnenzielen stehen auch europäische Metropolen für Kurztrips hoch im Kurs.

Foto: Eurowings

Gleichzeitig gibt es auch einen Unsicherheitsfaktor, denn ausgerechnet in Spanien drohen pünktlich zur Osterreisewelle Einschränkungen durch Streiks beim Bodenpersonal. Betroffen sind unter anderem die Gepäckabfertigung, Boarding-Prozesse und die Flugzeugabfertigung an zahlreichen Flughäfen – darunter auch Palma de Mallorca sowie die großen Drehkreuze wie Madrid und Barcelona.

Größere Flugausfälle sind dennoch eher unwahrscheinlich. Aufgrund gesetzlich vorgeschriebener Mindestdienste in Spanien wird ein Teil des Betriebs aufrechterhalten. Reisende müssen sich jedoch gerade bei hohem Aufkommen auf Verzögerungen und längere Wartezeiten einstellen.

Eurowings reagiert auf Nahost-Krise: Dann eben öfter nach Mallorca | Frankfurtflyer Kommentar

Die Reiselust ist trotz der Unsicherheiten und Krisen ungebrochen. Viele Menschen brauchen einen Tapetenwechsel und müssen gerade jetzt dem Alltag entfliehen. Der Luftverkehr verzeichnet weiterhin eine hohe Nachfrage, die Ströme verschieben sich in andere Richtungen.

Die Flüge nach Dubai wurden vorzeitig eingestellt, dabei wollte man an der Destination in diesem Sommer festhalten. Fragt sich, was der Carrier nun mit der Premium BIZclass macht, die in manchen Flugzeugen verbaut wurde. Es gibt aber bestimmt auch einige Fluggäste, die auch auf kürzeren Flügen bereit wären, einen Aufpreis für mehr Komfort zu bezahlen.

Eurowings hat jedenfalls schnell reagiert und freie Kapazitäten neu verplant, ein Vorteil, wenn man Teil einer so großen Airlinegruppe ist. Auf Mallorca herrschen wohl gemischte Gefühle, denn die Insel steht wieder vor einer heißen Saison und das, wo gerade erst der Frühling begonnen hat.

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