Hyatt verschiebt Hotelkategorien und entwertet bald die Punkte

Hyatt nimmt zum 20. Mai 2026 umfassende Änderungen am Bonusprogramm World of Hyatt vor. Insgesamt 136 Hotels wechseln ihre Kategorie, wobei die meisten Häuser teurer und nur wenige günstiger werden. Gleichzeitig führt die Hotelkette ein neues Preissystem mit deutlich mehr Abstufungen ein, wodurch die benötigten Punkte je nach Datum stark variieren können. In der Spitze steigen die Preise für Prämiennächte um bis zu 67 Prozent.

Das Wichtigste auf einen Blick:

📅 Änderungen ab Mai 2026: Hyatt führt neue Preisstufen und Kategorien ein.
📈 Deutliche Verteuerung: Bis zu 67 % mehr Punkte für Prämiennächte nötig.
🏨 136 Hotels betroffen: Mehrheit wird teurer, nur wenige günstiger.

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Mit den Anpassungen bleibt Hyatt zwar formal bei seinem Award Chart, unterm Strich wird das System aber deutlich komplexer und leider auch teurer. Künftig gibt es innerhalb jeder Kategorie nicht mehr drei, sondern fünf Preisstufen. Statt Nebensaison, Standard und Hochsaison (Off-Peak, Standard & Peak) gelten dann die Stufen Minimum, Niedrig, Standard, Hoch und Maximum (Lowest, Low, Standard, High & Top). Dadurch entsteht eine deutlich größere Preisspanne innerhalb einer Kategorie. Auf der Homepage spricht man in positiven Tönen und erwähnt die Einfachheit der Einlösungen.

Wie jedes Jahr verschiebt Hyatt auch in diesem Jahr die Hotelkategorien, diesmal sind 136 Hotels betroffen. Die Richtung ist auch diesmal ganz klar: 112 Häuser werden teurer, nur 24 werden günstiger. Das entspricht einer Verteuerungsquote von rund 82 Prozent. In Europa sowie in der Karibik und Lateinamerika steigen nahezu alle betroffenen Hotels in höhere Kategorien auf.

Top-Hotels künftig deutlich schwerer einlösbar

Besonders relevant ist die Entwicklung für treue Kundinnen und Kunden bei den Einlösungen. Mehrere bekannte Häuser wie die des Premium-Labels Park Hyatt oder solche, die im Zentrum von London oder Paris stehen, rücken in die höchste Kategorie 8 auf. Damit sind sie nicht mehr mit Freinächten einlösbar, die auf Kategorie 1–7 beschränkt sind.

Ein weiterer kritischer Punkt: Selbst scheinbar positive Kategorie-Senkungen bringen oft keinen echten Vorteil. Durch die neuen Preisstufen bleiben die durchschnittlichen Punktwerte nach einer Auswertung von View from the Wing häufig identisch oder steigen sogar. So kann ein Hotel zwar formal günstiger eingestuft werden, kostet aber dennoch ähnlich viele oder sogar mehr Punkte als zuvor.

Besonders stark betroffen sind Hotels im unteren und mittleren Segment. Viele Häuser steigen von Kategorie 1 auf 2 oder von 2 auf 3, was teils drastische Preissteigerungen zur Folge hat. In einigen Fällen verdoppelt sich der Punktebedarf nahezu, es gibt auch Steigerungen von bis zu 67 Prozent.

Hyatt verschiebt Hotelkategorien und entwertet bald die Punkte | Frankfurtflyer Kommentar

Hyatt argumentiert, dass die neuen Preisstufen eine genauere Steuerung der Nachfrage ermöglichen sollen. Es wird aber auch klar, dass sich die Nutzung der höheren Preisstufen in den kommenden Jahren ausweiten dürfte. Genau hier liegt die große Unsicherheit für alle, die Hyatt treu sind und fleißig Punkte sammeln, um diese möglichst lukrativ einzulösen. Während die Anpassungen zunächst moderat erscheinen könnten, droht langfristig eine schleichende, aber deutliche Entwertung der Punkte.

Die Kategorien werden normalerweise jedes Jahr angepasst. Diesmal handelt es sich um eine der größten Änderungen im World of Hyatt Programm. Auch wenn der Award Chart formal bestehen bleibt, verlieren die Punkte spürbar an Wert und Prämiennächte werden künftig in vielen Fällen deutlich teurer. Schade, denn Hyatt hat überdurchschnittlich viele gute Hotels und das Programm bietet – zumindest in der höchsten Stufe – wirklich gute Benefits.

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