KLM hat ersten Airbus A350-900 erhalten und darf die Business Class nicht nutzen

KLM hat gerade den ersten von 22 bestellten Airbus A350-900 erhalten. Mit dem neuen Langstreckenflugzeug will man vorrangig die Airbus A330 Flotte ersetzen, denn die Flugzeuge sind mit teils über 20 Jahren nun am Ende der Lebensdauer. Mit dem Airbus A350-900 will KLM allerdings auch die Langstreckenflotte weiter ausbauen und man plant aktuell, die Flugzeuge bis 2030 alle zu erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Erster A350 für KLM: KLM hat den ersten von 22 bestellten Airbus A350-900 erhalten und will damit vor allem ältere Airbus A330 ersetzen.
🚫 Business Class bleibt leer: Für die 34 neuen Business-Class-Sitze fehlt noch die notwendige Zulassung, weshalb sie vorerst nicht belegt werden dürfen.
🌍 Erste Strecken geplant: Ab Oktober 2026 soll der A350 zunächst nach Toronto fliegen, später folgen unter anderem Montreal, Kilimanjaro und Zanzibar.

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KLM plant den Einsatz des Airbus A350-900 ab Oktober 2026. Allerdings hat man gleich zu Beginn ein mehr oder weniger großes Problem, denn für die neue Business Class, welche dieses Flugzeug besitzt, fehlt aktuell noch die Zulassung, weshalb sie beim Erstflug nicht besetzt werden darf. Wen dies nun an die Lufthansa Allegris-Kabine in der Boeing 787-9 erinnert, der wird sich auch daran erinnern, wie langwierig solch ein Zulassungsprozess sein kann und auch wie umfangreich die Verzögerungen hier inzwischen teilweise sind.

Die ersten Ziele des Airbus A350-900 von KLM werden von Amsterdam nach Toronto sein, danach gefolgt von Montreal, Kilimanjaro, Dar es Salaam und Zanzibar. Ein Einsatz des Airbus A350-900 wird allerdings auch bedeuten, dass man hier auf diesen Strecken unter Umständen keine Business Class buchen können wird.

KLM Airbus A350-900 wird vorerst ohne Business Class eingesetzt

KLM verbaut in ihrem Airbus A350-900 insgesamt 331 Sitze, verteilt auf:

  • 34 Business-Class-Sitze
  • 26 Premium-Economy-Class-Sitze
  • 33 Extra-Legroom-Economy-Class-Sitze
  • 238 Economy-Class-Sitze

Der Airbus A350-900 stellt damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Airbus A330-200 mit 243 Sitzen oder dem Airbus A330-300 mit 292 Sitzen dar, welche durch dieses Flugzeug im ersten Schritt ersetzt würden. Wenn man bedenkt, dass Slots in Amsterdam recht knapp sind, macht diese Entscheidung für ein größeres Flugzeug aber auch ordentlich viel Sinn.

Interessant ist, dass KLM auf eine deutlich kleinere Business Class und auch Premium Economy Class setzt als beispielsweise die Schwester-Airline Air France, welche ebenfalls bereits den Airbus A350 im Betrieb hat. Air France verbaut im Airbus A350 48 Business-Class-Sitze sowie 32 Premium-Economy-Class-Sitze, womit man klar zeigt, dass Paris eine deutlich höhere Nachfrage an Premium-Sitzen hat.

Spannend ist, dass KLM aktuell noch keine Zulassung für die Business-Class-Sitze hat. Was in der Branche inzwischen bedauerlicherweise nichts Neues mehr ist. Denn zum Beispiel musste auch Lufthansa zwei Jahre lang auf die Zulassung der neuen Allegris-Sitze in der Boeing 787-9 warten, bis man diese einsetzen konnte, und auch bei Delta Airlines gibt es im Airbus A321XLR aktuell vergleichbare Verzögerungen.

Ungewöhnlich ist allerdings, dass KLM auf exakt die gleichen Business-Class-Suiten setzt, die auch schon Air France im Airbus A350-900 verbaut hat. Allerdings braucht KLM hierfür offensichtlich eine eigene Zulassung, welche aktuell noch nicht vorliegt. Daher kann die Business Class im Airbus A350-900 nicht belegt werden.

Den Grund für die Verzögerung gibt KLM damit an, dass es hier eine “ überarbeitete Auslegung regulatorischer Anforderungen“ gäbe, welche nun dazu führt, dass KLM die Sitze im neuen Flugzeug nicht nutzen kann, während Air France dies allerdings weiterhin ermöglicht wird.

KLM hat ersten Airbus A350-900 erhalten und darf die Business Class nicht nutzen | Frankfurtflyer Kommentar

Der Airbus A350-900 ist für KLM ein wichtiges Langstreckenflugzeug und wird die Flotte in den kommenden Jahren deutlich modernisieren sowie auch zusätzliche Kapazitäten schaffen. Für diejenigen, die sich in Amsterdam nun natürlich über das neue Flugzeug freuen, ist aktuell wohl das größte Problem, dass man die Business Class nicht verwenden kann, und es ist noch nicht genau abzusehen, wann die Zertifizierung vorliegen wird.

Dass es bei der Zertifizierung von Flugzeugkabinen immer wieder zu Verzögerungen kommt, ist in der modernen Geschichte nichts Neues und kommt leider immer häufiger vor, weshalb auch KLM mit dieser Situation leider nicht alleine dasteht.

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