Der Iran wurde am vergangenen Wochenende von Israel und den USA angegriffen, dies führte zu Attacken auf die Vereinigten Arabischen Emirate. In Folge mussten die Lufträume der Region geschlossen werden, für zahlreiche Fluggesellschaften bedeutet dies Stillstand. Auch Flotten der drei großen Golfcarrier Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways sind am Boden, davon sind zehntausende Passagiere betroffen.
✈️ Lufträume geschlossen: Militärische Eskalation führt zu massiven Flugausfällen in der Golfregion.
🛑 Emirates, Qatar & Etihad: Die drei größten Golfcarrier stoppen ihren Betrieb vollständig.
🌍 Auch Europa betroffen: Lufthansa und andere Airlines streichen Nahost-Verbindungen.
Nach den Militärschlägen Israels und der USA auf Ziele im Iran sowie den iranischen Gegenschlägen wurden die Lufträume über den Regionen weitgehend geschlossen. Die Situation ist auch für die dort beheimateten Fluggesellschaften gravierend, der Flugbetrieb an den großen Drehkreuzen wurde vorübergehend eingestellt. Tausende Passagiere sitzen alleine in Dubai fest, die anderen wurden aufgefordert, nicht zum Flughafen zu reisen bzw. den aktuellen Flugstatus zu überprüfen.
Auch in Abu Dhabi, Doha und anderen Airports kam es zur vollständigen Betriebseinstellung. Das Drehkreuz von Etihad wurde sogar Ziel eines Drohnenangriffs, bei dem ein Mensch ums Leben kam. In Bahrain wurde der dortige Flughafen ebenfalls angegriffen, wenn auch mit geringerem Sachschaden. Der Betrieb an den Flughäfen im Oman und Saudi-Arabien konnte hingegen weiter aufrechterhalten werden.

Golfairlines stoppen ihren Betrieb
Am Samstag stellte zunächst Qatar Airways den Flugbetrieb von und nach Doha ein. Kurz darauf folgte Emirates mit einem vollständigen Betriebsstopp. Die Airline aus Dubai setzte sämtliche Flüge zunächst bis Sonntagnachmittag aus, später wurde die Pause bis Montag verlängert.
Etihad Airways zog wenig später nach und stoppte alle Abflüge ab Abu Dhabi. Flüge, die sich bereits auf dem Weg befanden, kehrten teilweise um oder wurden zu ihren Ausgangsflughäfen zurückgeführt. Damit standen innerhalb weniger Stunden faktisch die drei größten Netzwerkcarrier der Golfregion still.
Die Golfcarrier setzen nahezu ausschließlich auf das Hub-Modell. Alle haben täglich mehrere Wellen, an denen zahlreiche Flugzeuge aus allen Teilen der Welt nacheinander landen und kurze Zeit später wieder abheben. In den Zeiten dazwischen sind die Terminals meist prall gefüllt.

Auch europäische Airlines betroffen
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf die Region. Die Lufthansa Group strich zahlreiche Verbindungen in den Nahen Osten und meidet mehrere Lufträume bis mindestens 7. März. Auch Flüge nach Dubai, Abu Dhabi, Riad und Dammam wurden vorübergehend ausgesetzt. Maschinen von Eurowings, Condor oder anderen europäischen Airlines kehrten teils im Flug um.
Wie der aeroTELEGRAPH berichtet, wurden einige betroffene Crews der Lufthansa Group inzwischen aus der Region geholt. Dafür hat Austrian Airlines einen Airbus A320neo nach Muscat geschickt. Besatzungen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren, sind auf dem Landweg dorthin gereist.
Flugstopp in der Golfregion: Emirates, Qatar und Etihad am Boden | Frankfurtflyer Kommentar
Für die Golfcarrier ist dies eine der schwersten operativen Störungen der vergangenen Jahre. Anders als bei den letzten punktuellen Luftraumsperrungen betrifft die aktuelle Eskalation gleich mehrere zentrale Drehkreuze gleichzeitig. Das Geschäftsmodell von Emirates, Qatar Airways und Etihad basiert auf stabilen Hubs und verlässlichen Umsteigeverbindungen zwischen Europa, Asien, Afrika und Australien. Fällt dieses System auch nur für 24 Stunden aus, geraten weltweite Umläufe durcheinander.
Noch ist unklar, wie lange die Einschränkungen andauern werden. Selbst wenn sich die Lage schnell entspannen sollte und der Flugbetrieb am Montag Mittag aufgenommen werden kann, bleiben die Auswirkungen gravierend. Betroffene brauchen derzeit jedenfalls viel Geduld, je nach Destination gibt es nur wenige Alternativen.
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