Lufthansa Airbus A380 setzt in München zu früh auf und fällt tagelang aus

Lufthansa Airbus A380, Foto: Robert

Am Münchner Flughafen kam es innerhalb weniger Tage zu zwei Vorfällen, die nun die Behörden beschäftigen. Nachdem am Samstag ein Dreamliner von Vietnam Airlines beim Start über das Ende der Piste hinausrollte und dabei die Befeuerung beschädigte, setzte am Montagabend ein Airbus A380 der Lufthansa zu früh auf und beschädigte die Beleuchtung an der gleichen Bahn. Nach einer kurzen Auszeit ist die betroffene D-AIML inzwischen wieder im Einsatz.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Lufthansa A380 D-AIML setzte im Bereich vor der Landebahnschwelle auf.
💡 Dabei wurden Teile der Befeuerung und offenbar auch Reifen beschädigt.
✅ Die D-AIML ist seit dem 20. August wieder im Einsatz und flog bereits nach Los Angeles.

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Airbus A380 kommt aus San Francisco

Der Zwischenfall ereignete sich am Montagabend. Der Airbus A380 mit der Registrierung D-AIML befand sich als LH459 auf dem Weg von San Francisco nach München. Nach fast elf Stunden Flugzeit setzte der Superjumbo zur Landung auf der Südbahn 26L an. Mehrere Medien berichten, dass das Flugzeug bereits auf dem Beton, allerdings noch vor der mit weißen Blockstreifen gekennzeichneten Landebahnschwelle aufsetzte. Dabei wurde die dortige Befeuerung beschädigt.

Der Aviation Herald berichtet außerdem von Schäden an mehreren Reifen des Airbus A380. Die Maschine konnte die Landung dennoch sicher fortsetzen, ausrollen und anschließend aus eigener Kraft zum Vorfeld rollen. An Bord befanden sich 351 Passagiere. Sie konnten das Flugzeug nach der Ankunft regulär verlassen. Während die Schäden an der Infrastruktur offenbar schnell behoben werden konnten, musste der Airbus A380 zunächst am Boden bleiben.

D-AIML seit 20. August wieder im Einsatz

Die rund 13 Jahre alte D-AIML blieb nach dem Zwischenfall zunächst in München. Inzwischen ist der Airbus A380 wieder im regulären Flugbetrieb. Am 20. August nahm die Maschine den Dienst wieder auf und flog von München nach Los Angeles.

Damit war die Ausfallzeit vergleichsweise kurz. Welche Arbeiten an der D-AIML nach dem Zwischenfall durchgeführt wurden und wie umfangreich die Schäden tatsächlich waren, ist nicht bekannt. Der Flughafen München hatte die Beschädigung an der Beleuchtung als geringfügig bezeichnet. Sie wurde unmittelbar nach dem Zwischenfall repariert. Weniger als eine Stunde nach der Landung des A380 konnte die Südbahn wieder genutzt werden.

Foto: Flughafen München

Warum der Airbus bereits vor der markierten Landebahnschwelle Bodenkontakt hatte, ist noch nicht geklärt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht den Vorfall. Lufthansa will die Ermittlungen nach eigenen Angaben vollständig unterstützen. Auch die Wetterbedingungen werden dabei sicherlich betrachtet. In den Stunden vor der Landung gab es in München unter anderem kräftige Regenschauer und Gewitter sowie zeitweise eingeschränkte Sicht. Ob das Wetter eine Rolle gespielt hat, ist allerdings nicht bekannt.

Die Befeuerung der Piste 26L wurde innerhalb weniger Tage bereits zum zweiten Mal durch ein Flugzeug beschädigt. Erst am Samstag, den 15. August, startete eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines auf derselben Bahn. Der Dreamliner überrollte während des Startlaufs das Ende der Piste und hob erst dahinter ab. Dabei wurden ebenfalls Teile der Befeuerungsanlage beschädigt. Auch dieser Zwischenfall wird von der BFU untersucht. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen gibt es nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen nicht.

Lufthansa Airbus A380 setzt zu früh auf | D-AIML wieder im Einsatz | Frankfurtflyer Kommentar

Über die genauen Hintergründe der beiden Zwischenfälle weiß man noch recht wenig. Bei dem Fall von Vietnam Airlines sieht es so aus, als ob man nur knapp einer Katastrophe entgangen ist. Der Dreamliner ist gerade noch rechtzeitig in die Luft gekommen, nur wenige Sekunden später wäre die Boeing 787 wahrscheinlich verunfallt.

Zwei Tage später kam es wieder zu einem Vorfall, der nun die BFU beschäftigt. Wieder mussten die Techniker des Flughafens Reparaturen an der Beleuchtung vornehmen, was aber in beiden Fällen schnell erledigt war. Das Wichtigste ist zunächst, dass niemand zu Schaden gekommen ist.

Bei Lufthansa konnte die D-AIML einige Tage später wieder in den regulären Betrieb zurückkehren. Nun gilt es herauszufinden, was in den jeweiligen Fällen schiefgelaufen ist und welche Erkenntnisse daraus gezogen werden können.

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