Ferienchaos droht: Lufthansa und CityLine vor 22-Stunden-Streik am Freitag

Lufthansa Boeing 747 in New York, Foto: Robert

Ein neuer Streik in der Lufthansa Group steht an. Pünktlich zum Ende der Osterferien in vielen Bundesländern drohen zahlreiche Flugstreichungen und Verspätungen. Sowohl Lufthansa als auch die Tochter CityLine werden am Freitag (10. April 2026) die Arbeit niederlegen. Damit werden insbesondere Fluggäste an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt (FRA) und München (MUC) betroffen sein.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ 22-Stunden-Streik: Lufthansa und CityLine legen am 10. April 2026 die Arbeit nieder.
⚠️ Drehkreuze betroffen: Besonders Frankfurt und München mit vielen Ausfällen.
📱 Handlungsempfehlung: Flugstatus prüfen und Alternativen bereithalten.

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Die Unabhängige Flugbegleiterorganisation (UFO) hatte bereits vor geraumer Zeit ihre Mitglieder zur Urabstimmung gebeten. Eine überwiegende Mehrheit der abgegebenen Stimmen votierte für Arbeitskampfmaßnahmen. So kommt es dann nun auch noch ausgerechnet zum Ende der Osterferien.

22 Stunden Streik

In der Nacht von Donnerstag (9.4.) auf Freitag (10.4.) um 0:01 Uhr werden zahlreiche Kabinenmitarbeiter von Lufthansa und der Regionalflugtochter CityLine die Arbeit niederlegen. Bis zum selben Abend um 22 Uhr sollen möglichst viele Flüge von und zu den Flughäfen Frankfurt und München ausfallen.

Verfahrene Situation

Zumindest wenn es nach den gewerkschaftlich organisierten Flugbegleitern geht. Die Lufthansa Group möchte diesen Streik natürlich verhindern, bereitet jedoch einen Notflugplan vor. Beide Parteien schieben sich gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zu. Während Lufthansa die Gewerkschaft UFO zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auffordert, moniert UFO, dass die Airline bisher noch kein Verhandlungsangebot vorgelegt habe.

Für Fluggäste, deren Flug am Freitag von Lufthansa selbst oder Lufthansa CityLine durchgeführt werden soll, bedeutet das eine erhebliche Unsicherheit. Besonders, wenn man gerade am Ferienort die letzten Urlaubstage genießen will, bevor es eigentlich wieder an den Arbeitsplatz oder in die Schule gehen soll.

Was bedeutet der Streik für Passagiere?

Der angekündigte Streik der Flugbegleitergewerkschaft UFO bei Lufthansa und Lufthansa CityLine kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Mit dem letzten Ferienwochenende in mehreren Bundesländern trifft der Arbeitskampf eine Phase mit ohnehin hoher Nachfrage.

Für Passagiere bedeutet das konkret, dass massive Flugausfälle wahrscheinlich sind. Besonders an den Drehkreuzen Frankfurt und München dürfte der Flugplan stark ausgedünnt werden. Lufthansa wird voraussichtlich zahlreiche Verbindungen bereits im Vorfeld streichen.

Aber auch bei kurz vor dem Abflug noch bestätigten Flügen kann es kurzfristig zu Annulierungen oder Verspätungen kommen.

Besonders riskant wird es, wenn Ihr als Umsteiger über Frankfurt oder München fliegt, da Ihr dann ein doppeltes Risiko tragt, weil zwei Flugsegmente ausfallen können.

Aufgrund der hohen Auslastung rund um das Ferienende werden Umbuchungsoptionen vermutlich knapp sein oder sind mit längeren Reisezeiten verbunden.

Was Ihr jetzt tun könnt

Ihr fliegt ausgerechnet am Freitag mit Lufthansa oder der Tochter CityLine, dann ist es wichtig, so gut wie möglich informiert zu bleiben, um kurzfristig handeln zu können. Insbesondere dann, wenn Ihr gerade noch an Eurem Urlaubsort seid und pünktlich zum Schulbeginn wieder zu Hause sein wollt.

  • Prüft regelmäßig den Status Eures Fluges (App oder Website der Airline)
  • Aktualisiert oder ergänzt die Kontaktdaten in der Buchung, um aktiv informiert zu werden
  • Behaltet alternative Flugverbindungen im Blick
  • Denkt daran, dass Ihr auch im Fall eines Streiks EU261-Rechte habt:
    • Bei Annullierungen besteht Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung
    • Ausgleichszahlungen sind bei Streiks des eigenen Personals oft möglich, aber im Einzelfall strittig

In Fällen von massenhaften Flugstreichungen durch Streiks geht alles meist ganz schnell. Daher solltet Ihr Euch in eine gute Position bringen und schnell reagieren können.

Lufthansa und CityLine vor 22-Stunden-Streik am Freitag | Frankfurtflyer Kommentar

Der Streik zeigt erneut das Spannungsfeld innerhalb der Lufthansa-Gruppe: Böser Konzern vs. gierige Flugbegleiter ist zwar sehr populistisch formuliert, aber in der Quintessenz prallen hier zwei starke Player mit gänzlich unterschiedlichen Positionen aufeinander.

Sympathien sind hier nur schwer für die eine noch die andere Seite zu finden. Insbesondere dann nicht, wenn der Konflikt auf dem Rücken der Fluggäste ausgetragen wird.

Seid Ihr potenziell vom Streik betroffen? Was sind Eure Tipps im Fall eines Flugausfalles wegen Streik? Kommentiert gerne unter diesem Beitrag

Quelle: AeroTelegraph.com

1 Kommentar

  1. Da Lufthansa Flüge mit geringem Passagieraufkommen gerne auch an Air Dolomiti und deren Embraer Flotte auslagert bin ich hoffentlich nicht betroffen und komme so am Freitag wieder zurück nach Frankfurt.
    Andererseits hat mir der letzte LH Streik eine nette Entschädigung von LH eingebracht, weil ich erst einen Tag später mit Umsteigen nach Hause kam. War etwa doppelt soviel, wie der Flug ursprünglich gekostet hatte 🙂

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